Auf vielfachen Wunsch unserer Skihasen und Häsinnen hier nun das lang ersehnte GÄSTEBUCH.
Obwohl wir Gästebücher eigentlich eher doof finden! ;-)
Schreibt uns Euren Senf!
(Kritik, Anregungen, oder erzählt uns einfach von Euren sexuellen Problemen!)
Dein Name:
Deine E-Mail-Adresse: und nich lügen!!!! ;-) (freiwillich!!)
Website (falls Du
sowas schon hast):
das "http://" muss mit dabei!
Hier rrrrein das Zeug :
   
Zur Verifizierung hacke bitte diese 3-stellige Zeichenfolge exakt so in das
weisse Feld unterhalb ein,sonst gehts nich...
da! ->
 


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 Senf Nr. 3787 von Hörspiele von Michael Koser vom 03.10.2025 um 17.03Uhr
Michael Koser: Professor van Dusen:
Prof. van Dusen: Eine Unze Radium (RIAS 1978)
Wie Sie wahrscheinlich wissen Mr.Hatch ist Radium
ein rätselhaftes praktisch noch unerforschtes
Element. Rätselhaft, praktisch unerforscht. Warum
Mr Hatch, warum sendet Radium Strahlen aus. Ja
warum. Und welche Wirkung haben diese Strahlen.
Wirkungen Strahlen. Diese Fragen vor allem gilt es
zu beantworten Mr Hatch. Meinen Bericht über den
höchst merkwürdigen Fall der verschwundenen Unze
Radium kann ich bei aller Bescheidenheit kaum
besser beginnen als mit dem Gespräch, das ich
damals für meine Zeitung, den Daily New Yorker mit
Prof. Dexter vom physikalischen Institut führte,
Gespräch ist allerdings nicht der rechte Ausdruck,
Prof. Dexter ein Wissenschaftler von der leicht
begeisterten Sorte, hielt mir einen Vortrag

Prof. van Dusen: Das sicherste Gefängnis der Welt
(RIAS 1978)
Ich, meine Herrschaften, ich, Prof. Augustus van
Dusen, Dr. der Philosophie, der
Naturwissenschaften, der Medizin usw usw Mitglied
diverser Akademien und zahlreicher
wissenschaftlicher Gesellschaften ich erklär
hiermit feierlich daß einem wahrhaft intelligenten
Menschen nichts wohlgemerkt nichts unmöglich ist.
Hört hört. Ich habe gesprochen. Mit dem
wahrhaftintelligenten Menschen meinen Sie ja wohl
in erster Linie sich selbst nicht wahr Prof.
Selbstverständlich, mein bester, kenne dich
selbst. Ah. Solon, 6. Jh. vor Chr. Darauf muß ich
was trinken, Ober noch eine Flasche Champagner.
Die Geschichte, die ich Ihnen erzählen möchte,
begann an einem Frühlingsabend bei Chirico in der
5thAvenue wo sich eine kleine aber erlesene
Gesellsch

Prof. van Dusen: Mord bei Gaslicht (RIAS 1978)
Ja, Moment, ich muß erst den Satz zu Ende
schreiben, ja bitte? Hallo? Ja? Spreche ich mit
Mr. Hatch, Mr Hutchinson Hatch vom Daily New
Yorker? Ja und wer sind Sie. Oh natürlich
verzeihen Sie, Henley ist mein Name, Weldon
Henley, erinnern Sie sich noch an mich? Ah ja ich
erinnerte mich an ihn aus den guten alten Zeiten,
als ich noch freier Mitarbeiter bei der eleganten
Welt war und die Spalte Klatsch mit Hatch schrieb,
Sie wissen schon, wer mit wem wo wann wie lange
und bei meinen ungeheuer anstrengenden Recherchen
auf Mitternachtsparties und dergleichen war ich
des öfteren auch auf Mr. Weldon Henley gestoßen,
daß er mir einen unauslöschlichen Eindruck
hinterlassen hatte, kann ich zwar gerade nicht
behaupten, aber aufge

Prof. van Dusen: Der Mann, der seinen Kopf verlor
(RIAS 1979)
Wie so viele Fälle in der ruhmreichen Laufbahn von
Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen, genannt die
Denkmaschine begann auch dieser damit daß James,
van Dusens getreues Faktotum, an die Tür des
Labors klopfte, hinter der sich sein Herr mit
chemischen, vielleicht auch physikalischen oder
biologischen, auf alle Fälle epochalen
Untersuchungen beschäftigte, es war an einem
kühlen Herbstnachmittag, genauer am 20. September
1902. Ja? Herr Professor. Wie oft habe ich ihnen
schon gesagt James daß Sie mich während der
Experimente auf gar keinen Fall stören dürfen. Ja
ich weiß Herr Prof. Nabitte. Entschuldigen sie
Herr Prof aber der Herr läßt sich nicht abweisen.
Welcher Herr. Der Herr an der Tür, Herr Prof, der
Herr der sie un

Prof. van Dusen: Stirb schön mit Shakespeare (RIAS
1979)
Verschwunden? Ja Prof, spurlos verschwunden. Hm.
In Luft aufgelöst, und das praktisch vor meiner
Nase. Nun ja. Und vor 300 Zuschauern. Ach das
klingt schon anders, hat man die Polizei
verständigt. Natürlich und Detective Sergeant
Caruso ist auch schon fleißig am suchen, aber er
wird nichts finden, der Fall ist so rätselhaft, so
unerklärlich, daß nur einer ihn lösen kann, Prof
Dr Dr Dr Augustus van Dusen genannt die
Denkmaschine und deshalb bin ich hier. Sehr
schmeichelhaft mein lieber Hatch, ich glaube Ihr
Fall interes siert mich, erzählen Sie mir die
Geschichte. Ja. Die ganze Geschichte mit allen
Einzelheiten von Anfang an. Also ich war gestern
abend im Theater. Die ganze Welt ist Bühne und
alle Frauen und Männer bloße Spiele

Prof. van Dusen: Die Perlen der Kali (RIAS 1979)
Man schrieb den 7.Mai des Jahres 1903, es war
Frühling in NewYork, im Central Park blühten die
Krokusse, die Wolkenkratzer am Timessquare
schossen in die Höhe und in der Wallstreet
vermehrten sich die Doll ars auf wunderbare Weise,
nicht daß von all dem viel zu sehen gewesen wäre,
es nämlich dunkel, genauer eine halbe Stunde vor
Mitternacht, ganz davon abgesehen, daß der New
Yorker Frühling mich gerade jetzt ziemlich kalt
ließ, denn ich war dabei, meine geliebte Vater-
und Heimatstadt für längere Zeit zu verlassen.
Alle Besucher von Bord bitte. Mein Name ist Hatch,
Hutchinson Hutch, Reporter beim Daily New Yorker,
dem Weltblatt der Weltstadt und wenn Sie jetzt
fragen warum ich mich vom Broadway verabschiede um
die

Prof. van Dusen: Whisky in den Wolken (RIAS 1979)
Hoch, da, da geht er hoch, sehen Sie doch, Prof,
er steigt, er steigt. Ja was haben Sie denn
erwartet, natürlich steigt er, er muß ja steigen.
Und wie er steigt Prof, jetzt muß er schon 500m
hoch sein mindestens 600, 700, das geht ja wie die
Feuerwehr. Die physikalischen Eigenschaften des
Wasserstoffgases wie ich soeben auszuführen
gedachte als Sie mich unterbrachen bedingen doch.
Um Gotteswillen, eine Explosion an Bord, eine
Stichflamme, das Gas, das Gas hat sich entzündet,
der Ballon steht in Flammen, er stürzt ab, oh
Gott, wie, wie konnte das geschehen, Prof. Das,
mein lieber Hatch muß und wird untersucht werden,
nehmen Sie den Hut ab, was wir hier mitansehen ist
nicht nur das Ende eines großen wissenschaftlichen
Unternehmens

Prof. van Dusen: Wettbewerb der Detektive (RIAS
1979)
Wenn jemand behauptet der Fall des verschwundenen
Ministers sei der ungewöhnlichste in der langen
ruhmreichen Laufbahn von Prof Dr Dr Dr Augustus
van Dusen genannt die Denkmaschine, dann werde ich
bestimmt nicht widersprechen, und der Prof. selbst
wohl auch nicht, dabei fing alles ganz harmlos an,
ich saß in unserem Londoner Hotel dem Savoy am
Kamin und studierte die Times vom Tage. Irland
Einfuhrzoll für Getreide, nicht viel los in der
Politik, ah Hofnachrichten, 9 September 1903,
seine Majestät König Edward der 7. hält sich
zurzeit in Schloß Roche Abbey bei Doncaster auf,
um die dortigen Galopprennen mit seinem Besuch zu
beehren, dem gehts gut, auch Innenminister Lord
Chesterfield befindet sich nicht in Lon

Prof. van Dusen: Ein Mörder bei Madame Tussaud
(RIAS 1979)
London 16. November 1903, am frühen Abend,
typisches englisches Herbstwetter, Regen, Kälte,
Nebel, während Big Ben die sechste Stunde schlägt,
geschieht im vornehmen Hotel Savoy am Victoria
Embankment folgendes: ein Kellner in der Hand ein
Tablett mit einem Sektkühler, einer Flasche und
einem Glas stürzt in das Büro des Hoteldirektors,
bleich wie der Tod. Herr Direktor Mr Bunny Sir.
Was soll denn das wiederum heißen, seit wann ist
es im Savoy Sitte, ohne Anmeldung und ohne
anzuklopfen in das Büro des Direktors
einzudringen. Aber, aber Herr Direktor. Sie sind
doch Kellner bei uns, wie ich sehe, Name. Max, Max
Nicholas Zimmerkellner im vierten Stock, aber aber
hören Sie doch Herr Direktor. Und Sie sind, wie
ich eben

Prof. van Dusen: Lebende Bilder - toter Mann (RIAS
1979)
Calais, Calais, der Expreß nach Paris fährt in
Kürze ab, beim Einsteigen bitte beeilen. Ah
Frankreich Prof la belle France, das Land der
Kultur und der Lebensfreunde, Jack Offenbach, die
Kathedrale von Chartres, Emil Zola,
Tivolibouexiere, Champagner, Trüffel, Schnecken
mit Knoblauch. Wie ich schon des öfteren
Gelegenheit hatte festzustellen mein lieber Hatch,
Sie besitzen einen bemerkenswerten Sinn für das
unwesentliche. So. Zum Express nach Paris bitte
einsteigen und die Türen schließen, der Zug fährt
ab. Was hätte ich denn Ihrer Meinung nach erwähnen
sollen, Prof. Vor allem doch dieses, daß sich in
Frankreich zur Zeit ein für unsere gesamte
Zivilisation bedeutungsvoller, ja wegweisender
Prozeß vollzieht, ich meine die Verbind

Prof. van Dusen: Sein erster Fall (RIAS 1979)
Einer, zwei, drei, vier, fünf, sechs sieben. Am
frühen Morgen hatten wir Paris verlassen, die
Grenzkontrolle lag hinter uns und jetzt fuhren wir
quer durch das deutsche Reich, ich langweilte mich
ungeheuer, der Zug hatte keinen Speisewagen und
draußen gabs nichts zu sehen, nur Wiesen und
Wälder, abundzu einen Kirchturm oder einen Ochsen
auf dem Feld. Was um alles in der Welt treiben sie
denn da, Hatch. Siebzehn, ich zähle die Ochsen
draußen auf dem Feld, achtzehn. Ochsen zählen sie,
ohne Frage eine Tätigkeit die Ihnen angemessen
ist, mein lieber Hatch, darf ich dennoch darum
bitten, daß sie das einstellen, sie stören mich.
Was soll ich denn tun Prof, mir ist langweilig.
Nehmen sie sich ein Beispiel an mir, arbeiten sie.
Prof. Dr.

Prof. van Dusen: Stimmen aus dem Jenseits (RIAS
1980)
Kennen Sie Bad Emsingen, nein, na dann lassen Sie
sich mal was aus dem Baedeker vorlesen, Band
Mitteldeutschland, Ausgabe von 1903, ja hier, im
Herzen des Fürstentums Schleuß-Reitz-Wittgenstein,
inmitten grüner Wälder und ausgedehnter Weinberge,
liegt Bad Emsingen, mit 2000 Einwohnern nach der
Hauptstadt Wittgenstein die größte Ortschaft des
Fürstentums, Kenner deutscher Badeorte werden hier
zwar die internationale Atmosphäre vermissen, wie
sie etwa Kissingen oder Baden-Baden auszeichnet,
wer jedoch Ruhe sucht und Linderung von Leiden des
Verdauungs- und Nervensystems, wird beides in Bad
Emsingen finden, das heilkräftige Wasser der
Fürstenquelle wird allgemein gerühmt, der
gepflegte Kurpark und die

Prof. van Dusen: Wer stirbt schon gern in Monte
Carlo (RIAS 1980)
Mesdames, faites vos jeux, rien ne va plus,
dixneuf rouge impair passe. Wieder nix dann auf
ein neues. Mes dames, faites vos jeux, rien ne va
plus, huit noir pair manque. Danke mein Freund,
hier für die Bank. Merci Monsieur de Marquis.
Sagenhaft Marquis, 6000 Franc und das heute abend
schon zum 12 mal oder. Zum 13, Milord. Sagenhaft,
gestern eine runde viertel Million, heute, wieviel
haben Sie heute gewonnen. Genau 78 000 Franc,
bisher. Sagenhaft. Dem glücklichen Milord schlägt
keine Stunde, Sie haben ja auch nicht gerade Pech
gehabt. Mein Gott Marquis die paar 1000 Franc
nicht der Rede wert. Mesdames, faites vos jeux.
Montecarlo mehr brauche ich nicht zu sagen, Sie
wissen bescheid, Säulen und Samt, Kristallüster,
Gold auf

Prof. van Dusen: Rotes Blut und weißer Käse (RIAS
1980)
Ah das ist eine Luft, was meine Herren, weich wie
Samt, klar wie ein Bergquell, rein wie ein frisch
gebadetes Baby. Kaum Kohlenmonoxid, keine
Schwefelverbindungen. Die schiere Gesundheit meine
Herren, Natur atmen sie, atmen sie tief durch.
Eine gute Havanna wäre mir lieber. Aber Hatch.
Nein keine Sorge Prof, ich verkneife mir meine
unnatürlichen Gelüste. So ist es recht Mr. Hatch,
lassen sie alles hinter sich, was den Menschen an
der wahren Entfaltung seines ichs hindert, Nikotin
und Alkohol, einschnürende Kleidung, die
Konventionen der sog. Gesellschaft, das
nervenzerfetzende Chaos der großen Städte. Ach New
York, hätten Sie mich bloß nicht erinnert, Dr.
Pontifex, Broadway, Times Square, Central Park,
die Freiheitsstatue, wie

Prof. van Dusen: Zocker, Zossen und Zinnober (RIAS
1980)
Mitten in Europa liegt das deutsche Kaiserreich,
mitten in Deutschland liegt Berlin, mitten in
Berlin liegt die Straße unter den Linden, und
mitten auf dieser Straße befanden sich am 24. Juni
1904 unter hunderten von Menschen zwei
amerikanische Weltreisende, Prof DrDrDr Augustus
van Dusen, die Denkmaschine zu benannt und meine
Wenigkeit Hutchinson Hatch, es war ein herrlicher
Tag, die Passanten trugen Musselin kleider sofern
weiblich und falls männlich Flanellanzüge und
Panamahüte, die Sonne schien und über die Straße
zog die Wache mit klingendem Spiel, die Luft roch
nach Sommer, nach Blüten, Kiefernharz, Staub und
Schweiß, nach Bier und nach Knackwurst mit
Mostrich, aber was wir zu diesem Zeitpunkt noch
nicht w

Prof. van Dusen: Duell der Giganten (RIAS 1980)
In Rußland ist alles anders, als wir gestern aus
Berlin abfuhren war es der 19. Juli 1904, und
heute in Rußland hatten wir nicht etwa den 20.
Juli, nein wir waren ganze 13 Tage zurück und
schrieben erst den 7. Juli 1904, und warum, weil
die Russen immer noch einen Kalender aus dem
Altertum haben und den haben sie, weil sie
unbedingt anders sein wollen als alle andern.
Sankt Petersburg hier Sankt Petersburg, Warschauer
Bahnhof, Endstation, alles aussteigen. Das war
vielleicht auch der Grund, weshalb der Fall, der
uns in St. Petersburg erwartete, sich so sehr von
den Fällen unterschied, mit denen es Prof. Dr. Dr.
Dr. Augustus van Dusen genannt die Denkmaschine,
ansonsten zu tun hatte, nicht weil es um die
Kronjuwelen des Zaren ging

Prof. van Dusen: Das Gefängnis des Grafen Dracula
(RIAS 1980)
Glauben Sie mir, Prof. van Dusen darf man keinen
Moment aus den Augen lassen, ein einziges Mal habe
ich es getan und prompt rutschte der große Mann
bis über die Ohren in die Bredouille aus der er
sich dann ganz allein herausarbeiten mußte, ohne
seinen getreuen Freund und Helfer Hutchinson
Hatch, es war in Sofia, im Herbst des Jahres 1904,
der Prof. hatte einen ungeheuerlichen Fall
aufgeklärt, in den Kronprinz Boris verwickelt
gewesen war und deshalb lebten wir als Ehrengäste
des fürstlichen Hofes wie die Maden im Speck, ich
fing an mich zu langweilen und als sich mir die
Gelegenheit zu einer Spritztour über die Gren ze
bot griff ich sofort zu, in Mazedonien war damals
der Teufel los, bulgarische Banditen, serbische
Komita

Prof. van Dusen: Im Harem sitzen heulend die
Eunuchen (RIAS 1981)
Konstantinopel, Konstantinopel ist die Königin der
Städte, hat mal jemand gesagt, und dieser jemand
hat gar nicht so unrecht, Konstantinopel ist
wunderschön, wenn man nicht allzunah rangeht, gute
drei Wochen waren wir jetzt schon hier wir hatten
alle Sehenswürdigkeiten besichtigt, die
HagiaSophia, die Eyüpmosmo schee, das Kloster der
heulenden Derwische, den alten Sultanspalast und
jetzt war uns langweilig, präziser gesagt mir war
langweilig, der Prof. langweilt sich bekanntlich
nie, er arbeitete fleißig, vielleicht an seiner
atomaren Strukturtheorie oder an einer neuen
Erfindung, während ich aus dem Fenster unseres
Salons im Pera Palace Hotel lehnte und die
Aussicht beguckte, die hauptsächlich aus dem
städtischen Zentralfriedhof

Prof. van Dusen: Der Fluch des Pharao (RIAS 1981)
Luxor meine Herrschaften, wir sind in Luxor
gelandet, zur Besichtigung der altägyptischen
Tempel von Theben hier aussteigen. Merkwürdig. Was
ist merkwürdig Prof. Benedict. Wieso ich seh ihn
nicht. Ja das ist ja gerade das merkwürdige, mein
lieber Hatch, ich sehe ihn nämlich auch nicht,
dabei habe ich ihn sehr nachdrücklich gebeten uns
an der Landungsstelle abzuholen, das fängt ja gut
an. So wie es anfing, sollte es auch weitergehen
in der Geschichte vom Fluch des Pharao und von den
drei Leichen im Tal der Könige, damit meine ich
nicht, daß sich aus einer Touristenreise ein
komplizierter Kriminalfall entwickelt, das ist
normal wenn Prof DrDrDr Augustus van Dusen die
weltberühmte Denkmaschine durch die Lande zieht,
er

Prof. van Dusen: Hatch will heiraten (RIAS 1981)
Ich weiß gar nicht, ob ich sie Ihnen überhaupt
erzählen soll, die Geschichte von der Prinzessin
aus Ruritanien und von der merkwürdigen Hochzeit
an Bord der Ormuz, ein richtiger Kriminalfall ist
sie eigentlich nicht und deshalb hat sie in meiner
Chronik der Abenteuer von Prof v. Dusen an sich
auch nichts zu suchen aber dann frage ich mich was
würde wohl der Prof dazu sagen. Mein lieber Hatch
was haben sie gegen die Geschichte. Ach wissen Sie
Prof. Wenn ich recht verstehe, ist sie Ihnen nicht
kriminell genug. Genau Prof. Mein lieber Hatch, da
kann ich sie beruhigen, Dummheit ist doch auch
kriminell, ganz zu schweigen von Betrug,
Vortäuschung falscher Tatsachen. Eigentlich habe
ich mehr an Mord und Totschlag gedacht. Mord

Prof. van Dusen: Der Kopfjäger von Singapur (RIAS
1981)
Ahaha und auch das dürfte Sie interessieren, meine
Herren, in den drei Jahren seit meinem Amtsantritt
ist der Ananasexport der Kolonie um 17,6 Prozent
gestiegen, haha, um 17,6 Prozent meine Herren. Was
Sie nicht sagen. Gewaltig. Ja nicht wahr, noch ein
Glas Portwein. Ich weiß nicht. Danke Sir Francis,
aber ich fürchte, es ist bereits 2 Uhr. Ja. Sir
Francis? Ja Gates? Inspector Boggles, Sir Francis,
er wünscht sie zu sprechen. Aber Gates, ich habe
mir jede Störung strikt verbeten, einen Gast wie
Prof. van Dusen hat man schließlich nicht alle
Tage. Och zu gütig, Sir Francis. Habe ich ihnen
nicht befohlen, mich auf gar keinen Fall mit
dienstlichen Angelegenheiten zu behelligen. Sir
Francis. Antworten Sie, Gates, habe ich oder habe

Prof. van Dusen: Doktor Tschu Man Fu (RIAS 1981)
Prost Prof. Auf mein Wohl und auf Ihres natürlich
auch mein lieber Hatch. Ah Champagner. Ja. Nie
wieder Ziegeltee mit Mehl und ranziger Butter,
keine stinkenden Yaks mehr, keine getrockneten
Kamelfladen, auf die Zivilisation. Auf die
Wissenschaft mein lieber Hatch. Die Wissenschaft
war schuld ich meine an unserer Expedition nach
Zentralasien, Prof van Dusen hatte in
tibetanischen Lamaklöstern die Mysterien
orientalischer Medizin studiert, Akupunktur z.B.,
wissen Sie was das ist, wenn Sie Kopfschmerzen
haben, piekt man Ihnen eine silberne Nadel in den
großen Zeh und dann sind die Kopfschmerzen weg
oder auch nicht, die Reise war sehr anstrengend
gewesen, aufregend auch durch einen
außergewöhnlichen Kriminalfall im Klos

Prof. van Dusen: Robinsons Insel (RIAS 1981)
Neptun bin ich der Herr und Meister des Ozeans und
seiner Geister, es ist daher mein gutes Recht, die
Tauf zu halten recht und schlecht so wie es
schreibt die Sitte vor wenn man fährt über den
Äquator. Bravo. Char mo. Danke sehr, vielen Dank,
danke. Das poetische Kunstwerk, das sie eben
gehört haben, stammt nämlich von mir, ich darf
mich vorstellen, Hutchinson Hatch, Reporter,
Verseschmied nur bei besonderen Anlässen bei einer
Äquatortaufe zum Beispiel, was wäre so eine Taufe
ohne den Meeresgott Neptun, und was wäre Neptun,
ohne einen Monolog in geschliffenen Versen. So
will ich denn zur Taufe schreiten, und euch ein
kühles Bad bereiten, denn Untertauchen das muß
sein. Untertauchen wie dumm. Also wissen Sie Lord
Chip

Prof. van Dusen: Die Erde hat ihn wieder (RIAS
1982)
Ruhe, Ruhe oder ich lasse den Saal räumen, fahren
Sie mit der Befragung Ihres Zeugen fort Herr
Staatsanwalt. Also eine Bombe, Prof. Kleinstein.
So ist es. Begründen Sie diese Feststellung.
Einspruch euer Ehren, die Antwort wäre eine reine
Schlußfolgerung des Zeugen und insofern
unzulässig. Einspruch stattgegeben. Mein Zeuge ist
als wissenschaftlicher Sachverständiger durchaus
qualifiziert. Einspruch stattgegeben. Mr.
Hamburger. Stellen wir die Frage anders, Prof
Kleinstein, was haben Sie entdeckt, als Sie im
Auftrag der Polizei den Tatort untersuchten. Nun,
Spuren von Natriumnitrat, von Kollodium, von
Nitroglykol. Und Nitr oglykol, Natriumnitrat und
Kollodiumwolle sind die Hauptbestandteile von
Ammongelit, ist das so richtig

Prof. van Dusen und der Zirkusmörder (RIAS 1982)
Popeye ist tot, Popeye ist tot Prof. Wer ist tot.
Popeye Prof. Und wer, wenn Sie mir die Frage
gestatten, ist Popeye. Aber Prof, Sie kennen
Popeye nicht, gehen Sie denn nicht in den Zirkus.
Ich bitte Sie, derart kindlichen um nicht zu sagen
kindischen Vergnügungen kann ein seriöser Mensch
wohl nur wenig abgewinnen. So, nun ja also Popeye
ist ich meine war eine unserer größten
Attraktionen, Popeye der schlaue Schimpanse, denkt
und handelt wie ein Mensch. Ein Schimpanse, ein
Menschenaffe der Spezies pantroglodytes, mein
lieber Mr. Mr. Bailey, James Bailey, Direktor und
Miteigentümer des Zirkus Barnum & Bailey, der
größten Show der Welt, drei Manegen, 1000
Mitarbeiter, gigantische Tiershow,
Monstrositätenkabinett. Und wenn

Prof. van Dusen rettet die Venus von Milo (RIAS
1982)
März 1904, Vorfrühling, Vorfrühling in Paris, wer
irgend konnte ging spazieren an der Seine, im
BoisdeBo ulogne, nur einer nicht ProfDrDrDr
Augustus van Dusen bekannt als die Denkmaschine
dabei hätte er eine kleine Erholung gut brauchen
können, erst vor kurzem hatte er nämlich den
komplizierten Fall des teuflisch en
Cinematografenmörders erfolgreich abgeschlossen
und jetzt wandelte er schon wieder auf
kriminologischen Pfaden, das heißt genaugenommen
wandelte er nicht, er saß, er saß und starrte auf
den Bildschirm eines hochmodernen
Röntgenstrahlapparats. Was glauben Sie, Prof. Ich
glaube nicht, Monsieur Popelotte, ich weiß. Um so
besser, was wissen Sie. Man hat Ihnen etwas, wie
sagt man in Unterweltkreisen, mein lieb

Prof. van Dusen und der schreckliche Schneemensch
(RIAS 1982)
Wie hat es eigentlich genau angefangen, wie hat es
eigentlich genau angefangen, unser unglaubliches
Abenteuer in Tibet, der Fall, der in meinen
Aufzeichnungen den Titel trägt Prof. van Dusen und
der schreckliche Schneemensch, jedenfalls nicht
mit dem schrecklichen Schneemensch, hm, der kam
erst später nach dem Typ der plötzlich in unserem
Lager auftauchte. Hallo sie da. Mitten in der
Wüste. Hören sie mal alter Knabe. Es war am Abend
des 20. September 1905, wir hatten gegessen, falls
man das essen nennen kann, Ziegeltee mit Fett und
Gerstenmehl wie jeden Abend, und wie jeden Abend
duftete es lieblich nach ranziger Yakbutter und
angeschmorten Kamelfladen, letztere pflegen die
Mongolen als Brennmaterial zu benutzen

Prof. van Dusen auf dem Hochseil (RIAS 1983)
Hört den Meister, der Meister ist alles, ihr seid
nichts, ihr seid Werkzeuge, ihr seid willenlos,
für euch zählt nur eins, der Wille des Meisters.
Drei Menschen stehen erstarrt, gebannt vor einem
vierten, und dieser vier te ist ein Mann im
Schatten, ein Mann mit gewaltigem schwarzen Bart
und unheimlich stechenden Augen, Ort des
Geschehens, ein Zimmer in einem Wohnhaus, irgendwo
in Athen, Zeit 29. August 1904, am späten Abend.
Ihr wißt was ihr zu tun habt, jeder einzelne von
euch, Diavolo. Ja Meister. Elastico, Elastico ah
ja richtig, Elastico ist ja bereits drüben am
Tatort, Fatima. Jawohl, Meister. Merlini. Meister,
ich höre und gehorche. Es wird Ihnen aufgefallen
sein, meine Damen und Herren, ich selbst,
Hutchinson Hatch weithin

Prof. van Dusen: Wo steckt Prof. van Dusen? (RIAS
1983)
Mein lieber Hatch, vor mir so weit das Auge reicht
die tiefblauen Wasser des Golfs von Neapel, zur
rechten Sorrent und die vielbesungene Insel Capri,
zu linken die majestätische Silhouette des Vesuv
der seine schmale Rauchfahne über den gleichfalls
tiefblauen Himmel zieht, bei solch grandiosem
Panorama mag es verzeihlich sein, daß ein
ansonsten eher nüchterner Wissenschaftler und
nicht zu vergessen Amateurkriminologe ein wenig
ins schwärmen gerät, o bella Napoli. Der Brief des
Prof. erreichte mich am 13. Juli 1904 in einem
kleinen Tessiner Gasthof nahe dem Monte Paradiso,
ein interessanter Fall lag hinter uns, in meiner
van Dusen Chronik trägt er den Titel Rotes Blut
und weißer Käse, vielleicht erinnern Sie sich und
vielleicht

Prof. van Dusen und der grundlose Mord (RIAS 1983)
Erhebet euch von euren Sitzen, das hohe Gericht
betritt den Saal, Sie bleiben stehen Angeklagter,
Ihr Name ist Frederick Oconnor. Jawoll.
Frederickoconnor sie werden beschuldigt am 6.Juli
1903 in seiner Majestät Hauptstadt London Sir
Philip Evan-Burnes heimtückisch und mit Vorbedacht
ermordet zu haben, erklären sie sich für schuldig
oder für nicht schuldig. Nicht schuldig. Mylord.
Hä, ja dann wollen wir mal anfangen, äh wer hat
das Wort. Der Vertreter der Anklage, Mylord.
Wirklich, äh also das Wort hat der Vertreter der
Anklage, äh der Anklage, wie heißt er denn. Sir
James Bladderstone, Mylord. Äh wie, Bladderstone,
merkwürdiger Name, na ja bitte, Sir James
Bladderstone. Mylord, meine Herren Geschworenen,
Mord, vorsätzli

Prof. van Dusen gegen das Phantom (RIAS 1983)
Ein wunderschöner Märzmorgen im Jahre des Herrn
1904, die Sonne war gerade aufgegangen und schien
herab auf Meereswellen, Strand, Klippen und auf
zwei Figuren die über den noch feuchten Sand
dahinspazi erten, es waren sie werden es sich
gedacht haben Prof DrDrDr Augustus van Dusen
allerorten gerühmt als Wissenschaftler als
Kriminologe kurz als die Denkmaschine und meine
Wenigkeit Hutchinson Hatch, wenig er gerühmt aber
doch ganz zufrieden, das heißt im allgemeinen,
diesmal war ich ausgesprochen sauer denn ungerührt
von der schönen Umgebung hielt der Prof mir wieder
mal eine Moralpredigt. Wie oft mein lieber Hatch
habe ich es Ihnen nun schon sagen müssen. Na
bestimmt einige hundert Mal. Nikotin auch in
kleinen

Prof. van Dusen und das Auge des Zyklopen (RIAS
1984)
Ruhe Maureen O Shaughnessy genannt die Sirene, Sie
sind festgenommen. Aus welchem Grund nehmen Sie
mich fest. Diebstahl, sie stehen im dringenden
Verdacht heute abend im Hause von Mr Osgood P
Quackenbush dem diesen gehörigen Rubin Auge des
Zyklopen entwendet zu haben. Das müssen sie
beweisen. Haha, Carusos Gesicht hätten Sie sehen
sollen, Prof, so lang, er hätte sich bequem mit
seinen Plattfüßen selbst drauftreten können und
als die Sirene dann schließlich abgeführt wurde,
stand er da wie ein Häufchen Unglück und sagte
immer wieder, was mach ich bloß, was mach ich
bloß, ich bin verantwortlich für das Auge des
Zyklopen und jetzt ist das Ding weg, es war zu
schön. Mein lieber Hatch. Ja Prof. Habe ich mich
nicht

Prof. van Dusen und der fliegende Teppich (RIAS
1984)
Zählen Sie 2 und 2 zusammen, mein lieber Hatch,
vorbei, Prof, ein für alle mal vorbei, weißt du
was das macht, zwei und zwei. Ja weiß doch jeder
vier. Vier, ich will dir mal sagen, zwei und zwei
ist fünf. Ach was. Oder sechs oder drei oder 77,
nur nicht vier, niemals. Ist ja recht Kamerad,
trinken wir noch einen. Natürlich trinken wir noch
einen, Herr Wirt. Ja. Whisky für mich und meinen
Freund. Whisky gibts hier nicht, hab ich doch
schon dreimal gesagt, na, zwei Absinth, am besten
lasse ich die Flasche auch gleich da. Oh, das ist
ja scheußliches Zeug. Nimms, wie es kommt,
Kamerad, spül alles runter, Prost. In der Stadt
Oran an der nordafrikanischen Küste liegt die zu
recht weithin unbekannte Hafenkneipe zum karierten
Kakadu, und

Prof. van Dusen hilft Scotland Yard (RIAS 1984)
Woran es liegt, weiß ich nicht, vielleicht an Big
Ben oder an ScotlandYard oder einfach an der
Atmosphäre London, London, das weiß jeder, London
ist die Weltmetropole der Kriminologie und wenn
sich in London eine Persönlichkeit aufhält die man
wohl mit fug und recht als Weltmeister der
Kriminologie, der Amateurkriminologie bezeichnen
darf, dann ergibt das eine erlesene Mischung,
Kaviar für Krimikenner sozusagen, denken sie an
den grundlosen Mord, an die Verbrecherjagd im
Wachsfigurenkabinett der Madame Tussauds, denken
sie vor allem an den Fall des geheimnisvollen
Mörders der seine Tat vorher ankündigte, aber da
fällt mir ein an den Fall können sie ja gar nicht
denken weil sie ihn noch nicht kennen, das muß
anders wer

Prof. van Dusen und der Schatz des Maharadschas
(RIAS 1984)
Es war am frühen Morgen des 3. April 1905, seiner
großbritannischen Majestät Passagierschiff Ormuz
unt er Kapitän Bleker lief in den Hafen von Bombay
ein. Da liegt es vor uns Prof, Indien, das Land
der Geheim nisse, das Land der Wunder. Für den
Wissenschaftler mein lieber Hatch gibt es keine
Wunder. Für den Jou rnalisten um so mehr, ich bin
gespannt, was wir hier erleben werden.
Interessanter als das, was sie gerade hinter sich
haben, kann es kaum sein, ich sage nur Prinzessin
Lascaris von Ruritanien. Prof. Besagte Prinz essin
war gar keine, das wissen sie wenn sie das Kapitel
meiner van Dusen Chronik kennen, das den Titel
trägt Hatch will heiraten, der Titel sagt alles,
ich hatte mich wie ein rechter Blopskopp verhalten
und wenn

Prof. van Dusen im wilden Westen (RIAS 1985)
Barranca, hier Barranca, beim Einsteigen beeilen
und die Türen schließen. Trostloses Nest. In der
Tat... Prof. Mein lieber Hatch, was gibt es denn.
Sehen Sie mal zur Tür, ein Indianer, ein richtiger
Indianer, in unserem Abteil. Und deshalb stören
Sie mich beim lesen in meinen Forschungen. Hugh
ich heilige Pfeife des Friedens, welche dem großen
Geist wohlgefälligen Rauch zum Himmel sendet,
großes Häuptling der Pueblos, hugh. Ja sehr
erfreut, Prof. van Dusen. Prof doch nicht so.
Hugh, er Prof. Dr.Dr.Dr.Augustus van Dusen, großer
Wissenschaftler und Kriminologe.
Amateurkriminologe, bitte. Großer Wissenschaftler
und Amateurkriminologe, welcher unter allen
Bleichgesichtern bekannt und berühmt ist als die
Denkmaschine

Prof. van Dusen und der Vampir von Brooklyn (RIAS
1985)
Ach Sie sinds kommen Sie rein, bleiben Sie nicht
an der Tür stehen, was haben Sie denn auf dem
Herzen ah nein. Am 20. Juli 1902 schlug der Vampir
von Brooklyn zum erstenmal zu... Ah da sind Sie ja
pünktlich wie immer, unser Tee wartet schon, was
haben Sie denn auf einmal, ah. Der zweite Mord des
Vampirs geschah am 24. Juli… der dritte am 26.
Juli. Guten Tag, entschuldigen Sie die Verzögerung
ich hatte Angst, es könn te dieser dieser Vampir
sein aber als ich Sie durch den Spion gesehen
habe, treten Sie näher leisten Sie mir ein bißchen
Gesellschaft, nein, nein. Und so ging es weiter,
Schlag auf Schlag, der vierte Mord, der fünfte
Mord, und am 5. August schließlich mordete der
Vampir von Brooklyn zum sechsten Mal, sechs Morde
in

Prof. van Dusen und die blutige Botschaft (RIAS
1985)
Eigentlich war es ja mehr als ein Fall, eigentlich
war es ja mehr als ein Fall, es war sogar eine
ganze Reihe von Fällen, mit denen wir es damals in
Berlin zu tun hatten, das blutige Verbrechen im
Hotel Kaiserhof zB, die rätselhaften Vorgänge im
Reichsschatzamt, das Abenteuer im unheimlichen
Irrenhaus, natürlich auch die Affäre um den
Kriminalassistenten im Waschkorb und aber ich will
hier noch nicht alles verraten, nur soviel, alle
diese Einzelfälle waren so verzahnt so miteinander
verbunden, daß sie schließlich und endlich doch
nur einen einzigen Fall ergaben aber was für einen
meine Damen und Herren. Ah! Ein Zimmermä

Prof. van Dusen auf der Hintertreppe (RIAS 1985)
Am Abend des 10.August 1903 gegen 8 Uhr, London
EastEnd, finstere Gegend und finsteres Wetter,
Regen, leichter Nebel, Dämmerung, leere Straßen,
nur abundzu das Rasseln einer Droschke, der Ruf
eines blinden Bettlers und die Schritte zweier
Männer die unter Regenschirmen zielbewußt
voranstreben plötzlich bleiben sie stehen, etwa 20
Meter vor ihnen spielt sich eine merkwürdige Szene
ab, drei Gestalten in langen weißen Mänteln
schleppen einen unförmigen Sack zu einer Kutsche
am Straßenrand. Prof. Hm. Der Sack zappelt. Dies
ungewöhnliche faktum mein lieber Hatch ist mir
nicht entgangen. Hilfe. Und um Hilfe ruft er auch
der Sack. Ohne jeden Zweifel. Wissen sie was Prof
in dem Sack steckt ein Mensch. Was sie nicht sagen
mein lie

Prof. van Dusen: Schall und Rauch (RIAS 1986)
Guten Abend meine Damen und Herren, Sie kennen
mich oder besser gesagt, Sie kennen meine Stimme,
ich bin Hutchinson Hatch, der mehr oder weniger
rasende Reporter aus NewYork ansonsten Chronist
Assistent und Begleiter von Prof DrDrDr Augustus
van Dusen, dem großen Wissenschaftler und genialen
Kriminologen. Amateurkriminologe, mein lieber
Hatch, Amateurkriminologe, allmählich sollten sie
es wissen. Ach Verzeihung Herr Prof, natürlich dem
genialen Amateurkriminologen, der in Ost und West,
in Nord und Süd und überall sonst bekannt ist als
die Denkmaschine, die Geschichte, die ich Ihnen
heute erzählen will, gehört zu den kleineren
Fällen des großen Prof, aber dem großen ist alles
groß und gerade die Affäre um den

Prof. van Dusen trifft Kaiser Wilhelm (RIAS 1986)
Bis heute ist sie ein strenggehütetes Geheimnis
geblieben die sensationelle ja geradezu
unglaubliche Affäre um den deutschen Kaiser
Wilhelm den zweiten, die sich im Sommer des Jahres
1904 auf der ostfriesischen Insel Norderney
zugetragen hat, in der Öffentlichkeit kursierten
damals nur vage Gerüchte, über eine gewisse
delikate Angelegenheit, in der Prof. van Dusen
seiner Majestät unter die Arme greifen konnte,
mehr wußte niemand, außer den direkt Beteiligten
natürlich, aber jetzt ist es soweit, vor ihren
Ohren meine Dam en und Herren, werde ich die
Wahrheit, die volle Wahrheit enthüllen, über einen
der kuriosesten Fälle des großen Kriminologen und
über eine raffinierte Intrige, die beinahe den
Lauf der Weltgeschichte verändert

Prof. van Dusen: Dritte Runde für van Dusen (RIAS
1986)
Der Expreß von Bukarest nach Konstanza donnerte
durch die Nacht, vorbei an galarischen Dörfern, an
Maisfeldern und Schafweiden über die große
Donaubrücke bei Cernavoda und weiter in die platte
Steppenlandschaft der Dobrudscha, es war am 13.
Oktober 1904 gegen 10 Uhr abends, wir hatten ein
ganz anständiges Abendessen hinter uns und
unterhielten uns noch ein bißchen vor dem
schlafengehen, Prof van Dusen war bester Laune und
das kommt wie sie wissen nun wirklich nicht jeden
Tag vor, er hatte gerade die theoretischen
Grundlagen für eine völlig neuartige
Rechenmaschine entwickelt, nebenbei nur so aus
Spaß. Com puter, Computer, so möchte ich das Gerät
nennen. Hört sich sehr interessant an, Prof. Hhm.
Erzählen Sie

Prof. van Dusen und der Leichenräuber (RIAS 1986)
Mr H.Hatch! Mach den Mund zu Tommy und die Tür
auch von außen. Mr Hatch der Chef will Sie
sprechen Mr Hatch. So das wird ja wohl noch ein
bißchen Zeit haben, der Artikel hier muß nämlich
um 5 fertig sein also zieh ab, und komm in einer
Stunde wieder. Sofort hat Mr. De Witt gesagt, sie
sollen alles stehen und liegen lassen, der Chef
ist sauer, Mr Hatch und wissen sie wer bei ihm
ist, Detective Sergeant Caruso. Ach du dicker
Vater. Die Woche fing ja gut an, heute war nämlich
Montag, Montag der 31. Oktober 1898, kein blauer
Montag, eher ein schwarzer, der Chef und Caruso,
bißchen viel auf einmal aber jammern half nichts
wenn Mr DeWitt Chefredakteur des DailyNewYorker
pfeift dann hat Reporter Hutchinson Hatch zu
erschei

Prof. van Dusen und der Mafiamord (RIAS 1986)
Ich schlief, und ich träumte, einen prophetischen
Traum, wie sich herausstellen sollte, ich saß in
einem italienischen Restaurant. Aufessen, essen
Sie auf, Mr. Hatch. Vor mir auf dem Tisch stand
eine Schüssel Spagh etti, so groß wie die Kuppel
vom Capitol. Aufessen, essen Sie auf, Mr Hatch.
Diese gewaltige Menge sollte ich ganz allein
aufessen. Aufessen, essen Sie auf, Mr Hatch. Mein
Chefredakteur saß mir gegenüber. Auf wachen,
wachen Sie auf, Mr Hatch, aufwachen, wachen Sie
auf, Mr Hatch. Nein nein, ich kann nicht mehr.
Bitte Sir wachen Sie auf, Sie werden am Telefon
verlangt. Das war natürlich nicht der
Chefredakteur, das war Henry, mein kombinierter
Kammerdiener, Butler und auch Chauffeur wenn ich
keine Lust habe meinen

Prof. van Dusen und die verschwundenen Millionäre
(RIAS 1987)
Es war die Hochzeit des Jahres, ganz New York
redete darüber und ganz New York war dabei, das
Fußvolk stand draußen und reckte die Hälse, die
geladenen Spitzen der Gesellschaft saßen drinnen
in der kleinen aber feudalen St.Paulskapelle am
Broadway der ältesten Kirche der ganzen Stadt,
Gold Silber und Juwelen glitzerten, Orchideen
dufteten, Unsinn, Orchideen duften nicht, aber sie
waren jedenfalls da, wie alles was Rang und Namen
hatte, denn Bräutigam und Braut gehörten
unbestritten zur absoluten creme de la creme, zu
den oberen 400, wie man in New York sagt. Willst
du, Hutchinson Jefferson Hatch, die hier anwesende
Penelope De Witt, zu deinem dir ehelich
angetrauten Weibe nehmen, sie lieben und ehren bis
daß der Tod

Prof. van Dusen und der schwarze Ritter (RIAS
1987)
Sie wollen mir doch nicht erzählen, Prof, daß Sie
sich für einen englischen König aus dem
Mittelalter inter essieren oder für eine
historische Ausstellung, Sie doch nicht Prof, da
kenn ich Sie besser, Sie sind Prof Dr Dr Dr
Augustus van Dusen, der weltberühmte
Wissenschaftler und Amateurkriminologe, Sie sind
die Denkmaschine. Und Sie mein lieber Hatch sind
zur Zeit mein Chauffeur, darf ich sie ersuchen
sich dieser Tatsache zu erinnern, den Strom ihrer
belanglosen Rede einzudämmen und ihre
Aufmerksamkeit auf die Landstraße zu richten. Ach
wissen Sie Prof, ich kann Automobilfahren und
gleichzeitig reden, das macht mir nichts aus. Aber
mir mein lieber Hatch haben Sie also die Güte sich
mit geschlossenem Mund auf die Lenkung des

Prof. van Dusen in Marokko (RIAS 1987)
Tanger, Marokko, geheimnisvoller Orient, Land der
Wunder und Mysterien, Stätte blutiger Intrigen und
haarsträubender Abenteuer. Was reden Sie da wieder
für ein Unsinn, mein lieber Hatch, wie selbst
Ihnen bekannt sein dürfte, liegt Tanger
keinesfalls im Orient im Osten, vielmehr im
Westen, gen Sonnenuntergang im Maghreb wie der
Araber sagt, ferner. Aber Prof, seien Sie doch
nicht so kleinlich, das ist doch nur der
Aufmacher, die Schlagzeile sozusagen, damit die
Leute herhören. Ein billiger journalistischer
Trick, mein lieber Hatch, unangemessen und
unnötig, immerhin geht es um ein neues Kapitel der
van Dusen Chronik, seit langem erwartet die
Menschheit eine präzise wahrheitsgetreue
Schilderung unserer Erlebnisse in Maro

Prof. van Dusen: Ein Dinosaurier für Prof. van
Dusen (RIAS 1987)
Hören Sie meine Herren hören Sie den Pfiff der
Lokomotive, welch lieblicher welch erhabener
Klang. Lieblich na ich weiß nicht. Im übertragenen
Sinne natürlich, symbolisch wenn sie verstehen was
ich meine, scha uen Sie aus dem Fenster unseres
luxuriösen mit allen Errungenschaften modernster
Technik ausgestatteten Pullmanwagens, hier in
dieser Wüstenei, wo noch unlängst die wilde
Rothaut ihr Leben vertändelte in sinnloser, wohl
gar blutiger Muse, in dieser Wüstenei, meine
Herren, eilt heute ein amerikanisches Dampfroß
zielstrebig fürbaß, ein Bote, ein Wahrzeichen des
unaufhaltsamen Fortschritts. Es ratterte durch den
Süden des Bundesstaates Wyoming, das amerikanische
Dampfroß, rechts und links eintönige Prärie, am
Horizont

Prof. van Dusen und der Fall Hatch (RIAS 1987)
Hutchinson Hatch, der Assistent und treue Chronist
Prof. van Dusens, sitzt in der Klemme, genauer
gesagt in einer Gefängniszelle, welche
geheimnisvollen Machenschaften brachten ihn hinter
Gitter, hören Sie Prof van Dusen und der Fall
Hatch, von Michael Koser. Ok Doc, was sagt der
Fachmann. Nun, eine abschließende Diagnose wird
sich natürlich erst in der Folge einer extensiven
Anamnese stellen lassen, doch bereits nach
kursorischer Examination des Patienten stehe ich
nicht an, die evidente Manifestation einer akuten
Psychose zu konstatieren, welche Psychose so
werden Sie fragen, Lieutenant, lassen Sie mich
Ihnen diese Antwort geben, wir sehen uns mit jenem
spezifischen Syndrom konfrontiert welches gewisse
sich progressiv


 Senf Nr. 3786 von Hörspiele von Michael Koser vom 03.10.2025 um 17.02Uhr
Michael Koser: Professor van Dusen:
Prof. van Dusen: Eine Unze Radium (RIAS 1978)
Wie Sie wahrscheinlich wissen Mr.Hatch ist Radium
ein rätselhaftes praktisch noch unerforschtes
Element. Rätselhaft, praktisch unerforscht. Warum
Mr Hatch, warum sendet Radium Strahlen aus. Ja
warum. Und welche Wirkung haben diese Strahlen.
Wirkungen Strahlen. Diese Fragen vor allem gilt es
zu beantworten Mr Hatch. Meinen Bericht über den
höchst merkwürdigen Fall der verschwundenen Unze
Radium kann ich bei aller Bescheidenheit kaum
besser beginnen als mit dem Gespräch, das ich
damals für meine Zeitung, den Daily New Yorker mit
Prof. Dexter vom physikalischen Institut führte,
Gespräch ist allerdings nicht der rechte Ausdruck,
Prof. Dexter ein Wissenschaftler von der leicht
begeisterten Sorte, hielt mir einen Vortrag

Prof. van Dusen: Das sicherste Gefängnis der Welt
(RIAS 1978)
Ich, meine Herrschaften, ich, Prof. Augustus van
Dusen, Dr. der Philosophie, der
Naturwissenschaften, der Medizin usw usw Mitglied
diverser Akademien und zahlreicher
wissenschaftlicher Gesellschaften ich erklär
hiermit feierlich daß einem wahrhaft intelligenten
Menschen nichts wohlgemerkt nichts unmöglich ist.
Hört hört. Ich habe gesprochen. Mit dem
wahrhaftintelligenten Menschen meinen Sie ja wohl
in erster Linie sich selbst nicht wahr Prof.
Selbstverständlich, mein bester, kenne dich
selbst. Ah. Solon, 6. Jh. vor Chr. Darauf muß ich
was trinken, Ober noch eine Flasche Champagner.
Die Geschichte, die ich Ihnen erzählen möchte,
begann an einem Frühlingsabend bei Chirico in der
5thAvenue wo sich eine kleine aber erlesene
Gesellsch

Prof. van Dusen: Mord bei Gaslicht (RIAS 1978)
Ja, Moment, ich muß erst den Satz zu Ende
schreiben, ja bitte? Hallo? Ja? Spreche ich mit
Mr. Hatch, Mr Hutchinson Hatch vom Daily New
Yorker? Ja und wer sind Sie. Oh natürlich
verzeihen Sie, Henley ist mein Name, Weldon
Henley, erinnern Sie sich noch an mich? Ah ja ich
erinnerte mich an ihn aus den guten alten Zeiten,
als ich noch freier Mitarbeiter bei der eleganten
Welt war und die Spalte Klatsch mit Hatch schrieb,
Sie wissen schon, wer mit wem wo wann wie lange
und bei meinen ungeheuer anstrengenden Recherchen
auf Mitternachtsparties und dergleichen war ich
des öfteren auch auf Mr. Weldon Henley gestoßen,
daß er mir einen unauslöschlichen Eindruck
hinterlassen hatte, kann ich zwar gerade nicht
behaupten, aber aufge

Prof. van Dusen: Der Mann, der seinen Kopf verlor
(RIAS 1979)
Wie so viele Fälle in der ruhmreichen Laufbahn von
Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen, genannt die
Denkmaschine begann auch dieser damit daß James,
van Dusens getreues Faktotum, an die Tür des
Labors klopfte, hinter der sich sein Herr mit
chemischen, vielleicht auch physikalischen oder
biologischen, auf alle Fälle epochalen
Untersuchungen beschäftigte, es war an einem
kühlen Herbstnachmittag, genauer am 20. September
1902. Ja? Herr Professor. Wie oft habe ich ihnen
schon gesagt James daß Sie mich während der
Experimente auf gar keinen Fall stören dürfen. Ja
ich weiß Herr Prof. Nabitte. Entschuldigen sie
Herr Prof aber der Herr läßt sich nicht abweisen.
Welcher Herr. Der Herr an der Tür, Herr Prof, der
Herr der sie un

Prof. van Dusen: Stirb schön mit Shakespeare (RIAS
1979)
Verschwunden? Ja Prof, spurlos verschwunden. Hm.
In Luft aufgelöst, und das praktisch vor meiner
Nase. Nun ja. Und vor 300 Zuschauern. Ach das
klingt schon anders, hat man die Polizei
verständigt. Natürlich und Detective Sergeant
Caruso ist auch schon fleißig am suchen, aber er
wird nichts finden, der Fall ist so rätselhaft, so
unerklärlich, daß nur einer ihn lösen kann, Prof
Dr Dr Dr Augustus van Dusen genannt die
Denkmaschine und deshalb bin ich hier. Sehr
schmeichelhaft mein lieber Hatch, ich glaube Ihr
Fall interes siert mich, erzählen Sie mir die
Geschichte. Ja. Die ganze Geschichte mit allen
Einzelheiten von Anfang an. Also ich war gestern
abend im Theater. Die ganze Welt ist Bühne und
alle Frauen und Männer bloße Spiele

Prof. van Dusen: Die Perlen der Kali (RIAS 1979)
Man schrieb den 7.Mai des Jahres 1903, es war
Frühling in NewYork, im Central Park blühten die
Krokusse, die Wolkenkratzer am Timessquare
schossen in die Höhe und in der Wallstreet
vermehrten sich die Doll ars auf wunderbare Weise,
nicht daß von all dem viel zu sehen gewesen wäre,
es nämlich dunkel, genauer eine halbe Stunde vor
Mitternacht, ganz davon abgesehen, daß der New
Yorker Frühling mich gerade jetzt ziemlich kalt
ließ, denn ich war dabei, meine geliebte Vater-
und Heimatstadt für längere Zeit zu verlassen.
Alle Besucher von Bord bitte. Mein Name ist Hatch,
Hutchinson Hutch, Reporter beim Daily New Yorker,
dem Weltblatt der Weltstadt und wenn Sie jetzt
fragen warum ich mich vom Broadway verabschiede um
die

Prof. van Dusen: Whisky in den Wolken (RIAS 1979)
Hoch, da, da geht er hoch, sehen Sie doch, Prof,
er steigt, er steigt. Ja was haben Sie denn
erwartet, natürlich steigt er, er muß ja steigen.
Und wie er steigt Prof, jetzt muß er schon 500m
hoch sein mindestens 600, 700, das geht ja wie die
Feuerwehr. Die physikalischen Eigenschaften des
Wasserstoffgases wie ich soeben auszuführen
gedachte als Sie mich unterbrachen bedingen doch.
Um Gotteswillen, eine Explosion an Bord, eine
Stichflamme, das Gas, das Gas hat sich entzündet,
der Ballon steht in Flammen, er stürzt ab, oh
Gott, wie, wie konnte das geschehen, Prof. Das,
mein lieber Hatch muß und wird untersucht werden,
nehmen Sie den Hut ab, was wir hier mitansehen ist
nicht nur das Ende eines großen wissenschaftlichen
Unternehmens

Prof. van Dusen: Wettbewerb der Detektive (RIAS
1979)
Wenn jemand behauptet der Fall des verschwundenen
Ministers sei der ungewöhnlichste in der langen
ruhmreichen Laufbahn von Prof Dr Dr Dr Augustus
van Dusen genannt die Denkmaschine, dann werde ich
bestimmt nicht widersprechen, und der Prof. selbst
wohl auch nicht, dabei fing alles ganz harmlos an,
ich saß in unserem Londoner Hotel dem Savoy am
Kamin und studierte die Times vom Tage. Irland
Einfuhrzoll für Getreide, nicht viel los in der
Politik, ah Hofnachrichten, 9 September 1903,
seine Majestät König Edward der 7. hält sich
zurzeit in Schloß Roche Abbey bei Doncaster auf,
um die dortigen Galopprennen mit seinem Besuch zu
beehren, dem gehts gut, auch Innenminister Lord
Chesterfield befindet sich nicht in Lon

Prof. van Dusen: Ein Mörder bei Madame Tussaud
(RIAS 1979)
London 16. November 1903, am frühen Abend,
typisches englisches Herbstwetter, Regen, Kälte,
Nebel, während Big Ben die sechste Stunde schlägt,
geschieht im vornehmen Hotel Savoy am Victoria
Embankment folgendes: ein Kellner in der Hand ein
Tablett mit einem Sektkühler, einer Flasche und
einem Glas stürzt in das Büro des Hoteldirektors,
bleich wie der Tod. Herr Direktor Mr Bunny Sir.
Was soll denn das wiederum heißen, seit wann ist
es im Savoy Sitte, ohne Anmeldung und ohne
anzuklopfen in das Büro des Direktors
einzudringen. Aber, aber Herr Direktor. Sie sind
doch Kellner bei uns, wie ich sehe, Name. Max, Max
Nicholas Zimmerkellner im vierten Stock, aber aber
hören Sie doch Herr Direktor. Und Sie sind, wie
ich eben

Prof. van Dusen: Lebende Bilder - toter Mann (RIAS
1979)
Calais, Calais, der Expreß nach Paris fährt in
Kürze ab, beim Einsteigen bitte beeilen. Ah
Frankreich Prof la belle France, das Land der
Kultur und der Lebensfreunde, Jack Offenbach, die
Kathedrale von Chartres, Emil Zola,
Tivolibouexiere, Champagner, Trüffel, Schnecken
mit Knoblauch. Wie ich schon des öfteren
Gelegenheit hatte festzustellen mein lieber Hatch,
Sie besitzen einen bemerkenswerten Sinn für das
unwesentliche. So. Zum Express nach Paris bitte
einsteigen und die Türen schließen, der Zug fährt
ab. Was hätte ich denn Ihrer Meinung nach erwähnen
sollen, Prof. Vor allem doch dieses, daß sich in
Frankreich zur Zeit ein für unsere gesamte
Zivilisation bedeutungsvoller, ja wegweisender
Prozeß vollzieht, ich meine die Verbind

Prof. van Dusen: Sein erster Fall (RIAS 1979)
Einer, zwei, drei, vier, fünf, sechs sieben. Am
frühen Morgen hatten wir Paris verlassen, die
Grenzkontrolle lag hinter uns und jetzt fuhren wir
quer durch das deutsche Reich, ich langweilte mich
ungeheuer, der Zug hatte keinen Speisewagen und
draußen gabs nichts zu sehen, nur Wiesen und
Wälder, abundzu einen Kirchturm oder einen Ochsen
auf dem Feld. Was um alles in der Welt treiben sie
denn da, Hatch. Siebzehn, ich zähle die Ochsen
draußen auf dem Feld, achtzehn. Ochsen zählen sie,
ohne Frage eine Tätigkeit die Ihnen angemessen
ist, mein lieber Hatch, darf ich dennoch darum
bitten, daß sie das einstellen, sie stören mich.
Was soll ich denn tun Prof, mir ist langweilig.
Nehmen sie sich ein Beispiel an mir, arbeiten sie.
Prof. Dr.

Prof. van Dusen: Stimmen aus dem Jenseits (RIAS
1980)
Kennen Sie Bad Emsingen, nein, na dann lassen Sie
sich mal was aus dem Baedeker vorlesen, Band
Mitteldeutschland, Ausgabe von 1903, ja hier, im
Herzen des Fürstentums Schleuß-Reitz-Wittgenstein,
inmitten grüner Wälder und ausgedehnter Weinberge,
liegt Bad Emsingen, mit 2000 Einwohnern nach der
Hauptstadt Wittgenstein die größte Ortschaft des
Fürstentums, Kenner deutscher Badeorte werden hier
zwar die internationale Atmosphäre vermissen, wie
sie etwa Kissingen oder Baden-Baden auszeichnet,
wer jedoch Ruhe sucht und Linderung von Leiden des
Verdauungs- und Nervensystems, wird beides in Bad
Emsingen finden, das heilkräftige Wasser der
Fürstenquelle wird allgemein gerühmt, der
gepflegte Kurpark und die

Prof. van Dusen: Wer stirbt schon gern in Monte
Carlo (RIAS 1980)
Mesdames, faites vos jeux, rien ne va plus,
dixneuf rouge impair passe. Wieder nix dann auf
ein neues. Mes dames, faites vos jeux, rien ne va
plus, huit noir pair manque. Danke mein Freund,
hier für die Bank. Merci Monsieur de Marquis.
Sagenhaft Marquis, 6000 Franc und das heute abend
schon zum 12 mal oder. Zum 13, Milord. Sagenhaft,
gestern eine runde viertel Million, heute, wieviel
haben Sie heute gewonnen. Genau 78 000 Franc,
bisher. Sagenhaft. Dem glücklichen Milord schlägt
keine Stunde, Sie haben ja auch nicht gerade Pech
gehabt. Mein Gott Marquis die paar 1000 Franc
nicht der Rede wert. Mesdames, faites vos jeux.
Montecarlo mehr brauche ich nicht zu sagen, Sie
wissen bescheid, Säulen und Samt, Kristallüster,
Gold auf

Prof. van Dusen: Rotes Blut und weißer Käse (RIAS
1980)
Ah das ist eine Luft, was meine Herren, weich wie
Samt, klar wie ein Bergquell, rein wie ein frisch
gebadetes Baby. Kaum Kohlenmonoxid, keine
Schwefelverbindungen. Die schiere Gesundheit meine
Herren, Natur atmen sie, atmen sie tief durch.
Eine gute Havanna wäre mir lieber. Aber Hatch.
Nein keine Sorge Prof, ich verkneife mir meine
unnatürlichen Gelüste. So ist es recht Mr. Hatch,
lassen sie alles hinter sich, was den Menschen an
der wahren Entfaltung seines ichs hindert, Nikotin
und Alkohol, einschnürende Kleidung, die
Konventionen der sog. Gesellschaft, das
nervenzerfetzende Chaos der großen Städte. Ach New
York, hätten Sie mich bloß nicht erinnert, Dr.
Pontifex, Broadway, Times Square, Central Park,
die Freiheitsstatue, wie

Prof. van Dusen: Zocker, Zossen und Zinnober (RIAS
1980)
Mitten in Europa liegt das deutsche Kaiserreich,
mitten in Deutschland liegt Berlin, mitten in
Berlin liegt die Straße unter den Linden, und
mitten auf dieser Straße befanden sich am 24. Juni
1904 unter hunderten von Menschen zwei
amerikanische Weltreisende, Prof DrDrDr Augustus
van Dusen, die Denkmaschine zu benannt und meine
Wenigkeit Hutchinson Hatch, es war ein herrlicher
Tag, die Passanten trugen Musselin kleider sofern
weiblich und falls männlich Flanellanzüge und
Panamahüte, die Sonne schien und über die Straße
zog die Wache mit klingendem Spiel, die Luft roch
nach Sommer, nach Blüten, Kiefernharz, Staub und
Schweiß, nach Bier und nach Knackwurst mit
Mostrich, aber was wir zu diesem Zeitpunkt noch
nicht w

Prof. van Dusen: Duell der Giganten (RIAS 1980)
In Rußland ist alles anders, als wir gestern aus
Berlin abfuhren war es der 19. Juli 1904, und
heute in Rußland hatten wir nicht etwa den 20.
Juli, nein wir waren ganze 13 Tage zurück und
schrieben erst den 7. Juli 1904, und warum, weil
die Russen immer noch einen Kalender aus dem
Altertum haben und den haben sie, weil sie
unbedingt anders sein wollen als alle andern.
Sankt Petersburg hier Sankt Petersburg, Warschauer
Bahnhof, Endstation, alles aussteigen. Das war
vielleicht auch der Grund, weshalb der Fall, der
uns in St. Petersburg erwartete, sich so sehr von
den Fällen unterschied, mit denen es Prof. Dr. Dr.
Dr. Augustus van Dusen genannt die Denkmaschine,
ansonsten zu tun hatte, nicht weil es um die
Kronjuwelen des Zaren ging

Prof. van Dusen: Das Gefängnis des Grafen Dracula
(RIAS 1980)
Glauben Sie mir, Prof. van Dusen darf man keinen
Moment aus den Augen lassen, ein einziges Mal habe
ich es getan und prompt rutschte der große Mann
bis über die Ohren in die Bredouille aus der er
sich dann ganz allein herausarbeiten mußte, ohne
seinen getreuen Freund und Helfer Hutchinson
Hatch, es war in Sofia, im Herbst des Jahres 1904,
der Prof. hatte einen ungeheuerlichen Fall
aufgeklärt, in den Kronprinz Boris verwickelt
gewesen war und deshalb lebten wir als Ehrengäste
des fürstlichen Hofes wie die Maden im Speck, ich
fing an mich zu langweilen und als sich mir die
Gelegenheit zu einer Spritztour über die Gren ze
bot griff ich sofort zu, in Mazedonien war damals
der Teufel los, bulgarische Banditen, serbische
Komita

Prof. van Dusen: Im Harem sitzen heulend die
Eunuchen (RIAS 1981)
Konstantinopel, Konstantinopel ist die Königin der
Städte, hat mal jemand gesagt, und dieser jemand
hat gar nicht so unrecht, Konstantinopel ist
wunderschön, wenn man nicht allzunah rangeht, gute
drei Wochen waren wir jetzt schon hier wir hatten
alle Sehenswürdigkeiten besichtigt, die
HagiaSophia, die Eyüpmosmo schee, das Kloster der
heulenden Derwische, den alten Sultanspalast und
jetzt war uns langweilig, präziser gesagt mir war
langweilig, der Prof. langweilt sich bekanntlich
nie, er arbeitete fleißig, vielleicht an seiner
atomaren Strukturtheorie oder an einer neuen
Erfindung, während ich aus dem Fenster unseres
Salons im Pera Palace Hotel lehnte und die
Aussicht beguckte, die hauptsächlich aus dem
städtischen Zentralfriedhof

Prof. van Dusen: Der Fluch des Pharao (RIAS 1981)
Luxor meine Herrschaften, wir sind in Luxor
gelandet, zur Besichtigung der altägyptischen
Tempel von Theben hier aussteigen. Merkwürdig. Was
ist merkwürdig Prof. Benedict. Wieso ich seh ihn
nicht. Ja das ist ja gerade das merkwürdige, mein
lieber Hatch, ich sehe ihn nämlich auch nicht,
dabei habe ich ihn sehr nachdrücklich gebeten uns
an der Landungsstelle abzuholen, das fängt ja gut
an. So wie es anfing, sollte es auch weitergehen
in der Geschichte vom Fluch des Pharao und von den
drei Leichen im Tal der Könige, damit meine ich
nicht, daß sich aus einer Touristenreise ein
komplizierter Kriminalfall entwickelt, das ist
normal wenn Prof DrDrDr Augustus van Dusen die
weltberühmte Denkmaschine durch die Lande zieht,
er

Prof. van Dusen: Hatch will heiraten (RIAS 1981)
Ich weiß gar nicht, ob ich sie Ihnen überhaupt
erzählen soll, die Geschichte von der Prinzessin
aus Ruritanien und von der merkwürdigen Hochzeit
an Bord der Ormuz, ein richtiger Kriminalfall ist
sie eigentlich nicht und deshalb hat sie in meiner
Chronik der Abenteuer von Prof v. Dusen an sich
auch nichts zu suchen aber dann frage ich mich was
würde wohl der Prof dazu sagen. Mein lieber Hatch
was haben sie gegen die Geschichte. Ach wissen Sie
Prof. Wenn ich recht verstehe, ist sie Ihnen nicht
kriminell genug. Genau Prof. Mein lieber Hatch, da
kann ich sie beruhigen, Dummheit ist doch auch
kriminell, ganz zu schweigen von Betrug,
Vortäuschung falscher Tatsachen. Eigentlich habe
ich mehr an Mord und Totschlag gedacht. Mord

Prof. van Dusen: Der Kopfjäger von Singapur (RIAS
1981)
Ahaha und auch das dürfte Sie interessieren, meine
Herren, in den drei Jahren seit meinem Amtsantritt
ist der Ananasexport der Kolonie um 17,6 Prozent
gestiegen, haha, um 17,6 Prozent meine Herren. Was
Sie nicht sagen. Gewaltig. Ja nicht wahr, noch ein
Glas Portwein. Ich weiß nicht. Danke Sir Francis,
aber ich fürchte, es ist bereits 2 Uhr. Ja. Sir
Francis? Ja Gates? Inspector Boggles, Sir Francis,
er wünscht sie zu sprechen. Aber Gates, ich habe
mir jede Störung strikt verbeten, einen Gast wie
Prof. van Dusen hat man schließlich nicht alle
Tage. Och zu gütig, Sir Francis. Habe ich ihnen
nicht befohlen, mich auf gar keinen Fall mit
dienstlichen Angelegenheiten zu behelligen. Sir
Francis. Antworten Sie, Gates, habe ich oder habe

Prof. van Dusen: Doktor Tschu Man Fu (RIAS 1981)
Prost Prof. Auf mein Wohl und auf Ihres natürlich
auch mein lieber Hatch. Ah Champagner. Ja. Nie
wieder Ziegeltee mit Mehl und ranziger Butter,
keine stinkenden Yaks mehr, keine getrockneten
Kamelfladen, auf die Zivilisation. Auf die
Wissenschaft mein lieber Hatch. Die Wissenschaft
war schuld ich meine an unserer Expedition nach
Zentralasien, Prof van Dusen hatte in
tibetanischen Lamaklöstern die Mysterien
orientalischer Medizin studiert, Akupunktur z.B.,
wissen Sie was das ist, wenn Sie Kopfschmerzen
haben, piekt man Ihnen eine silberne Nadel in den
großen Zeh und dann sind die Kopfschmerzen weg
oder auch nicht, die Reise war sehr anstrengend
gewesen, aufregend auch durch einen
außergewöhnlichen Kriminalfall im Klos

Prof. van Dusen: Robinsons Insel (RIAS 1981)
Neptun bin ich der Herr und Meister des Ozeans und
seiner Geister, es ist daher mein gutes Recht, die
Tauf zu halten recht und schlecht so wie es
schreibt die Sitte vor wenn man fährt über den
Äquator. Bravo. Char mo. Danke sehr, vielen Dank,
danke. Das poetische Kunstwerk, das sie eben
gehört haben, stammt nämlich von mir, ich darf
mich vorstellen, Hutchinson Hatch, Reporter,
Verseschmied nur bei besonderen Anlässen bei einer
Äquatortaufe zum Beispiel, was wäre so eine Taufe
ohne den Meeresgott Neptun, und was wäre Neptun,
ohne einen Monolog in geschliffenen Versen. So
will ich denn zur Taufe schreiten, und euch ein
kühles Bad bereiten, denn Untertauchen das muß
sein. Untertauchen wie dumm. Also wissen Sie Lord
Chip

Prof. van Dusen: Die Erde hat ihn wieder (RIAS
1982)
Ruhe, Ruhe oder ich lasse den Saal räumen, fahren
Sie mit der Befragung Ihres Zeugen fort Herr
Staatsanwalt. Also eine Bombe, Prof. Kleinstein.
So ist es. Begründen Sie diese Feststellung.
Einspruch euer Ehren, die Antwort wäre eine reine
Schlußfolgerung des Zeugen und insofern
unzulässig. Einspruch stattgegeben. Mein Zeuge ist
als wissenschaftlicher Sachverständiger durchaus
qualifiziert. Einspruch stattgegeben. Mr.
Hamburger. Stellen wir die Frage anders, Prof
Kleinstein, was haben Sie entdeckt, als Sie im
Auftrag der Polizei den Tatort untersuchten. Nun,
Spuren von Natriumnitrat, von Kollodium, von
Nitroglykol. Und Nitr oglykol, Natriumnitrat und
Kollodiumwolle sind die Hauptbestandteile von
Ammongelit, ist das so richtig

Prof. van Dusen und der Zirkusmörder (RIAS 1982)
Popeye ist tot, Popeye ist tot Prof. Wer ist tot.
Popeye Prof. Und wer, wenn Sie mir die Frage
gestatten, ist Popeye. Aber Prof, Sie kennen
Popeye nicht, gehen Sie denn nicht in den Zirkus.
Ich bitte Sie, derart kindlichen um nicht zu sagen
kindischen Vergnügungen kann ein seriöser Mensch
wohl nur wenig abgewinnen. So, nun ja also Popeye
ist ich meine war eine unserer größten
Attraktionen, Popeye der schlaue Schimpanse, denkt
und handelt wie ein Mensch. Ein Schimpanse, ein
Menschenaffe der Spezies pantroglodytes, mein
lieber Mr. Mr. Bailey, James Bailey, Direktor und
Miteigentümer des Zirkus Barnum & Bailey, der
größten Show der Welt, drei Manegen, 1000
Mitarbeiter, gigantische Tiershow,
Monstrositätenkabinett. Und wenn

Prof. van Dusen rettet die Venus von Milo (RIAS
1982)
März 1904, Vorfrühling, Vorfrühling in Paris, wer
irgend konnte ging spazieren an der Seine, im
BoisdeBo ulogne, nur einer nicht ProfDrDrDr
Augustus van Dusen bekannt als die Denkmaschine
dabei hätte er eine kleine Erholung gut brauchen
können, erst vor kurzem hatte er nämlich den
komplizierten Fall des teuflisch en
Cinematografenmörders erfolgreich abgeschlossen
und jetzt wandelte er schon wieder auf
kriminologischen Pfaden, das heißt genaugenommen
wandelte er nicht, er saß, er saß und starrte auf
den Bildschirm eines hochmodernen
Röntgenstrahlapparats. Was glauben Sie, Prof. Ich
glaube nicht, Monsieur Popelotte, ich weiß. Um so
besser, was wissen Sie. Man hat Ihnen etwas, wie
sagt man in Unterweltkreisen, mein lieb

Prof. van Dusen und der schreckliche Schneemensch
(RIAS 1982)
Wie hat es eigentlich genau angefangen, wie hat es
eigentlich genau angefangen, unser unglaubliches
Abenteuer in Tibet, der Fall, der in meinen
Aufzeichnungen den Titel trägt Prof. van Dusen und
der schreckliche Schneemensch, jedenfalls nicht
mit dem schrecklichen Schneemensch, hm, der kam
erst später nach dem Typ der plötzlich in unserem
Lager auftauchte. Hallo sie da. Mitten in der
Wüste. Hören sie mal alter Knabe. Es war am Abend
des 20. September 1905, wir hatten gegessen, falls
man das essen nennen kann, Ziegeltee mit Fett und
Gerstenmehl wie jeden Abend, und wie jeden Abend
duftete es lieblich nach ranziger Yakbutter und
angeschmorten Kamelfladen, letztere pflegen die
Mongolen als Brennmaterial zu benutzen

Prof. van Dusen auf dem Hochseil (RIAS 1983)
Hört den Meister, der Meister ist alles, ihr seid
nichts, ihr seid Werkzeuge, ihr seid willenlos,
für euch zählt nur eins, der Wille des Meisters.
Drei Menschen stehen erstarrt, gebannt vor einem
vierten, und dieser vier te ist ein Mann im
Schatten, ein Mann mit gewaltigem schwarzen Bart
und unheimlich stechenden Augen, Ort des
Geschehens, ein Zimmer in einem Wohnhaus, irgendwo
in Athen, Zeit 29. August 1904, am späten Abend.
Ihr wißt was ihr zu tun habt, jeder einzelne von
euch, Diavolo. Ja Meister. Elastico, Elastico ah
ja richtig, Elastico ist ja bereits drüben am
Tatort, Fatima. Jawohl, Meister. Merlini. Meister,
ich höre und gehorche. Es wird Ihnen aufgefallen
sein, meine Damen und Herren, ich selbst,
Hutchinson Hatch weithin

Prof. van Dusen: Wo steckt Prof. van Dusen? (RIAS
1983)
Mein lieber Hatch, vor mir so weit das Auge reicht
die tiefblauen Wasser des Golfs von Neapel, zur
rechten Sorrent und die vielbesungene Insel Capri,
zu linken die majestätische Silhouette des Vesuv
der seine schmale Rauchfahne über den gleichfalls
tiefblauen Himmel zieht, bei solch grandiosem
Panorama mag es verzeihlich sein, daß ein
ansonsten eher nüchterner Wissenschaftler und
nicht zu vergessen Amateurkriminologe ein wenig
ins schwärmen gerät, o bella Napoli. Der Brief des
Prof. erreichte mich am 13. Juli 1904 in einem
kleinen Tessiner Gasthof nahe dem Monte Paradiso,
ein interessanter Fall lag hinter uns, in meiner
van Dusen Chronik trägt er den Titel Rotes Blut
und weißer Käse, vielleicht erinnern Sie sich und
vielleicht

Prof. van Dusen und der grundlose Mord (RIAS 1983)
Erhebet euch von euren Sitzen, das hohe Gericht
betritt den Saal, Sie bleiben stehen Angeklagter,
Ihr Name ist Frederick Oconnor. Jawoll.
Frederickoconnor sie werden beschuldigt am 6.Juli
1903 in seiner Majestät Hauptstadt London Sir
Philip Evan-Burnes heimtückisch und mit Vorbedacht
ermordet zu haben, erklären sie sich für schuldig
oder für nicht schuldig. Nicht schuldig. Mylord.
Hä, ja dann wollen wir mal anfangen, äh wer hat
das Wort. Der Vertreter der Anklage, Mylord.
Wirklich, äh also das Wort hat der Vertreter der
Anklage, äh der Anklage, wie heißt er denn. Sir
James Bladderstone, Mylord. Äh wie, Bladderstone,
merkwürdiger Name, na ja bitte, Sir James
Bladderstone. Mylord, meine Herren Geschworenen,
Mord, vorsätzli

Prof. van Dusen gegen das Phantom (RIAS 1983)
Ein wunderschöner Märzmorgen im Jahre des Herrn
1904, die Sonne war gerade aufgegangen und schien
herab auf Meereswellen, Strand, Klippen und auf
zwei Figuren die über den noch feuchten Sand
dahinspazi erten, es waren sie werden es sich
gedacht haben Prof DrDrDr Augustus van Dusen
allerorten gerühmt als Wissenschaftler als
Kriminologe kurz als die Denkmaschine und meine
Wenigkeit Hutchinson Hatch, wenig er gerühmt aber
doch ganz zufrieden, das heißt im allgemeinen,
diesmal war ich ausgesprochen sauer denn ungerührt
von der schönen Umgebung hielt der Prof mir wieder
mal eine Moralpredigt. Wie oft mein lieber Hatch
habe ich es Ihnen nun schon sagen müssen. Na
bestimmt einige hundert Mal. Nikotin auch in
kleinen

Prof. van Dusen und das Auge des Zyklopen (RIAS
1984)
Ruhe Maureen O Shaughnessy genannt die Sirene, Sie
sind festgenommen. Aus welchem Grund nehmen Sie
mich fest. Diebstahl, sie stehen im dringenden
Verdacht heute abend im Hause von Mr Osgood P
Quackenbush dem diesen gehörigen Rubin Auge des
Zyklopen entwendet zu haben. Das müssen sie
beweisen. Haha, Carusos Gesicht hätten Sie sehen
sollen, Prof, so lang, er hätte sich bequem mit
seinen Plattfüßen selbst drauftreten können und
als die Sirene dann schließlich abgeführt wurde,
stand er da wie ein Häufchen Unglück und sagte
immer wieder, was mach ich bloß, was mach ich
bloß, ich bin verantwortlich für das Auge des
Zyklopen und jetzt ist das Ding weg, es war zu
schön. Mein lieber Hatch. Ja Prof. Habe ich mich
nicht

Prof. van Dusen und der fliegende Teppich (RIAS
1984)
Zählen Sie 2 und 2 zusammen, mein lieber Hatch,
vorbei, Prof, ein für alle mal vorbei, weißt du
was das macht, zwei und zwei. Ja weiß doch jeder
vier. Vier, ich will dir mal sagen, zwei und zwei
ist fünf. Ach was. Oder sechs oder drei oder 77,
nur nicht vier, niemals. Ist ja recht Kamerad,
trinken wir noch einen. Natürlich trinken wir noch
einen, Herr Wirt. Ja. Whisky für mich und meinen
Freund. Whisky gibts hier nicht, hab ich doch
schon dreimal gesagt, na, zwei Absinth, am besten
lasse ich die Flasche auch gleich da. Oh, das ist
ja scheußliches Zeug. Nimms, wie es kommt,
Kamerad, spül alles runter, Prost. In der Stadt
Oran an der nordafrikanischen Küste liegt die zu
recht weithin unbekannte Hafenkneipe zum karierten
Kakadu, und

Prof. van Dusen hilft Scotland Yard (RIAS 1984)
Woran es liegt, weiß ich nicht, vielleicht an Big
Ben oder an ScotlandYard oder einfach an der
Atmosphäre London, London, das weiß jeder, London
ist die Weltmetropole der Kriminologie und wenn
sich in London eine Persönlichkeit aufhält die man
wohl mit fug und recht als Weltmeister der
Kriminologie, der Amateurkriminologie bezeichnen
darf, dann ergibt das eine erlesene Mischung,
Kaviar für Krimikenner sozusagen, denken sie an
den grundlosen Mord, an die Verbrecherjagd im
Wachsfigurenkabinett der Madame Tussauds, denken
sie vor allem an den Fall des geheimnisvollen
Mörders der seine Tat vorher ankündigte, aber da
fällt mir ein an den Fall können sie ja gar nicht
denken weil sie ihn noch nicht kennen, das muß
anders wer

Prof. van Dusen und der Schatz des Maharadschas
(RIAS 1984)
Es war am frühen Morgen des 3. April 1905, seiner
großbritannischen Majestät Passagierschiff Ormuz
unt er Kapitän Bleker lief in den Hafen von Bombay
ein. Da liegt es vor uns Prof, Indien, das Land
der Geheim nisse, das Land der Wunder. Für den
Wissenschaftler mein lieber Hatch gibt es keine
Wunder. Für den Jou rnalisten um so mehr, ich bin
gespannt, was wir hier erleben werden.
Interessanter als das, was sie gerade hinter sich
haben, kann es kaum sein, ich sage nur Prinzessin
Lascaris von Ruritanien. Prof. Besagte Prinz essin
war gar keine, das wissen sie wenn sie das Kapitel
meiner van Dusen Chronik kennen, das den Titel
trägt Hatch will heiraten, der Titel sagt alles,
ich hatte mich wie ein rechter Blopskopp verhalten
und wenn

Prof. van Dusen im wilden Westen (RIAS 1985)
Barranca, hier Barranca, beim Einsteigen beeilen
und die Türen schließen. Trostloses Nest. In der
Tat... Prof. Mein lieber Hatch, was gibt es denn.
Sehen Sie mal zur Tür, ein Indianer, ein richtiger
Indianer, in unserem Abteil. Und deshalb stören
Sie mich beim lesen in meinen Forschungen. Hugh
ich heilige Pfeife des Friedens, welche dem großen
Geist wohlgefälligen Rauch zum Himmel sendet,
großes Häuptling der Pueblos, hugh. Ja sehr
erfreut, Prof. van Dusen. Prof doch nicht so.
Hugh, er Prof. Dr.Dr.Dr.Augustus van Dusen, großer
Wissenschaftler und Kriminologe.
Amateurkriminologe, bitte. Großer Wissenschaftler
und Amateurkriminologe, welcher unter allen
Bleichgesichtern bekannt und berühmt ist als die
Denkmaschine

Prof. van Dusen und der Vampir von Brooklyn (RIAS
1985)
Ach Sie sinds kommen Sie rein, bleiben Sie nicht
an der Tür stehen, was haben Sie denn auf dem
Herzen ah nein. Am 20. Juli 1902 schlug der Vampir
von Brooklyn zum erstenmal zu... Ah da sind Sie ja
pünktlich wie immer, unser Tee wartet schon, was
haben Sie denn auf einmal, ah. Der zweite Mord des
Vampirs geschah am 24. Juli… der dritte am 26.
Juli. Guten Tag, entschuldigen Sie die Verzögerung
ich hatte Angst, es könn te dieser dieser Vampir
sein aber als ich Sie durch den Spion gesehen
habe, treten Sie näher leisten Sie mir ein bißchen
Gesellschaft, nein, nein. Und so ging es weiter,
Schlag auf Schlag, der vierte Mord, der fünfte
Mord, und am 5. August schließlich mordete der
Vampir von Brooklyn zum sechsten Mal, sechs Morde
in

Prof. van Dusen und die blutige Botschaft (RIAS
1985)
Eigentlich war es ja mehr als ein Fall, eigentlich
war es ja mehr als ein Fall, es war sogar eine
ganze Reihe von Fällen, mit denen wir es damals in
Berlin zu tun hatten, das blutige Verbrechen im
Hotel Kaiserhof zB, die rätselhaften Vorgänge im
Reichsschatzamt, das Abenteuer im unheimlichen
Irrenhaus, natürlich auch die Affäre um den
Kriminalassistenten im Waschkorb und aber ich will
hier noch nicht alles verraten, nur soviel, alle
diese Einzelfälle waren so verzahnt so miteinander
verbunden, daß sie schließlich und endlich doch
nur einen einzigen Fall ergaben aber was für einen
meine Damen und Herren. Ah! Ein Zimmermä

Prof. van Dusen auf der Hintertreppe (RIAS 1985)
Am Abend des 10.August 1903 gegen 8 Uhr, London
EastEnd, finstere Gegend und finsteres Wetter,
Regen, leichter Nebel, Dämmerung, leere Straßen,
nur abundzu das Rasseln einer Droschke, der Ruf
eines blinden Bettlers und die Schritte zweier
Männer die unter Regenschirmen zielbewußt
voranstreben plötzlich bleiben sie stehen, etwa 20
Meter vor ihnen spielt sich eine merkwürdige Szene
ab, drei Gestalten in langen weißen Mänteln
schleppen einen unförmigen Sack zu einer Kutsche
am Straßenrand. Prof. Hm. Der Sack zappelt. Dies
ungewöhnliche faktum mein lieber Hatch ist mir
nicht entgangen. Hilfe. Und um Hilfe ruft er auch
der Sack. Ohne jeden Zweifel. Wissen sie was Prof
in dem Sack steckt ein Mensch. Was sie nicht sagen
mein lie

Prof. van Dusen: Schall und Rauch (RIAS 1986)
Guten Abend meine Damen und Herren, Sie kennen
mich oder besser gesagt, Sie kennen meine Stimme,
ich bin Hutchinson Hatch, der mehr oder weniger
rasende Reporter aus NewYork ansonsten Chronist
Assistent und Begleiter von Prof DrDrDr Augustus
van Dusen, dem großen Wissenschaftler und genialen
Kriminologen. Amateurkriminologe, mein lieber
Hatch, Amateurkriminologe, allmählich sollten sie
es wissen. Ach Verzeihung Herr Prof, natürlich dem
genialen Amateurkriminologen, der in Ost und West,
in Nord und Süd und überall sonst bekannt ist als
die Denkmaschine, die Geschichte, die ich Ihnen
heute erzählen will, gehört zu den kleineren
Fällen des großen Prof, aber dem großen ist alles
groß und gerade die Affäre um den

Prof. van Dusen trifft Kaiser Wilhelm (RIAS 1986)
Bis heute ist sie ein strenggehütetes Geheimnis
geblieben die sensationelle ja geradezu
unglaubliche Affäre um den deutschen Kaiser
Wilhelm den zweiten, die sich im Sommer des Jahres
1904 auf der ostfriesischen Insel Norderney
zugetragen hat, in der Öffentlichkeit kursierten
damals nur vage Gerüchte, über eine gewisse
delikate Angelegenheit, in der Prof. van Dusen
seiner Majestät unter die Arme greifen konnte,
mehr wußte niemand, außer den direkt Beteiligten
natürlich, aber jetzt ist es soweit, vor ihren
Ohren meine Dam en und Herren, werde ich die
Wahrheit, die volle Wahrheit enthüllen, über einen
der kuriosesten Fälle des großen Kriminologen und
über eine raffinierte Intrige, die beinahe den
Lauf der Weltgeschichte verändert

Prof. van Dusen: Dritte Runde für van Dusen (RIAS
1986)
Der Expreß von Bukarest nach Konstanza donnerte
durch die Nacht, vorbei an galarischen Dörfern, an
Maisfeldern und Schafweiden über die große
Donaubrücke bei Cernavoda und weiter in die platte
Steppenlandschaft der Dobrudscha, es war am 13.
Oktober 1904 gegen 10 Uhr abends, wir hatten ein
ganz anständiges Abendessen hinter uns und
unterhielten uns noch ein bißchen vor dem
schlafengehen, Prof van Dusen war bester Laune und
das kommt wie sie wissen nun wirklich nicht jeden
Tag vor, er hatte gerade die theoretischen
Grundlagen für eine völlig neuartige
Rechenmaschine entwickelt, nebenbei nur so aus
Spaß. Com puter, Computer, so möchte ich das Gerät
nennen. Hört sich sehr interessant an, Prof. Hhm.
Erzählen Sie

Prof. van Dusen und der Leichenräuber (RIAS 1986)
Mr H.Hatch! Mach den Mund zu Tommy und die Tür
auch von außen. Mr Hatch der Chef will Sie
sprechen Mr Hatch. So das wird ja wohl noch ein
bißchen Zeit haben, der Artikel hier muß nämlich
um 5 fertig sein also zieh ab, und komm in einer
Stunde wieder. Sofort hat Mr. De Witt gesagt, sie
sollen alles stehen und liegen lassen, der Chef
ist sauer, Mr Hatch und wissen sie wer bei ihm
ist, Detective Sergeant Caruso. Ach du dicker
Vater. Die Woche fing ja gut an, heute war nämlich
Montag, Montag der 31. Oktober 1898, kein blauer
Montag, eher ein schwarzer, der Chef und Caruso,
bißchen viel auf einmal aber jammern half nichts
wenn Mr DeWitt Chefredakteur des DailyNewYorker
pfeift dann hat Reporter Hutchinson Hatch zu
erschei

Prof. van Dusen und der Mafiamord (RIAS 1986)
Ich schlief, und ich träumte, einen prophetischen
Traum, wie sich herausstellen sollte, ich saß in
einem italienischen Restaurant. Aufessen, essen
Sie auf, Mr. Hatch. Vor mir auf dem Tisch stand
eine Schüssel Spagh etti, so groß wie die Kuppel
vom Capitol. Aufessen, essen Sie auf, Mr Hatch.
Diese gewaltige Menge sollte ich ganz allein
aufessen. Aufessen, essen Sie auf, Mr Hatch. Mein
Chefredakteur saß mir gegenüber. Auf wachen,
wachen Sie auf, Mr Hatch, aufwachen, wachen Sie
auf, Mr Hatch. Nein nein, ich kann nicht mehr.
Bitte Sir wachen Sie auf, Sie werden am Telefon
verlangt. Das war natürlich nicht der
Chefredakteur, das war Henry, mein kombinierter
Kammerdiener, Butler und auch Chauffeur wenn ich
keine Lust habe meinen

Prof. van Dusen und die verschwundenen Millionäre
(RIAS 1987)
Es war die Hochzeit des Jahres, ganz New York
redete darüber und ganz New York war dabei, das
Fußvolk stand draußen und reckte die Hälse, die
geladenen Spitzen der Gesellschaft saßen drinnen
in der kleinen aber feudalen St.Paulskapelle am
Broadway der ältesten Kirche der ganzen Stadt,
Gold Silber und Juwelen glitzerten, Orchideen
dufteten, Unsinn, Orchideen duften nicht, aber sie
waren jedenfalls da, wie alles was Rang und Namen
hatte, denn Bräutigam und Braut gehörten
unbestritten zur absoluten creme de la creme, zu
den oberen 400, wie man in New York sagt. Willst
du, Hutchinson Jefferson Hatch, die hier anwesende
Penelope De Witt, zu deinem dir ehelich
angetrauten Weibe nehmen, sie lieben und ehren bis
daß der Tod

Prof. van Dusen und der schwarze Ritter (RIAS
1987)
Sie wollen mir doch nicht erzählen, Prof, daß Sie
sich für einen englischen König aus dem
Mittelalter inter essieren oder für eine
historische Ausstellung, Sie doch nicht Prof, da
kenn ich Sie besser, Sie sind Prof Dr Dr Dr
Augustus van Dusen, der weltberühmte
Wissenschaftler und Amateurkriminologe, Sie sind
die Denkmaschine. Und Sie mein lieber Hatch sind
zur Zeit mein Chauffeur, darf ich sie ersuchen
sich dieser Tatsache zu erinnern, den Strom ihrer
belanglosen Rede einzudämmen und ihre
Aufmerksamkeit auf die Landstraße zu richten. Ach
wissen Sie Prof, ich kann Automobilfahren und
gleichzeitig reden, das macht mir nichts aus. Aber
mir mein lieber Hatch haben Sie also die Güte sich
mit geschlossenem Mund auf die Lenkung des

Prof. van Dusen in Marokko (RIAS 1987)
Tanger, Marokko, geheimnisvoller Orient, Land der
Wunder und Mysterien, Stätte blutiger Intrigen und
haarsträubender Abenteuer. Was reden Sie da wieder
für ein Unsinn, mein lieber Hatch, wie selbst
Ihnen bekannt sein dürfte, liegt Tanger
keinesfalls im Orient im Osten, vielmehr im
Westen, gen Sonnenuntergang im Maghreb wie der
Araber sagt, ferner. Aber Prof, seien Sie doch
nicht so kleinlich, das ist doch nur der
Aufmacher, die Schlagzeile sozusagen, damit die
Leute herhören. Ein billiger journalistischer
Trick, mein lieber Hatch, unangemessen und
unnötig, immerhin geht es um ein neues Kapitel der
van Dusen Chronik, seit langem erwartet die
Menschheit eine präzise wahrheitsgetreue
Schilderung unserer Erlebnisse in Maro

Prof. van Dusen: Ein Dinosaurier für Prof. van
Dusen (RIAS 1987)
Hören Sie meine Herren hören Sie den Pfiff der
Lokomotive, welch lieblicher welch erhabener
Klang. Lieblich na ich weiß nicht. Im übertragenen
Sinne natürlich, symbolisch wenn sie verstehen was
ich meine, scha uen Sie aus dem Fenster unseres
luxuriösen mit allen Errungenschaften modernster
Technik ausgestatteten Pullmanwagens, hier in
dieser Wüstenei, wo noch unlängst die wilde
Rothaut ihr Leben vertändelte in sinnloser, wohl
gar blutiger Muse, in dieser Wüstenei, meine
Herren, eilt heute ein amerikanisches Dampfroß
zielstrebig fürbaß, ein Bote, ein Wahrzeichen des
unaufhaltsamen Fortschritts. Es ratterte durch den
Süden des Bundesstaates Wyoming, das amerikanische
Dampfroß, rechts und links eintönige Prärie, am
Horizont

Prof. van Dusen und der Fall Hatch (RIAS 1987)
Hutchinson Hatch, der Assistent und treue Chronist
Prof. van Dusens, sitzt in der Klemme, genauer
gesagt in einer Gefängniszelle, welche
geheimnisvollen Machenschaften brachten ihn hinter
Gitter, hören Sie Prof van Dusen und der Fall
Hatch, von Michael Koser. Ok Doc, was sagt der
Fachmann. Nun, eine abschließende Diagnose wird
sich natürlich erst in der Folge einer extensiven
Anamnese stellen lassen, doch bereits nach
kursorischer Examination des Patienten stehe ich
nicht an, die evidente Manifestation einer akuten
Psychose zu konstatieren, welche Psychose so
werden Sie fragen, Lieutenant, lassen Sie mich
Ihnen diese Antwort geben, wir sehen uns mit jenem
spezifischen Syndrom konfrontiert welches gewisse
sich progressiv

Prof. van Dusen läßt die Sau raus (RIAS 1988)
Prof. van Dusen ist bekanntlich ein abgeklärter
Mensch, der über den Dingen des Alltags steht,
doch wenn er mal so richtig geärgert wird, dann,
hören Sie Prof. van Dusen läßt die Sau raus, von
Michael Koser. Wir machten ein paar Tage Ferien,
Prof. van Dusen und ich und die hatten wir auch
dringend nötig, hinter uns lag eine anstrengende
Automobiltour durch England und nicht zu vergessen
die mindestens genau so anstrengende Affäre um den
Siegelring des Königs Artus und um den
geheimnisvollen schwarzen Ritter. Es war Sonnabend
der 6.Juni 1903, wir saßen beim Frühstück und
fühlten uns wohl, es war rundherumschön. Herr
liches Wetter Prof. Mein lieber Hatch obzwar sie
sich seit nunmehr gut 5 Jahren der Ehre und des
Vorzugs

Prof. van Dusen und die 7 Detektive (RIAS 1988)
Happy birthday to you, happy birthday to you,
happy birthday Professor… Ich wäre Ihnen sehr
verbunden mein lieber Hatch, wenn Sie Ihren Gesang
einstellten. Aber Prof, was haben Sie denn
dagegen, daß ich ein bißchen singe, um mir Mut zu
machen. Wenn die Musik Ihnen als moralisches
Tonikum unentbehrlich ist so tun Sie mir doch
wenigstens den Gefallen, ein anderes Lied zu
wählen, ich habe nicht Geburtstag und ich. Aber
gleich Prof, es ist zehn vor zwölf, seien Sie
nicht so pingelig. Und vor allem lege ich nicht
den mindesten Wert auf die Anerkennung oder gar
feierliche Begehung der jährlichen Wiederkehr
eines lediglich vom Zufall bestimmten Datums wie
es die Geburt eines Menschen darstellt und sei
dieser auch eine so eminente

Prof. van Dusen fährt Schlitten (RIAS 1988)
Frage: was tut unser verehrter Herr
Oberbürgermeister, Antwort: nichts oder doch, er
grinst, anscheinend glaubt er, die schwerwiegenden
Probleme unserer Metropole schlicht und einfach
ausgrinsen zu können, und das haben Sie
geschrieben Mr. Hatch. Sieht ganz so aus Chef,
erstens steht unter dem Artikel groß und deutlich
Hutchinson Hatch. Und zweitens. Natürlich der Stil
rasant witzig dynamisch intelligent so schreibt
nur einer beim guten alten Daily New Yorker oder
finden Sie nicht Chef. Ich will Ihnen sagen was
ich finde MrHatch ich finde das Maß ist voll
diesmal sind Sie zu weit gegangen, schlimm genug
daß sie sich dauernd mit der Polizei anlegen aber
jetzt auchnoch mit dem Herrn Oberbürgermeister, am
liebsten würde ich Sie f

Prof. van Dusen fällt unter die Räuber (RIAS 1989)
Montenegro meine Damen und Herren ist nicht das
kleinste Land der Welt, es gibt noch kleinere,
Liechtenstein zum Beispiel oder Monaco oder
Andorra, aber wenn Montenegro auch nicht groß ist,
hat es doch einiges zu bieten, ein weltbekanntes
Insektenpulver, eine Haupt- und Residenzstadt mit
sage und schreibe 3000 Einwohnern, viele Ziegen,
ein paar Bären und Räuber, speziell von denen kann
ich Ihnen ein Lied singen, meine Damen und Herren,
und damit fange ich jetzt an. Es war am 16. August
des Jahres 1904 an einem heißen Sommermorgen, eine
große schwarze Kutsche quälte sich die Serpentinen
über der dalmatinischen Stadt Katoro hoch, hinten
hing ein Schild, Thomas Cook und Söhne,
Tagesausflug in die wildrom

Prof. van Dusen: Im letzten Moment (RIAS 1989)
Prof. van Dusen in der Todeszelle, das ist ein
Kapitel für sich, was sage ich Kapitel, ein ganzer
Roman, ein Roman der anfängt mit der Flucht aus
dem sichersten Gefängnis der Welt, Sie kennen die
Geschichte meine Damen und Herren und der zuende
geht an jenem tragischen Aprilmorgen im Gefängnis
von SanFrancisco, aber dazwischen gab es im Leben
des großen Kriminologen noch eine Todeszelle, die
bekannteste von allen die Todeszelle von Sing
Sing. Donnerstag 8. Mai 1902, ein Uhr mittags.
Haben Sie gehört Kelly, noch 30 Stunden, 30
Stunden sind schnell vorbei, Kelly. Lassen Sie
mich in Ruhe. Ruhe, Sie kommen nicht mehr zur
Ruhe, Kelly, Sie müssen immer wieder daran denken,
sich vorstellen, wie es sein wird, morgen abend,
wie

Prof. van Dusen und der Mord im Club (RIAS 1989)
Der Lesesaal des Clubs, bitte leise meine Herren,
einige unserer betagteren Mitglieder pflegen sich
nach dem Mittagessen hierher zurückzuziehen, um
einen Whisky zu sich zu nehmen, um in Ruhe die
Times zu studieren. Um ein Nickerchen zu machen,
das ist eher ein Schlaf- als ein Lesesaal, Mr.
Wallace, Leichenhalle wäre auch nicht verkehrt.
Hatch. Wenn diese ehrwürdigen Mumien nicht so
vernehmlich schnarchten würde man nicht glauben
daß sie noch am Leben sind, der hier zum Beispiel
in der Ecke zwischen Zimmerpalme und Kamin, wenn
ich den mal kurz anstupse, dann fällt er doch
tatsächlich aus dem Sessel. Warum sollte er auch
nicht, mein lieber Hatch, der Mann ist tot. Tot.
Tot. Tot. Kein Zweifel Wallace. Aber ich habe

Prof. van Dusen spielt Weihnachtsmann (RIAS 1989)
Denn dies, mein lieber Hatch, steht doch wohl
gänzlich außer Zweifel, das neue Jahrhundert,
welches nun mehr Einlaß heischend vor der Tür
steht. Vor der Tür, aber das neue Jh. ist doch
schon da, Prof, seit fast 1 Jahr. Hm Sie irren wie
alle Welt irrt, das 20.Jh. beginnt nicht mit dem
Jahr1900, bei diesem handelt es sich vielmehr um
das letzte Jahr des 19.Jh sondern mit dem Jahr
1901, es wird also in genau 8 Tagen und wie spät
ist es? 7 Min. nach 9. Es wird also in 8 Tagen, 2
Std. und 53 Min. anbrechen, und es wird ein Jh.
der Wissenschaft sein, ein Jh. der Technik, ein
Jh. des Fortschritts. Ich hatte Prof v. Dusen im
chem.Institut der Uni. besucht wo er wie jedentag
bis in den Abend gearbeitet hatte und jetzt
wanderten wir durch dunkle ver

Prof. van Dusen sieht doppelt (RIAS 1990)
Ihr Frühstück meine Herren. Endlich, stellen Sie
es ab auf den Tisch, ein Glas Tee, einen Zwieback
für Sie Prof, und für mich Kaffee, Toast, Butter,
Moment warten Sie, Sie kriegen noch was. Nicht
nötig, wünsche guten Appetit die Herren. Ein
Kellner der kein Trinkgeld will, so was hab ich
noch nicht erlebt, na mir solls recht sein, guten
Appetit Prof. Danke, mein lieber Hatch, Ihnen
guten Appetit zu wünschen, hieße Eulen nach Athen
tragen. Da haben Sie recht, Prof, mir schmeckts
immer, sagen Sie mal Prof. Hm? Kann eine
Kaffeekanne ticken? Bitte? Die dicke Kanne hier
auf dem Tisch die tickt, komisches Land dieses
Kravonien, Kellner nehmen kein Trinkgeld,
Kaffeekannen ticken. Stellen Sie die Kanne ab
Hatch, erheben Sie sich, öffn

Prof. van Dusen und der dritte Mann (RIAS 1990)
In der Nacht vom 4. zum 5.Februar 1904 lag dichter
Nebel über England, Nebel über der Stadt Dover
über dem dortigen Grandhotel. Sir, Mr Hatch. Was
ist? Mr Hatch, Sir, bitte machen Sie auf. Wie
spät. 3 Uhr Mr Hatch. Nachts. Natürlich, Mr.
Hatch, Besuch für Sie, Sir. Ach soll wieder
verschwinden. Zwei Herren, Mr. Hatch, aus London.
Kein Interesse. Aber das kann doch nicht Ihr Ernst
sein, Mr. Hatch, Sie wissen ja nicht, daß man.
Smiley, Inspektor Smiley von Scotland Yard, Sie
sind mein Besuch aus London. Zur Hälfte, Mr.
Hatch, zur Hälfte, ich freue mich, Sie
wiederzusehen. Ich aber gar nicht, Inspektor, ich
hab nämlich was gegen Leute, die mich mitten in
der Nacht aufwecken. Ungewöhnliche Ereignisse
erfordern ungewöhnliche

Prof. van Dusen auf dem Totenschiff (RIAS 1990)
Sagen Sie mal Mr. Hatch. Ja? Wie gefällt sie Ihnen
denn so? Wer, Mr. Kettle? Na wer schon, die
Kaiserin von China natürlich. Ach na ja, ganz neu
ist sie ja nicht mehr und wenn ich mir überlege
was in den letzten Tagen so alles passiert ist,
irgendwie unheimlich. Wissen Sie Mr. Hatch, schön
war sie nie die alte Kaiserin und gemütlich auch
nicht, aber das müssen Sie ihr lassen, die
Verpflegung ist ordentlich. Und die Bar erst,
Seniore, bestens bestückt, Salute Senior Hatch.
Salute. Salute Zahlmeister. Ah, ah ah. Tot? Tot,
Mr. Hatch, Nummer vier. Das vierte Opfer, der
vierte Mord an Bord der Kaiserin von China
unterwegs im Nordpazifik auf der Route Yokohama
SanFrancisco, zuerst Mr.Darby dann Frau vonPahlen,
Mr.Phipps der Funker und

Prof. van Dusen in geheimer Mission (RIAS 1990)
Prost, Professor. Prosit, mein lieber Hatch. Auf
unsere nächsten 60 Fälle, Prof. Unsere Fälle, mein
lieber Hatch… Während die abendliche Dämmerung
schwer und düster auf die kravonischen Fluren
hernieder sinkt, stampft und dampft er unbeirrbar
voran, der von Sagen, Mythen und Legenden
umwitterte Orientexpreß, umwittert, ich weiß
nicht, umwabert, umwoben, ja das ist gut, der von
Legenden umwobene Orientexpreß. Mein lieber Hatch.
Romantik gewiß, doch es ist die Romantik des
Fortschritts, der Technik, die Roma ntik dieser
unserer modernen Zeit. Hatch. Ja Prof. Haben Sie
die Güte, Ohren und Geschmack der Mitwelt nicht
durch die lautstarke Deklamation Ihrer
verquollenen Prosa zu insultieren. Verquollene
Prosa, das ist

Prof. van Dusen und das Geheimnis der Pyramide
(RIAS 1991)
Die sensationelle, über alle Maßen erstaunliche
Affäre um das Geheimnis der Cheopspyramide begann
am Vormittag des 14. Dezember 1904 im Hauptbahnhof
von Kairo. Hilfe, ein Arzt, Hilfe, Hilfe. Hören
Sie Prof, Ihr Typ wird verlangt, Sie sind doch
Arzt. Mein lieber Hatch, ich bin Prof Dr Dr Dr
Augustus van Dusen. Naturwissenschaftler,
Amateurkriminologe, Denkmaschine, wissen wir,
Prof, aber. Außer Physik, Chemie, Biologie etc.
etc. habe ich sämtliche Bereiche der Humanmedizin
studiert, zu Bologna, Heidelberg, Paris,
Salamanca. Hilfe, ein Arzt um Gotteswillen. Einem
so dringenden Appell konnte van Dusen sich nicht
verschließen, er brach die beliebte
Selbstbeweihräucherung ab auch wenn es schwerfiel
und wandelte gemesse

Prof. van Dusen besucht seine Bank (RIAS 1991)
Und was soll ich Ihnen sagen, Professor, tote
Hose, total tote Hose. Mein lieber Hatch, ich darf
Sie daran erinnern, daß Sie zu Prof. Dr Dr Dr
Augustus van Dusen sprechen. Wissenschaftler,
Amateurkriminologe, Denkmaschine, als ob ich das
nicht wüßte, ich sitze in Ihrem Salon, Prof,
trinke Ihren Whisky, apropos auf ihr Wohl. In
diesem Falle ersuche ich sie sich der ansonsten
von ihnen gepflegten vulgären Ausdrucksweise
tunlichst zu enthalten. Vulgär? Sie erwähnten,
wenn ich mich recht erinnere, ein
dahingeschiedenes Beinkleid. Tote Hose, meinen
Sie, das ist nur so eine Redensart, Prof. Ah so.
Ich wollte sagen, es war nichts los, absolut
nichts, kein Mord, keine Brandstiftung, nicht mal
ein mickriger Raubüberfall, ich hätte mich in den

Prof. van Dusen treibt den Teufel aus (RIAS 1992)
Das Abenteuer um den schwarzen Magier, der vom
Teufel geholt wurde, und zwar aus einem hermetisch
verschlossenen Raum im Leichenschauhaus, dieses
rätselhafte, unheimliche, und über alle Maßen
makabre Abenteuer begann in einem gar nicht
makabren Ambiente im Chambre Separee bei Delmonico
an der Fifth Avenue, es war am Sonntag, dem 6.
Januar 1901, spätabends um, ja genau das war der
casus knaxus. Wie spät ist es Oskar? Genau 2
Minuten vor 12 Uhr, Mr. Hatch. Um elf wollte sie
hier sein Oscar. Wenn sie mir die Bemerkung
gestatten, Mr. Hatch, nach meiner unmaßgeblichen
Erfahrung pflegen sich Damen, die mit einem Herrn
verabredet sind nichteben selten zu verspäten. Mit
mir nicht Oscar der Champagner wird war

Prof. van Dusen: Ohrenzeuge Prof. van Dusen (RIAS
1992)
Es ist schon erstaunlich, meine Damen und Herren,
wie viele van Dusen Fälle in einem fahrenden Zug
anfangen, vielleicht hat das ja einen tieferen
Sinn, die Eisenbahn als Symbol der Technik, des
Fortschritts und so, vielleicht liegts aber auch
nur daran daß wir beide, Prof van Dusen und ich
öfter mal reisen, von einem Ort zum andern, wie an
diesem 31. Juli 1902, wir hatten New Mexico,
Wyoming, den Yellowstone Nationalpark kurz den
fernen Westen unseres großen Landes hinter uns und
fuhren gen Osten zurück in die Heimat. New York,
Mutter der Metropolen, schönste aller Städte, was
meinen Sie, Prof. Wie bitte Hatch? Ob man wohl
schon was sehen kann, Wolkenkratzer, Smog über
Manhattan? Mein lieber Hatch wir befinden uns im

Prof. van Dusen: Augustus im Wunderland (RIAS
1992)
Wer sind Sie? Ich, ich bin Prof. Dr.Dr.Dr.
Augustus van Dusen… Gebrülstig wars, die schloimen
Düxe sich in dem Burden gröll verschlotzten, gar
mieslich frümpelten die Flüxe und die Mohm-Ralben
krotzten. Wie bitte? Und die Mohm-Ralben krotzten.
Aha, sie pflegen sich mit Psychopathologie
abzugeben, Kollege Jellypot. Wie kommen Sie darauf
Kollege van Dusen? Weil Sie uns mit den
Ejakulationen eines offensichtlich wahnwitzigen
traktieren. Aber werter Kollege, wo denken Sie
hin, was ich zum Vortrag brachte, ist ein
Kunstwerk, ein Poem. Jabberwocky von Lewis
Carroll. Ah Sie kennen Jabberwocky Mr. Hatch,
Hutchinson Hatch, Begleiter, Assistent und
Chronist von Prof. van Dusen. Nun, Mr. Hatch, da
Sie Jabberwocky kennen

Prof. van Dusen beschwört einen Geist (RIAS 1992)
Auf Ihr Wohl, Professor, auf Prof. Dr. Dr. Dr.
Augustus van Dusen, die Denkmaschine, den größten
Wissen schaftler und Amateurkriminologen den die
Welt je gesehen hat, nicht schlecht Prof, gar
nicht schlecht, das muß man Ihnen lassen, Sie
trinken zwar selbst nicht, aber Ihre Hausbar,
erstklassig, zum Wohl, ihre Türklingel, Prof wer
kann das sein, am Pfingstsonntag morgens viertel
nach neun? Zu solch einer ungehörigen Stunde, mein
lieber Hatch, pflegt mich nur eine einzige Person
heimzusuchen, und diese Person war schon da,
nämlich meine Wenigkeit, Hutchinson Hatch,
einerseits Journalist beim Daily New Yorker,
andererseits Begleiter, Assistent und Chronist von
Prof. van Dusen, ich hatte kurz mal meine Nase
reingesteckt zwecks

Prof. van Dusen: Es tickt bei Prof. van Dusen
(RIAS 1993)
14. November 1902, Freitag, ein Tag wie jeder
andere, am frühen Nachmittag verläßt Prof. van
Dusen sein Haus in der 35.Straße West Manhattan
NewYorkCity wie an jedem andren Tag er sieht nicht
nach rechts er sieht nicht nach links, er sieht in
das offene Buch vor seiner Nase, wie jeden Tag und
wie jeden Tag hebt er die linke Hand mit dem
Regenschirm, die Droschke, die wie immer ein Haus
weiter gewartet hat, fährt vor, wie jeden Tag, der
Prof. steigt ein, vertieft in seine Lektüre, wie
jeden Tag, der Kutscher schließt die Tür, diesmal
vielleicht ein wenig sorgfältiger als sonst, die
Droschke fährt die 35. Straße entlang, nach Osten,
wie jeden Tag, Richtung Universität, so, meine
Damen und Herren, beginnt es, das unglaubliche
Abenteuer

Prof. van Dusen und das Gold von Mexiko (RIAS
1993)
Ja, die Sache mit dem mexikanischen Gold, das war
schon eine tolle Geschichte, meine Damen und
Herren und vor allem die Geschichte von Hutchinson
Hatch, Assistent, Begleiter, Chronist, und
insofern eher eine Nebenfigur, aber diesmal nicht,
diesmal spielte ich die Hauptrolle. Wie bitte?
Jedenfalls zuerst, später tauchte natürlich Prof
van Dusen auf, und das war gut so, was hätte der
Fall sonst auch in der unsterblichen van Dusen
Chronik zu suchen, also wie gesagt eine tolle
Geschichte, meine Freundin Penny entführt, ich
selbst niedergeschlagen, schwarz angemalt,
beschossen, verfolgt, schließlich mußte ich sogar
tauchen, im Atlantik mit einem neumodischen
Sauerstoffapparat. Mein lieber Hatch. Weiß schon
Prof, wie erstattet man

Prof. van Dusen und die schwarze Fünfpenski (RIAS
1993)
Achtung zum Eilzug der Great Eastern Railway nach
Cromer über Jensford, Baltimor, Ipswich, Norwich
bitte einsteigen und die Türen schließen. Ein
unmögliches Verbrechen, sagten sie Inspektor.
Keineswegs Prof, deshalb hätte ich Sie nicht
aufgestört und mitgenommen, mit einem unmöglichen
Verbrechen wird Scotland Yard schon allein fertig.
Glauben sie Inspektor, in diesem Falle vermag ich
nicht einzusehen. Es geht um zwei, Prof, zwei
unmögliche Verbrechen, absolut rätselhaft völlig
unerklärlich. Und Scotland Yard ist total von den
Socken. Sozusagen Mr. Hatch sozusagen. Sehr schön,
berichten sie Inspektor. Cromer war unser Ziel und
Cromer falls sie es nicht wissen meine Damen und
Herren, Cromer ist ein netter kleiner Bad

Prof. van Dusen: Ufos über Prof. van Dusen (DLR
1994)
Der Zug war voll, ach voll ist gar kein Ausdruck,
total überfüllt war er, überall Männer, Frauen,
Koffer, Kinder, vor allem Kinder, Kinder zu
Hunderten laut und beweglich und klebrig von wegen
der Eistüten und Lutschbonbons, vermutlich die
Sprößlinge mormonischer Großfamilien, mit den
lieben Eltern unterwegs zum Yellowstone
Nationalpark, Prof van Dusen hatte sich entnervt
in den letzten freien Waschraum geflüchtet und die
Tür verriegelt, mir war nicht nach Wasser pur, ich
kämpfte mich mit Knie und Ellbogen durch bis an
die Bar im Salonwagen und hier kam ich mit dieser
netten jungen Frau ins Gespräch. Hutchinson Hatch,
sagen Sie bloß, Sie sind der Hutchinson Hatch. Ich
kenne jedenfalls keinen anderen. Der Journalist

Prof. van Dusen und der Fall Zola (1/2) (DLR 1994)
In Paris hatte Prof. van Dusen sich was angewöhnt,
jeden Morgen machte er einen kurzen Spaziergang im
Boisdeboulogne in aller Herrgottsfrühe auf
nüchternen Magen und ich mußte natürlich mit auch
an diesem 8.März 1904 einem Dienstag es war kühl
noch nicht richtig hell und mir knurrte der Magen.
Ihre Gesichtszüge mein lieber Hatch weisen einen
gewissen vergeistigten Ausdruck auf, ein höchst
ungewöhnliches Phänomen, woran denken sie. Ich, an
nichts Prof, an gar nichts. Das glaub ich ihnen
aufs Wort. Ich hatte doch an was gedacht, an
Kaffee heiß und duftend, an knusprigen Toast, an
ein weichgekochtes Ei, frische Butter, goldgelben
Honig, an normannischen Käse und Schinken aus
Bayonne, kurz an ein ordentliches Frühstück

Prof. van Dusen und der Fall Zola (2/2) (DLR 1994)
Falls Ihnen nicht mehr ganz präsent ist, was im
ersten Teil der Story so abgelaufen ist, meine
Damen und Herren, fasse ich das wichtigste für Sie
noch mal kurz zusammen. Der Ort ist Paris, die
Zeit März 1904, anderthalb Jahre vorher, in der
Nacht vom 28. zum 29. September 1902 ist der große
Romanautor Emil Zola gestorben, angeblich an einer
Kohlenmonoxidvergiftung, ein Unfall heißt es
offiziell, aber die französischen Schriftsteller
vermuten politischen Mord und beauftragen Prof.
van Dusen den Fall Zola neu aufzu rollen, damit
beginnt ein Abenteuer, das in der an
außergewöhnlichen Fällen reichen van Dusen Saga
einzi gartig dasteht, in einer Verbrecherkneipe am
Montmartre geraten wir, der Prof und ich, in eine
Razzia, wir

Prof. van Dusen spielt das Mörderspiel (DLR 1994)
Der erstaunliche Mörderspielfall, der seinerzeit
in der New Yorker Gesellschaft größtes Aufsehen
erregte, gehört ohne Zweifel zu den ganz
besonderen Episoden in der großen van Dusen
Chronik, vielleicht weil der Mord der aus dem
Spiel entstand, durch seine wahrhaft
außergewöhnliche Raffinesse einmalig in der Krimi
nalgeschichte ist, ganz sicher aber auch deshalb
weil der Prof seine Untersuchungen in dieser
Affäre länge re Zeit ohne Hutchinson Hatch
durchführen mußte, trotzdem brauchte er auf einen
Assistenten nicht ganz zu verzichten, sofern man
Detective Sergeant Caruso als solchen bezeichnen
kann, wie dem auch sei, meine Damen und Herren,
eine Geschichte, eine Detektivgeschichte
insbesondere erzählt man, sie wissen es, von

Prof. van Dusen und das Zeichen der Sieben (DLR
1994)
Ich machte die Tür auf, und da lag er, ein toter
Mann… Ein toter Mann, auf dem Fußboden, im Salon,
in meiner Suite im feudalen Hotel Savoy, ich
schloß die Augen, wartete ein paar Sekunden,
machte sie wieder auf, die Leiche war immer noch
da, ein graubärtiger Mann in Hemdsärmeln und
schwarzer Hose, auf der Stirn war die Zahl sieben
in seine Haut geschnitten, ich kannte ihn, vor
wenigen Stunden erst hatte ich ihn gesehen,
lebend, ich muß Alarm schlagen dachte ich, schnell
zum Empfang raus durch den Korridor um die Ecke,
plötzlich tat sich vor mir eine Tür auf, eine
wohlbekannte Tür, die Tür zur Suite von Prof. van
Dusen. Hallo mein lieber Hatch. Prof. Was ist
ihnen. Sie sind schon zurück aus Cambridge. Ja.
Wollten sie nicht er

Prof. van Dusen auf Hannibals Spuren (1/2) (DLR
1995)
Wie fängt ein van Dusen Fall an meine Damen und
Herren, natürlich mit dem Anfang werden Sie sagen,
so gehört es sich, so erwarten sie es und so hat
es der große Amateurkriminologe seinem Chronisten
und Assi stenten immerwieder eingeschärft… keine
Regel ohne Ausnahme, die außergewöhnliche schier
unglaublich e Affäre um das mörderische
Elefantenrennen quer durch die Alpen fängt schon
vor dem Anfang an, mit ein em sog. Prolog, nicht
im Himmel wie beim Kollegen Goethe, sondern in
womöglich noch erhabeneren Regi onen, in den
luxuriösen Räumlichkeiten des exklusiven
Globetrotterclubs zu London. Es ist Sonntag, der
29. November 1903, kurz nach zehn Uhr abends, Sir
Patrick Lafferty, der allseits bekannte Abenteurer
und

Prof. van Dusen auf Hannibals Spuren (2/2) (DLR
1995)
Ich kann mir zwar nicht vorstellen, meine Damen
und Herren, daß Sie schon alles vergessen haben,
was im ersten Teil dieser denk- und merkwürdigen
Geschichte vor sich ging, aber zur Sicherheit will
ich doch lieb er das wichtigste für Sie kurz
zusammenfassen, also, im November 1903 schlossen
Sir Patrick Lafferty und Mr Basil Blott im
Globetrotter Club zu London eine Wette darüber ab,
wer im nächsten Jahr von ihnen auf Hannibals
Spuren mit einem Elefanten über die Alpen ziehen
und als erster Italien erreichen würde, Prof. van
Dusen und ich waren Zeuge der Wette, und wir waren
auch am 22. Mai 1904 in Grenoble beim Start zum
Alpenübergang, der sich so ganz anders entwickelte
als ich erwartet hatte, ein Mord geschah, die myst

Prof. van Dusen und das Phantom der Oper (DLR
1996)
In die Oper, haha, ich, das ist nicht Ihr Ernst,
mein lieber Hatch. Ich bin nur der Bote, Prof, die
Einladung stammt von Mr. Grau. Grau, sie meinen
den Intendanten der Metropolitan Opera, mein
lieber Hatch. Den Boss der Met, genau den, Prof,
ich habe ihn vorhin im Club getroffen, er hat mir
sein leid geklagt und dann hat er sie heute abend
zur Vorstellung gebeten, mich natürlich auch. Mein
lieber Hatch, entsinnen sie sich des Mordfalls
Lawrence King. Na klar Prof, Titel in der Chronik,
Prof van Dusen beschwört einen Geist, Mai 1901.
Dann rufen sie sich gefälligst meine
abschließenden Worte ins Gedächtnis zurück in
welchen ich mich über die mit dem Begriff Oper
assoziierte Aura des Irrationalen, der Täuschung,
des Scheins ausließ

Prof. van Dusen: Die Mauer muß weg (DLR 1997)
Es war ein Sonntag hell und klar so sagt der
Dichter und er hat wie so oft nur zum Teil recht,
sicher es war ein Sonntag, Sonntag der 20.
November 1904, aber es war schon 5 Uhr
nachmittags, also nicht mehr ganz hell und die
Klarheit ließ auch zu wünschen übrig denn ein
kräftiger Wind pustete dicke Staubwolken durch die
Gegend, das ist so üblich in Alexandria meine
Damen und Herren sie können es im Baedeker
nachlesen und jetzt wissen sie auch, wo wir uns
befinden nämlich in der berühmten ägyptischen
Hafenstadt, genauer im Hotel Miramar in unserer
Suite. Mein lieber Hatch. Hmh. Mein lieber Hatch,
es hat geklopft. Wird der Tee sein Prof. Aber es
war nicht der Tee, es war das Schicksal
beziehungsweise die Kriminologie, das heißt

Prof. van Dusen: van Dusens größter Fall (Die
lange Nacht einer Radiolegende) (DLR 1998)
Meine Damen und Herren, es ist soweit, endlich
kann ich es enthüllen, das große Geheimnis, das
mir seit langem auf der Seele liegt, in einem
äußerst wichtigen Punkt hat sich die monumentale
van Dusen Chronik na sagen wir an der Wahrheit
vorbeigemogelt, doch jetzt ist die Zeit gekommen,
jetzt werde ich reden, ich werde die Wahrheit
sagen, die ganze Wahrheit nichts als die Wahrheit
und ich verspreche ihnen sie werden staunen. Es
war am 7. April 1912, am Ostersonntag und es war
in Berlin der deutschen Haupt- und Kaiserstadt,
sie werden fragen, was sucht Hutchinson Hatch, New
Yorker Journalist und weiland kriminologischer
Assistent in der alten Welt, Antwort offiziell war
ich hier als Sonderkorrespondent des Daily New
Yorker

Hutchinson Hatch und die Stimme aus dem Jenseits
(Erzählung, profvandusen.com 2009)
Heute morgen habe ich einen sehr interessanten
Artikel im Daily New Yorker, meiner Zeitung,
gelesen, ich sage meine Zeitung, weil sie mir seit
vielen Jahren gehört, zusammen mit fünf, sechs
anderen, von den Zeit schriften gar nicht zu
reden, und weil ich lange Zeit ihr Chefreporter
war, mit dieser regelmäßigen Tätig keit habe ich
aufgehört, immerhin bin ich siebzig, aber ab und
zu schreibe ich noch was, und wehe, die Redaktion
wagt es, daran herumzumäkeln! Ansonsten genieße
ich den Ruhestand und freue mich des Lebens in
meiner schicken Frank-Lloyd-Wright-Villa über dem
Hudson: weiß, nur Geraden und rechte Winkel – die
schiere Mathematik, darum habe ich sie auch »Zwei
plus zwei gibt vier« genannt oder kurz

Professor van Dusen im Spukhaus (Highscore Musik
2015)
Hallo und willkommen zurück, nein das ist nicht
gut, wie wärs damit, hochgeschätzte Freunde, es
sind nun einige Jahre ins Land gegangen, seitdem,
um Gotteswillen viel zu hochtrabend, streng dich
an, Hutchinson Hatch, du wirst es doch nicht
verlernt haben, also gut letzter Versuch, treffen
Sie gerne alte Freunde, ich wette Sie tun es, ich
wünschte mir würde dieses Glück in einem ganz
bestimmten Fall noch einmal zu teil werden, Sie
alle wissen längst von wem ich rede und sie fragen
sich zu recht mit welcher Geschichte ich sie heute
unterhalten möchte, ist denn nicht schon alles
erzählt, alles gesagt worden was ihn betrifft, ich
habe lange geschwiegen, das ist wahr, aber das
bedeutet nicht, daß es da nicht noch einige
Abenteuer gegeben

Professor van Dusen reitet das trojanische Pferd
(PvD.sucht die Arche Noah) (Highscore Musik 2015)
Mit der Peitsche zeigte der Kutscher nach vorn, wo
sich am Horizont die Konturen eines flachen Hügels
ab zeichneten. Truva. Truva? Ich denke wir fahren
nach Troja. Truva mein lieber Hatch ist die
türkische Bezei chnung des Ortes, den wir als
Troja kennen. Aha der Hügel war also das berühmte
Troja, Stadt der Mythen und Legenden, Schauplatz
des bekanntesten Krieges der Weltgeschichte,
gestern waren wir, Prof. van Dus en und ich, mit
dem planmäßigen Dampfschiff von Konstantinopel
nach Canakkale an den Dardanellen ge fahren, wo
wir in einem schäbigen Hotel, dem einzigen der
Stadt übernachtet hatten, nach einem Frühstück das
diesen Namen nicht verdiente hatten wir ein
Fuhrwerk nebst Kutscher gemietet und waren
stundenlang


Michael Koser: Der letzte Detektiv:
Der letzte Detektiv: Testmarkt (BR 1984)
Sie war ein paar Jahre jünger als ich, um die 35,
dunkles Haar, dunkle Augen, eine wohlgefällige
Figur, in einem von diesen weißen Overalls, die
nach gar nichts aussehen, und mehr kosten, als ein
Detektiv im Monat verdient, in der 40-
Quadratmeterklasse schätzte ich, auf dem
Klientenstuhl in meinem Büro plus Apartment, 22
Quadratmeter und ein paar Zerquetschte, wirkte sie
wie ein aufgeblühter Kirschzweig in einer alten
Bierflasche, ich bin sentimental, ich mag
Kirschblüten. Mein Name ist Delgado, Judith
Delgado. Judith, das gefällt mir, ein Mensch,
dessen Name mit J anfängt, kann nicht ganz
schlecht sein. Ich heiße Jonas, nur Jonas, wie der
Typ mit dem Walfisch in der Bibel, viele Leute
wundern sich darüber daß ich nur

Der letzte Detektiv: Safari (BR 1984)
Der Löwe war kein echter Löwe, natürlich nicht,
seit Jahren gab es keine Löwen mehr auf der Erde
und in einer Raumstation schon gar nicht, aber
echt oder nicht, der Löwe war da, und er sah
gefährlich aus, so gefährlich, daß Jonas
vorsichtshalber erst mal rannte und sich einen
hohen Baum suchte, Kokospalme oder Bandiang, was
weiß ich, auf Bäumen haben Löwen nichts zu suchen,
das wußte ich, und das wußte auch der Löwe, zu
meinem Glück. Ich wartete, bis mein Puls wieder
unter Schallgeschwindigkeit war, und dann
versuchte ich Sam über Funk zu erreichen. Sam!
Sammy! Wo steckt der verrückte Blechkanister? Sam!
Hat mein Herr und Meister gerufen? Gerufen?
Gebrüllt habe ich, hör zu, du Spottgeburt von
Chips und Eisen

Der letzte Detektiv: Reservat (BR 1984)
Es war einmal eine Zeit da gab es Privatdetektive,
harte Männer, gerecht, nie um eine Antwort oder um
einen Ausweg verlegen, und wenn es sie nicht in
Wirklichkeit gab, dann doch wenigstens in Büchern
und Filmen. Heute im frühen 21. Jahrhundert gibts
nur noch einen von der Sorte. Mich. Ich bin Jonas.
Jonas, der letzte Detektiv. Nicht so hart, auch
nicht immer gerecht, dafür fällt mir manchmal
keine Antwort ein, und nach einem Ausweg muß ich
oft lange suchen. Aber ich tue, was möglich ist,
mehr kann man nicht verlangen. Was Frau Marcus-
Pallenberg von mir wollte, war nicht möglich. Oder
doch? Sie müssen ins Reservat. Ein Vorschlag, Frau
Marcus-Pallenberg, kaufen Sie sich ein paar starke
Männer die mich fesseln

Der letzte Detektiv: Schlachthaus (BR 1984)
So fangen die meisten meiner Fälle an: Ein Typ
sitzt in meinem Büro, rutscht auf dem Stuhl rum,
und weiß nicht so recht, ob er mir überhaupt
erzählen soll, weshalb er gekommen ist. Wie
gesagt, so fangen die meisten meiner Fälle an,
dieser nicht. Darf ich Ihnen jetzt die Speisekarte
vorlegen, mein Herr? Ich warte noch. Gestatten Sie
mir die Bemerkung, mein Herr, Sie warten bereits
eine halbe Stunde, wenn Sie schon nicht essen
wollen dann vielleicht wenigstens noch einen
Whiskey? Danke, wissen Sie falls meine Verabredung
nicht kommt muß ich die Rechnung selber zahlen und
bei Ihren Preisen. Verstehe, in diesem Fall muß
ich Sie darauf aufmerksam machen daß Ihr Tisch
benötigt wird. Ach wann? In wenigen Minuten mein
Herr

Der letzte Detektiv: Requiem (BR 1985)
Alles neu macht der Mai, macht die Seele froh und
frei. Sam halt den Schnabel Sammy. Aber Chef, Sam
hat keinen Schnabel, Sam ist kein Vogel, Sam ist
ein Computer, laß das Haus, kommt hinaus, bindet
einen Strauß. Und Computer, die nicht gehorchen,
kommen auf den Schrottplatz, so, jetzt kann ich
mal was sagen, zur Richtigstellung sozusagen. Es
war nämlich gar nicht Mai, nicht mal ein bißchen,
im Gegenteil, es war Herbst, trüber grauer
Spätherbst, 7. November 2009, und alles neu, das
stimmt auch nicht, jedenfalls nicht ganz, gut ich
hatte mir was Neues zum Anziehen geleistet, einen
antiken Trenchcoat Marke Bogie, nicht billig, aber
edel, meinte Judith, und für den guten Sam war ein
funkelnagelneuer Vocoder drin ge

Der letzte Detektiv: Kidnapper (BR 1985)
Robodocs gehen mir auf die Nerven darin bin ich
altmodisch, nicht nur darin mir stinkt so einiges
in dieser unserer Zeit aber Robodocs ganz
besonders, darum suche ich mir einen echten
menschlichen Medizinmann wenn die vorgeschriebene
Jahresinspektion fällig wird, das heißt, dieses
Mal, im Mai 2010, war es eine Medizinfrau,
vielleicht hätte ich doch lieber zum Robodoc gehen
sollen, was Frau Dr. Simon mir sagte gefiel mir
nämlich gar nicht. Sie gefallen mir nicht Jonas.
Machen Sie sich nichts draus, ich gefall vielen
nicht. Äußerlich ist ja alles in Ordnung so weit,
aber innen. Magen? Ganz richtig. Ihr Magen, akute
Ulkusgefahr, rauchen Sie, Nikotin? Nein. Nehmen
Sie sonst irgendwelche Drogen? Äh Alkohol? Also,
also wenn

Der letzte Detektiv: Schmiergeld (BR 1985)
Ich machte die Tür auf und da saß er mitten in
meinem Büro auf meinem besten und einzigen
Klientenstuhl, er war klein, und trug grau, das
offizielle grau der Politiker und Geschäftsleute,
eine graue Maus, unauffällig, abgesehen von einer
Kleinigkeit, er war tot, sein Gesicht war blau
angelaufen, die Zunge hing ihm aus dem Mund, die
Augen standen weit offen, das gefiel mir nicht,
welcher Detektiv findet schon gern eine ermordete
Leiche in seinem Büro? Erwürgt mit einer
Drahtschlinge, fachmännische Arbeit, zwei Täter,
einer hält den Mann fest, der andere zieht zu. Wie
weiland die Thugs, eure mäßige Belesenheit dürfte
sie kaum kennen, eine indische Mördersekte, welche
vorzugsweise in Bengalen florierte, zu Ehren ihrer
Göttin

Der letzte Detektiv: Niemandsland (BR 1985)
Ich konnte mich nicht rühren, ich war gefesselt
und geknebelt, ich hatte Angst, ich wartete, die
Tür ging auf und herein kam, nein, kein Mann mit
Pistole, eine Frau mit Laserstrahler, Frau
Professor Caligari, sie zielte auf meine Stirn,
ich starrte in ihre Augen und in die Mündung, drei
Löcher, schwarz wie der Tod, ihr Finger am Abzug
bewegte sich, wurde weiß, aber es zischte nicht,
es klingelte, wieder und wieder, und da wachte ich
endlich auf, ich schüttelte den schweren Kopf, um
den schweren Traum zu verscheuchen und gri ff zum
Fon. Ja? Jonas? Jonas. Jonas, nur Jonas.
Privatdetektiv? Ja. Der letzte. Ein Fossil. Ein
Dinosaurier. Nur nicht so groß und so schrecklich.
Dafür bin ich zu müde. Und wer sind Sie? Mein Name
ist Sesam.

Der letzte Detektiv: Sündenbock (BR 1986)
Uhuhuhuh, uhuhuhuh! Acht Uhr früh, und es krähte
der Hahn. Uhuhuhuh, uhuhuhuh! Ein Hahn war es nat
ürlich nicht, wo gibt's denn heutzutage noch
Hähne? Im zoologischen Garten, Herr
Oberstabsveterinär, hinten rechts, neben den
Schweinen, oink. Weiß ich doch, Sammy. Ein armer
alter Hahn ohne Schwanz, wenn der überhaupt noch
kräht, dann bestimmt nicht am Morgen, sondern
nachts, da träumt er vielleicht von Würmern und
von seinen Hennen, mein Kräher war Sam. Uhuhuhuh,
uhuhuhuh! Wachet auf, wachet auf! Es krähte der
Hahn. Morgenstund hat Gold im Mund, erhebe dich du
schwacher Geist, der du noch in die Kissen beißt,
early to bed and early to rise is healty, wealty
and wise, uhuhuhuh! Das reicht, Sam. Uhu

Der letzte Detektiv: Todestour (BR 1986)
Jonas. Was ist? Zeit zum Aufstehen? Ruhe, kein
Wort, keine Bewegung, Sie befinden sich im Bereich
akuter polizeilicher Notstandsmaßnahmen. Verhalten
Sie sich ruhig, dann passiert Ihnen nichts. Ich
verhielt mich ruhig, das fällt mir nicht schwer,
wenn sechs Typen mit Laserstrahlern auf mich
zielen, sechs Typen in schwarzen Kampfanzügen und
schwarzen Schutzhelmen, bei solchen Weckern kann
ein sensibler Mensch schon das Flattern kriegen,
zum Glück bin ich nicht sensibel, und außerdem
Kummer gewohnt, normalerweise weckt mich Sam, aber
ich war sauer, Judith war bei mir, ausnahmsweise
und Judith war von meinem Weckdienst gar nicht
begeistert, das sah ich ihr an, und ich sah noch
was, durch meinen leeren Türrahmen

Der letzte Detektiv: Spielwiese (BR 1986)
Hallo... Ja, am Apparat. Tot? Ja. Viertelstunde.
Danke. Miles Archer, mein Partner, ermordet, wenn
der Partner eines Mannes umgebracht wird, erwartet
man, daß er was unternimmt, aber das war
schwierig, ich hatte so viel zu tun, so viele
Leute wollten was von mir, Mister Joel Cairo, zum
Beispiel. Ich versuche, ein Schmuckstück
wiederzubeschaffen, das - sagen wir - verlegt
wurde, ich dachte und hoffte, Sie könnten mir
helfen. Es ist eine Statuette, eine schwarze Figur
eines Vogels, Mister Spade. Mister Spade war ich.
Samuel Spade, ein blonder v-förmiger Satan oder so
ähnlich, auf der Suche nach dem Malteser Falken,
Birgit war übrigens auch da. Kann ich dich mit
meinem Körper kaufen, Sam? Ich denk darüber nach.
Oh, ich bin

Der letzte Detektiv: Inselklau (BR 1986)
Was haben Sie verloren? Eine Insel, nein moment
das stimmt nicht. Hab ich mir doch gleich gedacht.
Zwei Inseln, nein, also eigentlich drei. Sind Sie
sicher, nicht vielleicht vier? Drei Inseln,
verloren, weg, verschwunden, wie finden Sie das?
Also ich... Laß doch, Jonas, der Mann ist
betrunken. Nicht doch, betrunken ist man im
Dipsomaten, oder im Casablanca, aber nicht hier.
Das Maritim ist ein hochfeudales Hotel. In
Westerport bei Babelshaven. Wer in der Bar vom
Maritim trinkt, ist bestenfalls angeheitert. Der
Mensch neben uns war angeheitert, ziemlich
angeheitert, kein Wunder, wo er doch drei Inseln
verloren hatte. Ja wohl, drei Inseln, weg, und ich
steh da. Sie sitzen, um genau zu sein. Sind Sie
fromm? Was? Nein nicht be

Der letzte Detektiv: Megastar (BR 1989)
Mein Büroapartment, 22 Quadratmeter und ein paar
Zerquetschte, war das reine Krankenhaus, die
undefi nierbare Topfpflanze, Jo’s nachträgliches
Geschenk zum Geb., ließ alles hängen was sie
hatte, mein Magen gab schrille Signale aus dem
Untergrund, und Sam war erkältet, sagte er. Ha-
Hatschi, was muß der arme Sammy leiden. Schluß
damit, Sam, du bist ein Computer, du kannst gar
nicht erkältet sein. Kann ich wohl. Kannst du
nicht. Doch, und ich werde es beweisen, wenn eure
logische Hypopotenz gestatten, a) Computer können
schneller denken als Menschen. OK. b) Computer
können also mehr als Menschen. Ja. c) Wenn Co-
mputer mehr können dann können sie
notwendigerweise auch genauso viel wie Menschen.
Aha ja. Mensch

Der letzte Detektiv: Supernova (BR 1989)
Es war Montag der 12.September 2011, das Datum
habe ich mir gemerkt, man kriegt ja nicht jeden
Tag ein en Brief von einer Leiche. Montagmorgen,
Zeit, die Wochenpost aus der Box zu holen, den Weg
hätte ich mir sparen können, dachte ich, als ich
wieder zu Hause war, das Übliche: Werbung, 2-D, 3-
D, holograph-isch, eine Mahnung der Girozentrale,
endlich mein Konto aufzufüllen, widrigenfalls und
so weiter, das übliche. Papierkorb. O bitte,
Exzellenz, nicht Papierkorb, eine veraltete
Vokabel, altmodisch, abgestanden, altbacken,
antiquiert, ach, der moderne Mensch benutzt einen
Shredder, und drückt sich entsprechend aus. Ok
Sammy schmeißen wir das Zeug halt in den Shredder.
Könnte eure drognodetische Zurückgebliebenheit

Der letzte Detektiv: Schneewittchen (BR 1989)
Es war ein toter Tag, ein Tag, an dem die große
Stadt Babylon so grau und so kalt wirkte wie ein
krepierter Elefant, ein Tag, an dem nichts
passiert, dachte ich. Das war ein Irrtum. Ich war
in den Trödelladen gegangen weil mir die alte
Postkarte im Schaufenster aufgefallen war, eine
Fotographie, 2D, schwarz weiß, altmodisch, so
altmodisch wie Jonas. Ein kleiner Mann mit Hut,
die Oberlippe schief hochgezogen, Revolver in der
Hand und über dem Mann, von links unten nach
rechts oben, ein schwarzer Schriftzug. Eine
Rarität mein Herr, das authentische,
handgeschriebene Autogramm des Schauspielers
Humphrey Bogart, Mitte des vorigen Jahrhunderts
mehr als 60 Jahre alt. 65 genau, das ist ein Bild
aus Big Sleep 1946. Der Herr ist ein

Der letzte Detektiv: Störfalle (BR 1989)
Plötzlich war er da, er stand mitten in meinem
Büro, sehr jung, sehr verlegen und starrte mich
an, mit ries engroßen Kalbsaugen, ich hätte die
Tür verrammeln sollen, oder noch besser verreisen,
weit weit weg von Babylon, aber meine
Kristallkugel war außer Betrieb an diesem 10.
Januar 2012. Herr Jonas? Sie sind doch Herr Jonas?
Ich glaub schon, außerdem stehts draußen an der
Tür. Ja, Herr Jonas, ich, äh, ich finde Sie toll.
Sie sind ein Held, ja, Sie sind der größte, echt,
total der größte. Hör mal zu, Kleiner, Jonas ist
alles mögliche, eine 1-Mann-Show, Jongleur, Clown,
Feuerspucker, Degenschlucker, der Mann auf dem
fliegenden Trapez, der Mann, der durch den
brennenden Reifen springt, für 100 Euros pro Tag
und Spesen, aber

Der letzte Detektiv: Eurodschungel (BR 1990)
Er fing schon mies an, dieser 3. Mai 2012, Jacob
hatte vor, seinen Schuppen umzutaufen, nicht mehr
Casa blanca sollte er heißen, sondern... Wie soll
dein Schuppen jetzt heißen? Babylon, Cafe Babylon.
Cafe? Du weißt doch gar nicht, was Cafe ist,
Jacob. Na und? Cafe hat was, Nostalgie, Klasse. Es
gab immer noch den alten Synth-Whisky, mies und
teuer, es war immer noch das alte Casablanca, ich
fühlte mich wie zu Hause, müde und mies. Ja? Ja,
Moment, für dich Jonas. Sie können eine Nachricht
hinterlassen, sprechen Sie nach dem Pfeifton, tüt,
oder pfeifen Sie nach dem Sprechton, wie Sie
wollen. Jonas? Von mir aus können Sie auch summen
oder singen. Sind Sie Jonas, der Detektiv? Ich
mußte es zugeben, Jonas, nur Jonas.

Der letzte Detektiv: Eurobaby (BR 1990)
Bamballa. Kennen Sie Bamballa? Eine Hafenstadt in
Sahel, Nordost-Afrika. Trocken, heiß, staubig,
trübsel ig, und über dem Ganzen ein
durchdringender Duft nach Kamelmist und
abgelatschten Sandalen. Äh! Das letzte. Ja, Gottes
linke Achselhöhle. Das Loch gleich neben der
Hölle. Des Teufels fauler Stockzahn. Der Arsch der
Welt. Sam. Mein Computer und ständiger Begleiter,
redet viel, weiß alles. Ja. Nur nicht, wie man aus
diesem verfluchten Nest rauskommt. Ich saß fest,
seit einer Woche, ich hatte einen Job in Merdistan
gehabt, das ist der sympathische Staat im Orient,
der seine Bürger mit öffentlichen
Massenfolterungen bei Laune hält, ich sollte ein
Kind aus Merdistan holen für seine Mutter in
Babylon, ihr merdistanischer Ex

Der letzte Detektiv: Euromüll (BR 1990)
Jonas, hilf mir, Jonas, bitte, bitte hilf mir!
Hilf! Jonas! Hilf! Jonas, bitte bitte hilf mir!
Jonas bitte. Jonas bit te hilf mir, Jonas! Judith
ruft mich. Sie ist in Gefahr. Sie braucht Hilfe.
Wo ist Sie? Wo bin ich? Ich wachte auf. Ich war in
Afrika, ich hatte geträumt, aber da rief immer
noch jemand. Jonas! Hilfe! Hilf mir Jonas. Hilfe!
Machen Sie auf, Jonas, schnell! Nicht Judith. Die
war zu Hause in Babylon. Ein Mann. Jonas, laß das,
Jonas jetzt steh doch auf! Da ist einer an der
Tür! An der Tür. Vor unserem Bungalow, in der
Hotelanlage am Meer, unter Palmen, mitten in der
Nacht. Ein Radaubruder. Wußte der nicht, daß Jonas
Urlaub hatte? Jonas! Um Gottes Willen, Hilfe!
Hilfe! Ah! Nein, ich will das nicht, ich hab frei.
Was ist Jonas? Ach

Der letzte Detektiv: Euroblues (BR 1990)
Judith ist tot, damit sollte ich anfangen, aber
das kann ich nicht, ich fange an mit dem 20. Juni
2012, dem Tag, an dem ich Judith zum letzten Mal
lebend gesehen habe, bei mir, in meinem
Büroapartment. Wir schreiben das 21. Jahrhundert,
eine Zeit der Pläne und Grenzen, der Rahmen und
Programme, in dieser Zeit lebte ein Mann, der
anders ist als die anderen, der in keinen Rahmen
paßt und in kein Programm, der seinen Weg geht,
einsam, integer, furchtlos, es ist, Tusch Majestro
please, Jonas, Jonas, the last detective hahaha.
Bravo, du solltest dir angewöhnen, deine Tür
abzuschließen, Jonas. Judith! Bist du sicher, daß
du zu mir willst? Stör ich? Ich hab das Gefühl ich
bin hier in eine Sitzung des Vereins für
gegenseitige Beweih

Der letzte Detektiv: Attentat (BR 1991)
August 2012. Hochsommer, brütende Hitze, die
Klimaregulierung war kaputt, wie immer, Babylon
die gro ße Stadt, stank zum Himmel, ein
gigantischer Misthaufen, verrottet, verwest,
verfallen und trotzdem begehrt, manche reißen sich
sogar darum, alle fünf Jahre wenn die Wahl zum
Bürgermeister ansteht. Harry Hauer. Nur Harry
Hauer. Ihr Kandidat. Neu. Harry Hauer. Wer hat
sich hochgearbeitet vom Volksrentner zum
Multimilliardär? Harry Hauer. Wen braucht Babylon?
Harry Hauer. Wer wird Bürger meister? Harry Hauer.
Wen wählen Sie? Harry Hauer. Nur Harry Hauer.
Harry Hauer. Nur Harry Hauer. Ihr Kandidat. Neu.
Unverbraucht. Harry Hauer... Wen wählen Sie?
Überall Wahlrobots und Slogomaten.

Der letzte Detektiv: Westfront (BR 1991)
Was ist los mit dir Jonas, du sitzt da, sagst
nichts, machst ein Gesicht wie Chefinspektor Brock
im Spätdien st, trinken tust du auch nicht, was
hast du? Ich mach mir Gedanken, Jacob. Ach was,
worüber? Über Philip Marlowe, warum er immer im
Trenchcoat rumgelaufen ist, in Kalifornien, wo es
nie geregnet hat, damals. Im 20. Jahrhundert. Ich
sag dir was, Jonas, du bist von der Rolle. Sah
ganz so aus. Vielleicht lags daran, daß Judith
gerade ein viertel Jahr tot war, oder daß mein
letzter Fall schon zwei Monate zurücklag. Wie auch
immer, mit Jonas war nicht viel los, mit dem
Casablanca auch nicht, außer Jonas nur zwei Gäste,
alter Mann, junge Frau, hinten in der Nische.
Weißt du was ich glaube, Jonas? Ich glaube, du
wirst alt

Der letzte Detektiv: Wunderland (BR 1991)
Ein Klient kommt ins Büro, ein ordentlicher Fall
bei einem ordentlichen Privatdetektiv fängt so an,
so muß es sein, so steht es in den Büchern, nicht
beim letzten Detektiv, meine Fälle fangen meist
woanders an, im Casablanca zum Beispiel, dieser
Fall fing ordentlich an, in meinem Büro, nur eins
war nicht in Ordnung, der Klient hätte eine
Klientin sein müssen, wunderschön, geheimnisvoll,
und möglichst blond. Nett haben Sie es hier, Herr
Jonas, so, so übersichtlich. Schauen Sie, Damen
und Herren, staunen Sie, vor Ihnen erstre ckt sich
in seiner ganzen unfaßbaren Weite von sage und
schreibe 22 Quadratmeter das Büroapartment von
Jonas dem letzten Detektiv. So lebt Jonas, Damen
und Herren, so arbeitet Jonas, sind Sie hier um
mein

Der letzte Detektiv: Paranoia (BR 1991)
Zwei Knaben gingen durch das Korn... Nicht schon
wieder. Der eine bluß das Klappenhorn. Nein. Doch,
er konnts zwar nicht gut blasen, doch blus ers
einigermaßen. Freut euch des Lebens. Ja wahrlich
freuet euch und abermals freuet euch, denn siehe,
Großmutter wird mit der Sense rasiert. Ole.
Hahaha. Sam hatte sich einen Virus eingefangen,
den berüchtigten Klapphornvirus, weiß der Teufel,
wo er sich rumgetrieben hatte, Sam ist mein
Computer, klein, aber laut, eine Nervensäge schon
ohne Virus, und mit Virus gar nicht mehr
auszuhalten. Und ferner steht geschrieben im Buche
des Klapphorns: zwei Knaben suchten emsiglich am
Baum nach einem Apfel, sie fanden keinen Apfel
nicht. Der Baum das war ne Pappel, hallo. Was
sagten Sie

Der letzte Detektiv: Pharao (BR 1993)
Das Ministerium für Kultur war noch dasselbe
schäbige Gebäude, nicht weit vom van-Dusen-Platz,
aber hinter dem schäbigen Schreibtisch im
schäbigen Büro saß nicht mehr Dr. Gödel
Escherbach, Gott hab ihn selig, jetzt saß da eine
Frau wie eine Stahlfeder: grau, hart, dünn,
gespannt. Cornelia Schrödinger, M.A., Dezernentin
für Museen und kulturellen Austausch, setzen Sie
sich, Herr Jonas. MA? Magister Artium, ein
akademischer Titel, Medienwissenschaft Universität
Babylon, und wo haben Sie studiert, Herr Jonas?
Uni Feuerland, Nahkampf und Guerillatechnik. Der
antarktische Krieg, ich verstehe, zur Sache Herr
Jonas, im November 2010 vor rund zweieinhalb
Jahren haben Sie für uns einen Auftrag ausgeführt,
sie haben damals

Der letzte Detektiv: Nachtcafe (BR 1993)
Sie wimmelten um uns herum, kratzten an der
Plexikuppel, drückten sich die verschorften Nasen
platt, stier ten auf unseren Tisch, unsere Teller,
Steaks, echtes Rindfleisch, unbezahlbar, sie
zeigten uns ihre dürren Rippen, ihre
aufgetriebenen Bäuche, ihre offenen Wunden, ihre
Eiterbeulen, und sie schrieen, sie schrieen vor
Hunger, sie schrieen nach unseren Abfällen, der
bullige Typ neben mir warf ihnen was zu, einen
abgenagten Knochen, durch die elektronisch
gesicherte Klappe, sie stürzen sich drauf, fielen
übereinander her, schlugen sich blutig. Hahahaha,
das macht Laune und Appetit, Hunger ist der beste
Koch, sagten schon Opa und Oma im guten alten 20.
Jahrhundert, na, ihr Klappergestelle, noch ein
Stück? Kusch später

Der letzte Detektiv: Strafkolonie (BR 1993)
Mir gings gar nicht gut, Jacobs neuer Whisky,
beste Schmuggelware aus Singapur, sagte er,
gestern abend hatte ich das Zeug im Casablanca
getestet, ich fühlte mich wie die uralte Mumie
eines uralten Pharao und ich sah auch so aus, aber
den kahlköpfigen Mann, der mir in meinem
Büroapartment gegenüber saß, störte das nicht, im
Gegenteil. Sehr schön, zerknittert, unrasiert,
Augen blutunterlaufen, Ringe drum herum, bleiben
Sie so, Herr Jonas, so sind Sie genau richtig für
den Job. Welchen Job? Den Sie für mich erledigen
werden, Herr Jonas. Werd ich das, worum gehts
denn? Sie werden meine Außenstände eintreiben, so
was machen Sie doch, oder? Klar, mach ich, wenn
sich nichts Besseres bietet, ich bin Detektiv,
Privatdetektiv.

Der letzte Detektiv: Ufo (BR 1993)
Er stand auf seines Daches Zinnen und schaute mit
trüben Sinnen auf Babypsilon die große Stadt. Die
Sicht aus meinem Fenster im 16. Stock war gut,
ausnahmsweise, klar und scharf lag das nächtliche
Babylon unter mir, rin riesiger Flickenteppich, im
Westen die Ghettos der Reichen, in gedämpftes
Goldgelb, ruhig, gediegen, grell und aufdringlich
das Zentrum, das Amüsierviertel, knallbunt
flackernd, strahlend weiß die geballten Hochhäuser
der Wirtschaft, steif und steril, dazwischen in
unregelmäßigem Hell-dunkel die normalen
Wohnbezirke, im Südosten ein großes schwarzes
Loch: das Reservat, rundum, am Horizont, die
Wildnis, eine dauernde dunkle Drohung, darüber,
als heller Kontrapunkt: ein Ufo, ein rotierender
Diskus

Der letzte Detektiv: Weihnachtsmärchen (BR 1995)
Sti-hille Nacht, hei-lige Nacht, Coco hat in die
Hose gemacht. Altes Ferkel. Coco lacht, daß es
kracht, hah ahahaha, Spaß muß sein, Kinder, aber
jetzt sind wir mal ein bißchen ernst
ausnahmsweise. Ich nicht. Kinderweihnachten steht
vor der Tür, das Fest der Liebe, was ist Liebe?
Liebe ist nicht nur das, was die Großen nachts im
Bett machen, wenn sie glauben, ihr schlaft schon.
I pfui Teufel. Liebe ist Fühlen, mitfühlen, mit
den vielen armen Kindern, die keine Geschenke
kriegen, mit den Kindern in der Drittwelt, die
krank sind, die Hunger haben, Liebe ist Geben. Ne
ne! Nehmen. Gebt, Kinder, soviel Euros, wie ihr
könnt, schickt sie an mich an euren Freund Coco,
den Clown mit dem goldenen Herzen, Network HoloTV
Babylon

Der letzte Detektiv: Virtuella (BR 1995)
Sie kennen das, aus hundert Romanen und tausend
Filmen, der Privatdetektiv sitzt in seinem Büro,
dreht Däumchen, bohrt in der Nase, plötzlich geht
die Tür auf - und wer kommt rein? Richtig, eine
tolle Frau, atemberaubend, geheimnisvoll, blond,
angezogen wie das Titelblatt von Lifestyle. Sie
sah mich an, herausfordernd, abschätzend, sie
setzte sich, schlug die Glitzerbeine übereinander,
vielleicht ein bißchen klein geraten, und ein
bißchen ungelenk, sie war erst dreizehn. Dreizehn
einhalb, hallo, wie geht es Ihnen? Gestern ging es
noch, und selbst? Danke der Nachfrage, Sie sind
der Detektiv? Ich bin Jonas, nur Jonas, der letzte
Detektiv, Enkel von Sam Spade und Philip Marlowe,
Spezialist für aussichtslose Fälle, für Fälle

Der letzte Detektiv: Kopfjäger (BR 1995)
Der Klimadom war kaputt, endgültig, die Schleusen
des Himmels hatten sich geöffnet. Babylon soff ab,
Sint flut. Weltuntergang. Großalarm. Tatü Tata...
Das Wasser stieg und stieg. Als es mir in Mund und
Nase lief, wachte ich auf. Kein Wasser, keine
Sintflut. Ein Traum. Aber der Alarm war noch da.
Unüberhörbar. Innervierend. Sam, natürlich, Sammy,
wer oder was sonst. Halts Maul. Wie spät? Drei Uhr
17 Minuten und 9 Sekunden wenns beliebt, Tatü
Tata! Mitten in der Nacht machst du einen
widerlichen Radau. Was ist los. Alarmstufe Rot,
Genosse. Knallrot. Feuerrot. Priorität 1a. Jetzt
nimm endlich ab, das Fon. Tatü Ta. Jajaja jaja.
Jonas nur Jonas der letzte Detektiv, wenn Sie mich
wegen irgendwelchem Pipifax geweckt haben wird

Der letzte Detektiv: Unterwelt (BR 1995)
Ih, eine Ratte! Es war keine Ratte, es war Sam,
Samobil, genauer gesagt, nach dem Kopfjägerfall
hatte ich ihm gekauft, was er sich schon lange
gewünscht hatte: ein Mobilitätssystem für
Minicomputer, Software, Räder, Getriebe, Motor,
maßgeschneidert, Sam war begeistert, Jonas
weniger, ein Computer, der spricht, ist schlimm
genug, ein Computer, der spricht und durch die
Gegend düst, ist schlimmer, ein Computer, der
spricht und düst und mit seinem Herrn fangen
spielt ist das letzte. Na los, krieg mich doch
krieg mich doch bin ein bißchen flotter, krieg
mich doch, krieg mich doch, bin ein kleiner Otter.
Du Lahmgesäß. Sofort kommst du her, Sam, bei Fuß.
So nicht, denn wahrlich, Sammy ist kein Pfiffi,
keine Töle, kein Hundevieh

Der letzte Detektiv: Blackout (BR 1998)
Ich wachte auf wie jeden Morgen, soweit nichts
Besonderes, aber wenn ich aufwache liege ich im
Bett, nor malerweise, diesmal nicht, diesmal lag
ich im Eingang eines Hauses an einer Straße, war
ich schon mal auf der Straße aufgewacht? Ich
konnte mich nicht erinnern, ich konnte mich an
nichts erinnern, an gar nichts, ich richtete mich
auf, kam auf die Beine, sah mich um. viele
Fahrzeuge auf der Straße, und Menschen, Menschen
über Menschen, alle in Bewegung, eifrig,
zielstrebig, leicht verblödet, ich stand nur da,
nicht eifrig, auch nicht zielstrebig, aber
verblödet, nicht nur leicht, völlig, total, ich
wußte nichts mehr, ich wußte nicht, wo ich war,
nicht, wie ich hergekommen war, und vor allem
nicht, wer ich war, in meinem

Der letzte Detektiv: Drachentöter (BR 1998)
Was trägt die fashionbewußte, zeitgeistige, up-to-
date Babylonierin demnächst im Ocean-Park? CamFash
zeigt es Ihnen, meine Damen, schauen Sie her, Sie
auch, meine Herren, sind unsere Andro-Models nicht
eine wahre Augenweide? Es geht los mit Modell
Franzi, ein Superbadeanzug im Stil der naughty
nineties, provokant hohes Bein, unauffällig
eingearbeiteter Wonderbra. 19. Oktober 2014,
Kaufhaus Wunderland, Tigrisplatz, Babylon, Camelot
Fashions der größte Textilkonzern in Europa,
führte Bade- und Freizeitmode vor, natürlich
Computer-Design, keine Haute Couture, natürlich
Androidinnen, keine menschlichen Mo-dells, großer
Andrang, sehr viele Frauen, viele Männer, ein paar
Transis, und mitten drin Jonas. Wie das

Der letzte Detektiv: Knochenarbeit (BR 1998)
Es war kein Treibhaus. Es war eine Terrasse. Aber
sie war heiß und hell und grün, wie ein Treibhaus.
Und der Mann im Rollstuhl war wie General
Sternwood, uralt, halbtot, mit einem Gesicht wie
eine zerknitterte Maske. Er war natürlich nicht
General Sternwood, er war Senior Hector de la
Serna, wir waren auch nicht in Los Angeles,
sondern in der Siedlung Bon Retirdo, auf der
schönen Insel Palmera im Mittelmeer, wo sogenannte
Senioren aus ganz Europa auf den Tod warten wenn
sie es sich leisten können, und ich war nicht
Philip Marlowe. Sie sind Jonas, nur Jonas, der
letzte Detektiv. In Babylon. Auch auf Palmera, das
kann ich Ihnen versichern, hätte ich Sie sonst
kommen lassen? Das hatte er, Airticket Babylon-
Alicante

Der letzte Detektiv: Invasion (BR 1998)
Ich hätte nicht aus der Mine fliehen sollen, Herr
Jonas, das ist mir klar, ich hätte nicht nach
Babylon komm en sollen, aber ich mußte einfach,
ich mußte wissen, was mit meinem kleinen Bruno
ist, ob er die Invasion überlebt hat. Die was? Die
Invasion, die Aliens, die aus dem Weltraum
gekommen sind, in ihren Raumkreuzern, die hier
alles kaputtgeschossen haben. Haben sie das? Ja,
dann sind sie gelandet und haben die Erde besetzt,
aber das wissen Sie doch so gut wie ich, Herr
Jonas. Da bin ich mir nicht so sicher. Sie war
nicht mein Typ. Sehr groß, grob, unschön, trotzdem
wimmelte ich sie nicht ab, als sie sich zu mir
setzte, im Casablanca, ich hörte ihr zu, warum
weiß ich nicht, vielleicht hatte ich eine
Vorahnung, sie hieß Lili, sagte

Der letzte Detektiv: Traumschiff (BR 2001)
Sechs Uhr zehn, die Sonne ging auf über Babylon,
das stand im Kalender, zu sehen war es nicht, seit
Mon aten streikten die städtischen Putzbrigaden,
der Klimadom war dicht, total verdreckt, darunter
taten 20 Millionen Babylonier das, was sie immer
taten: standen auf, gingen schlafen, liefen herum,
gingen arbeiten, brachten sich um, machten Liebe,
machten gar nichts, machten weiter, der 21.
September 2015, ein Tag wie jeder andere, nicht
für Sam, heute war sein Geburtstag, sagte er. Hey,
heute ist mein Geburts tag, jawoll, der Tag des
Herrn, der Tag des Herrn Samuel, happy birthday to
me, happy birthday to me... Quatsch, Computer
haben keinen Geburtstag. Ach? Und wo, so frage ich
euer Ehren, gezielt, dezidiert und

Der letzte Detektiv: Totentanz (BR 2001)
Noch ein Bier, Gringo? Immer mit der Ruhe, ich hab
ja noch was. Hör zu, Gringo, du sitzt jetzt schon
zwei Stunden vor einem Bier, bei solchen Gästen
geh ich Pleite, hau ab, Gringo, verpiß dich. Der
Wirt erinnerte mich sehr an seinen Kollegen Jakob
vom Casablanca, genauso umgänglich, genauso
liebenswürdig, erstaunlich, wo die beiden doch
viele tausend Kilometer auseinander waren, die
Cantina saluti pesetas stand nicht in Babylon,
sondern in Puerto Porco im freundlichen Ländchen
Costaguana in Südamerika, Sa m sagte Costamerda,
er war nämlich der Landessprache mächtig, und fand
es hier genauso schön wie sein Herr. Sammy will
nach Hause. Jonas auch, Sam, ich werd dich wohl
verkaufen müssen. Verkaufen? Hör

Der letzte Detektiv: Wildwest (BR 2001)
Als das in Babylon erfolgreichste und beliebteste
Holoformat des vergangenen Jahres hat sich noch
vor Schwarze Dahlie, der Serienmörder der Woche
die von Supermedia produzierte Kain-und-Abel-Show
erwiesen, eine schlichte Grundidee: fünf
Freiwillige werden zusammengesperrt und
eliminieren sich gegenseitig, bis nur noch eine
Person übrig bleibt, und eine aufwendige
Produktion in wechselnden Szenarien, erwähnt seien
hier nur die römischen Gladiatorenspiele im
Amphitheater, der Wüstenplanet oder die Schlacht
von Stalingrad, diese Mischung kam offenbar an,
damit hat wieder einmal Supermedia den begehrten
Big Brother gewonnen. Glückwunsch, Beringer, das
war doch Ihre Idee, die Kain-und-Abel

Der letzte Detektiv: Mafia (BR 2001)
Abends war ich im Casablanca gewesen, allein, ich
hatte an Jamaro gedacht, kein Wunder, daß ich in
der Nacht von ihr träumte, ein erotischer Traum
wars leider nicht, außer vielleicht für einen
Bondage-Fan, Jonas ist keiner. Hilf mir, Jonas,
sie haben mich gefangen, die Russen und ihr
schwarzer Teufel, im Aeroport, zuviel Technik, ich
war nicht stark genug, und jetzt halten sie mich
fest, fefesselt, unter Drogen, du mußt mir helfen,
Jonas. Jamaro, indianische Medizinfrau, Schamanin,
vor einem halben Jahr waren wir uns begegnet,
drüben, in Costaguana, die Totentanz-Geschichte,
wir waren uns nahegekommen, sehr nahe, bis Jonas
nach Babylon zurückflog. Jamaro blieb dem Mörder
ihres Stammes auf den Fersen, dem schwarz

Der letzte Detektiv: Comeback (Kanzlei Dr. Bahr
2008)
Die Mitternacht zog näher schon in stummer Ruh lag
Babylon. In stummer Ruh, nimm dir ein Beispiel
dran Sammy, und was heißt Mitternacht, es ist fünf
nach 8, früher Morgen. Das war nicht die
Zeitansage, du Banane äh Banause, das war Pöesie,
Poesie, Dichtkunst, du verstehen. Sam, mein
Computer, ein Sonder-modell, besonders verbal,
extrem verbal, er kann seine Klappe nicht halten,
auch wenn er keine hat, er nervt, andererseits,
was wäre mein Leben ohne Sam, entspannter,
ruhiger, und viel viel uninteressanter, wer will
das schon? Belsatzar von Heinrich Heine, ein
unsterbliches Meisterwerk, Jehova, dir künd ich
auf ewig Hohn, ich bin der König von Babylon.
Schluß mit dem Knattergemine, geh ans Fon. Oh da
bemüht

Der letzte Detektiv: Abgesang (Kanzlei Dr. Bahr
2008)
Sie war jünger als ich, um die 40, dunkles Haar,
dunkle Augen, eine wohlgefällige Figur in einem
dieser Outfits, die nach nichts aussehen und mehr
kosten als ein Detektiv im Monat verdient, in
meinem schäbigen Büroapartment wirkte sie wie ein
Kirschblütenzweig in einer alten Bierflasche. Mein
Name ist Judith. Judith? Sie sehen mich an, als ob
Sie mich kennen, kenne ich Sie? Sie hieß Judith,
und so sah sie auch aus. Was war das? Eine
Halluzination? Dejavu Monsignore. Deschawas? Ach
vergiß es. Dabei hatte er so mies angefangen,
dieser 1. Mai 2017. Der Geburtstag eines gewissen
Detektivs. Ich war früh geweckt worden. Im Prinzip
keine schlechte Sache, weil ich böse geträumt
hatte. Ich war draußen, in PH1, kroch durch Röhr


Michael Koser: Cocktail für Zwei:
Kongo King Blue (DLR 1998)
Wenn ich die frühe Karriere unseres
Glücksritterduos Felix und Cora Revue passieren
lasse, ihre ersten Unternehmungen in Rußland und
London, das Berliner Tangoabenteuer, den Coup in
Monte-Carlo, die Affäre um den Hohenzollernhort,
dann frage ich mich, womit fange ich an, mit dem
Anfang natürlich, sagt der chronikalisch korrekte
Pedant, so gehört es sich, so muß es sein,
wirklich, die zwanziger Jahre in denen unsere
Geschichten spielen, waren alles mögliche, golden,
schmutzig, wild, mondän, krisenhaft, glorreich,
schrill, pedantisch und korrekt waren sie nie, ich
glaube ich beginne mit dem Abenteuer an der
Riviera, blaues Meer und Sonnenschein, Kinostars,
Luxus, großes Geld und große Gauner, der ideale
Einstieg in die

Tango Berlin (DLR 1998)
Als das Jahr 1920 sich dem Ende zuneigte, als die
Tage kürzer und kälter, die Nächte länger und
heißer wurden, schüttelte ganz Berlin sich im
Shimmyfieber, ganz Berlin nein, im vornehmen Hotel
Kaiserhof trotzte das Orchester dem Zeitgeist und
spielte weiterhin Tango, zur Freude eines
erlesenen Publikums, es war Hochsaison, Sonntag,
der 10. Oktober 1920, mitten in der Nacht. Eben
hab ich etwas Hochinteressantes gehört, Freund
Felix. Von wem, teuerste Cora. Von dem kleinen
kravonischen Botschaftsattache, mit dem ich gerade
getanzt habe, der mit den breiten Schultern und
den schönen schwarzen Haaren. Und dem Hohlraum
darunter. Mag sein, aber die Fassade ist imposant,
das müssen sie zugeben. Was haben Sie denn nun

Kaiserpunsch (DLR 1998)
An einem schönen Sommerabend im Jahr der großen
Hitze, präziser am Donnerstag, dem 11. August 1921
gegen 9 Uhr, ritt ein elegantes Paar auf zwei
eleganten Brauen über den einsamen Strand des
eleganten Badeorts Schevenig, es war noch sehr
warm, die Dämmerung hatte soeben erst eingesetzt
und die Reiter, die man in ihrem eleganten Hotel
kannte als Sir Mortimer und Lady Gwendolyn
Grenfellpetinkton waren auf der Suche nach dem
Sinn des Lebens. Was vermissen Sie, Freund Felix.
Das Salz in der Suppe, Spannung, Gefahr, Risiko,
Abenteuer. Das exquisite Gefühl auf dem Drahtseil
über dem Löwenkäfig Tango zu tanzen. Genau das,
teuerste Cora, für eine geruhsame Existenz in
Filzpantoffeln sind Felix und Co nicht ge

Bloody Mary (DLR 1998)
Bisher meine Damen und Herren haben Sie mit mir
Felix und Cora an die CotedAzur begleitet, nach
Berlin und zum Versteck des Hohenzollernhorts,
jetzt wird es Zeit, zu den Ursprüngen
zurückzukehren, als alles begann, es war einmal
ein Krieg, ein Weltkrieg, er sollte der letzte
sein und war doch nur der erste, in die sem Krieg
gab es einen Offizier der Felix hieß und zum
Geheimdienst seines Landes gehörte und es gab auf
der Gegenseite eine Spionin namens Cora, nun
geschah es, daß beide sich trafen und aus Feinden
zu Freunden wurden, da sie der Ansicht waren, für
einen frühen Tod seien sie viel zu schade,
verließen sie die Front unter Mitnahme erheblicher
Summen die nicht ihnen gehörten sondern ihren
jeweiligen Generalstäben und

Eiffel sour (DLR 1999)
Das Jahr 1922 war angebrochen und die Welt drehte
sich immer schneller, Landru der schwarzbärtige
Frauenmörder verlor Bart und Kopf, mit großem
Getöse tagte zu Genua eine internationale
Konferenz, die die Weltwirtschaft sanieren sollte,
ein gewisser Josef Stalin wurde Generalsekretär
der kommunistischen Partei Rußlands, der
französische Ministerpräsident Briand mußte
zurücktreten und Monsieur Poincare übernahm seinen
Posten, das alles ist bekannt, das alles steht in
den Geschichtsbüchern, daß der Eifelturm, das
weltberühmte Wahrzeichen der Stadt Paris gestohlen
wurde, das steht nicht in den Geschichtsbüchern,
am Nachmittag des 9. Mai 1922 nahm diese schier
unglaubliche Geschichte ihren Anfang. Von hier aus
ist

Surabaya Sling (DLR 1999)
Es war ein schöner Junitag im Jahre 1922, die
Sonne strahlte als gäbe es weder Weltkriege noch
Friedensverträge, die Vögel die nichts wußten von
Wirtschaftskrise und Inflation sangen aus vollem
Hals und durch die von keiner Erhebung
beeinträchtigte Plattheit der norddeutschen
Tiefebene dampfe behäbig ein Bummelzug, sofern er
nicht, wie es sich des öfteren als unumgänglich
erwies, in einem der zahlreichen kleinen Bahnhöfe
eine Verschnaufpause einlegte. Willsum hier
Willsum, beim aus- und einsteigen beeilen bitte.
Was für ein Nest, teuerste Cora, so winzig, so
ruhig, so ganz und gar uninteressant. Glauben sie
Felix, je kleiner die Laus, desto fetter der
Schmaus. Oh kravonisches Sprichwort. Ganz recht,
hätten sie nicht Lust, diesem

Germanengold (DLR 1999)
Wir sind von Kopf bis Fuß auf Wagner eingestellt,
denn das ist unsere Welt und sonst gar nichts.
Heil dir Holde. Heil dir Held Herman. Was gibts zu
schmausen. Semmeln, Wurst, Käse, Eier, wie immer.
Trefflich, trefflich, schenk ein den Kaffee aus
keramischer Kanne, schweig stille Loki du arger
Wicht. Pst gleich kriegst ein Wursti. Herman der
Cherusker und Thusnelda saßen am Frühstückstisch,
dieser stand in der Villa Walhall und diese
wiederum stand an der Poschingerstr. im vornehmen
Münchner Stadtteil Bogenhausen, eigentlich hieß
Herman Alois Wichtel und so sah er auch aus, trotz
seiner wenig imposanten Statur, seiner auswärts
gebogenen Knie, seiner spärlichen mausblonden
Haare hielt er sich für die leibhaftige Wiedergeb

Titanic Smash (DLR 1999)
Titanic, alle reden immer nur von der Titanic
dabei waren es zwei zwei Schiffe. Es war vor
Jahren gewesen noch während des Kriegs, in
Amsterdam, Felix hielt sich incognito im neutralen
Holland auf, der Grund tut nichts zur Sache, in
einer finsteren Kaschemme im Hafenviertel war er
mit einer gewissen wichtigen Kontaktperson
verabredet, der Mann ließ auf sich warten, er kam
übrigens nie, er trieb ein Messer im Rücken in
einer abgelegenen Gracht, doch dies nur nebenbei,
während er wartete gab Felix einem betrunkenen
Seemann einen Ginebra aus, und der revanchierte
sich mit einer höchst erstaunlichen Geschichte.
Zwei Schiffe zwei Schwestern, fast Zwillinge, erst
die Olympic, dann die Titanic, eine sah aus wie
die andere, darum ist


Michael Koser: Sonstige Hörspiele:
Einmal Utopia - hin und zurück (RIAS 1970) (Ein
Schulfunk-Hörspiel) (nach Robert Sheckley: A
Ticket to Tranai)
(Ein Planet mit dem Ruf eines Steuerparadieses und
Idealstaates erweist sich bei näherem Kennenlernen
als Paradies mit kleinen Fehlern. Seit Gottlieb
von Borg gehört hat, einem kleinen kolonisierten
Planeten irgendwo in der Galaxis, glaubt er sein
Utopia gefunden zu haben, denn dort soll es die
absolute Freiheit des Individuums geben. Keine
staatliche Aufsicht, keine Gesetzbücher, keine
Juristen, keine Polizei und deshalb auch keine
Verbrechen. Jeder kann tun, was er will. Freie
Bahn dem Tüchtigen. Private Unternehmerinitiative
und freier Kapitalfluß sind das ökonomische
Prinzip. Armut gibt es nicht. Auf Borg hat jeder
das Recht, an der Umverteilung des Reichtums zu
seinen Gunsten mitzuwirken. Was das in der Praxis
bedeutet, erfährt Gottlieb gleich nach seiner
Ankunft, als er einem Straßenräuber zum Opfer
fällt. Man klärt ihn auf, daß es sich um einen
Steuereintreiber der Regierung gehandelt hat, eine
unbürokratische und verhältnismäßig schmerzlose
Methode der Finanzpolitik. Umverteilung durch
Straßenraub ist ganz legal. Jeder sorgt für sich
selbst, und man rät ihm, es ebenso zu machen. Der
Präsident persönlich heißt ihn willkommen und
vermittelt ihm einen Job in einer Fabrik, in der
möglichst unzuverlässige und ungeschickte
Haushaltsroboter konstruiert werden, um den
Menschen das Gefühl der Überlegenheit zu geben.
Man drängt Gottlieb, so schnell wie möglich zu
heiraten, denn Junggesellen haben auf Borg keinen
Status, und Abweichungen von der Norm sollte er
sich besser nicht leisten. Als ihn seine junge,
hübsche Frau jedoch aufklärt, daß es auf Borg
üblich ist, die Frauen regelmäßig einzufrieren,
damit sie sich im Kältegenerator jung erhalten
können, sieht er die Zeit für Reformen gekommen.
Bereitwillig will ihm der Präsident sein Amt
abtreten, denn auf Borg kann jeder Präsident
werden. Als er jedoch hört, welch makabres Ende
dem Staatsoberhaupt droht, wenn die Bevölkerung
bei sinkender Popularität mehrheitlich den
Minusknopf drückt, beschließt er spontan, zur Erde
zurückzukehren, von der man sagt, daß sie mit
ihrem geregelten Staatswesen und ihrer geordneten
Wirtschaft ein wahres Paradies sein soll)

Kein Job mehr für die Roboter (RIAS 1970)
(Schulfunk) (nach Brian Aldiss: But who can
replace a man)
(Ein Experiment soll klären, ob Roboter bei
Ausbleiben menschlicher Befehle selbst
Entscheidungen treffen können. Kein Mensch muß
mehr körperlich arbeiten. Alle anfallenden
Tätigkeiten werden zuverlässig von Robotern
erledigt, die ihre Anweisungen per Funk erhalten.
Die Robotpsychologin Julia will erstmals beweisen,
daß Roboter fähig sind, ihre Arbeit ohne Anleitung
selbständig zu organisieren. Mit Billigung des
obersten Konzils wird die Funkverbindung zu einer
der landwirtschaftlichen Außenstationen
unterbrochen. Eine Überwachungsfrequenz, von der
die Roboter nichts wissen, erlaubt es, den Verlauf
des Experiments zu verfolgen. Als die Anweisungen
von der Zentrale ausbleiben, ahnt R 1, Koordinator
der mit sieben Robotern besetzten Agrarstation,
daß irgend etwas nicht so ist, wie es sein soll.
In seiner Datenbank findet er jedoch für eine
solche Situation keinen Präzedenzfall. Ein
technischer Defekt scheidet aus, deshalb kann der
Fehler nur bei den Menschen selbst liegen. Wären
nur einige Menschen außer Betrieb, hätten andere
sie längst ersetzt. Da dies nicht der Fall ist,
bleibt einzig die logische Folgerung, daß alle
Menschen außer Betrieb sein müssen. Wenn aber
keine Menschen mehr da sind, gibt es auch
niemanden, für den die Roboter arbeiten können.
Also sind die Roboter jetzt frei und können tun,
was Ihnen gefällt. Sie werden ihre eigenen Herren
sein und bald die Welt beherrschen. R 1, der über
das Gehirn mit der größten Kapazität verfügt,
ernennt sich zum Führer. Die Stadt der Menschen
soll zerstört und durch eine neue für Roboter
ersetzt werden. Spaltbares Material ist in ihren
Atomreaktoren ausreichend vorhanden. Als man in
der Zentrale registriert, daß das Experiment außer
Kontrolle zu geraten droht, versucht man, es im
letzten Moment zu stoppen. Aber zu spät: R 1 hat
seinen Empfänger abgeschaltet. Schon bewegt sich
ein immer größer werdender Zug von Robotern auf
die Stadt zu)

Reservat. There are no Truths outside the Gates of
Eden (RIAS/SWF 1970) (Werkstatt des Hörspiels)
(Andersdenkende und Außenseiter der Gesellschaft
werden in ein Reservat abgesondert und
ausgebeutet. Um sich subkultureller Bewegungen zu
entledigen, die das lautlose Funktionieren der
Gesellschaft stören und ideologische
Unzufriedenheit verbreiten könnten, hat man unter
einem gigantischen Plexiglasdom einen Freiraum
geschaffen, ein künstliches Paradies der
Antisozialen, von der Außenwelt hermetisch
abgeschlossen und durch eine komplexe Maschinerie
ständig in einem Schwebezustand gehalten.
Automaten versorgen die Insasssen mit allem, was
sie brauchen. Jeder kann leben, wie er es sich
wünscht. Nichts ist verboten. Fast alle sehen
glücklich aus. Die wenigsten wollen wahrhaben, daß
ihr Horizont begrenzt ist, daß es eine Grenze
gibt, die nicht überschritten werden kann.
Möglichkeiten der innerinstitutionellen Rebellion
sind bewußt vorgesehen und selbst
institutionalisiert. Aber es ist sinnlos,
Automaten zu zerstören, weil jeder Ansatz, ein
Zeichen zu setzen, folgenlos bleibt. Die weitaus
meisten haben ihre ursprünglichen Ziele längst
zugunsten individueller Glücksbefriedigung
aufgegeben. Anfängliche Widerstände in der
Öffentlichkeit sind beseitigt, seit man erkannt
hat, daß die Institution keine karitative Anstalt,
kein sozialer Luxus ist, sondern sich ökonomisch
selbst trägt. Weil antisoziale Haltung oft mit
künstlerischer Begabung korrespondiert, kann die
Gesellschaft sich der Resultate ihrer
schöpferischen Arbeit bedienen, um nach Entfernung
extremer Auswüchse und normalisierender
Bearbeitung die streng lineare Geometrie des Plans
abzurunden. Daß die Schützlinge auf diese Weise
Erhebliches zur Bereicherung der Gesellschaft
beitragen, die Sie ablehnen, entbehrt nicht einer
gewissen Ironie. Thema des Hörspiels in der
Dialektik zwischen Innenansicht und
Außendarstellung der "Institution" sind Begriffe
wie Freiheit, Toleranz und Revolution, aber auch
die Abkapselung des Kulturbetriebs von der realen
gesellschaftlichen Entwicklung, wobei Michael
Koser sein eigenes Werk selbstkritisch nicht
ausnimmt.) (Die Utopie handelt von einem
künstlichen Paradies, geschaffen von einer
zukünftigen Weltregierung für alle diejenigen, die
gegen den "Plan", die vorausberechnete
wirtschaftliche und politische Ordnung opponieren:
Künstler, Gammler, Oppositionelle jeder Art. In
dem von der Außenwelt abgeschlossenen Reservat
erhalten die darin Angesiedelten mühelos alles,
was sie zum Leben brauchen, haben sie völlige
Freiheit, die Lebensform zu wählen, die sie
wünschen - die Gesellschaft "draußen" aber hat
sich dadurch auf "humane" Art von ihrer
unberechenbaren Opposition und Revolution befreit.
Auf der anderen Seite finden sich auch die
Außenseiter der Gesellschaft im Reservat mit der
"repressiven Toleranz" ab, geben echte
revolutionäre Haltung auf zugunsten einer
individuellen Glücksbefriedigung. - Das Hörspiel
soll auffordern, über Begriffe wie Freiheit,
Toleranz, Revolution nachzudenken)

Tote singen nicht (Kriminalparodie auf Raymond
Chandler) (RIAS/SWF 1971)
Das Haus war der gemeinsame Alptraum eines
größenwahnsinnigen Architekten und eines Bauherrn,
der zuviel Geld hatte, eine unwahrscheinliche
Kreuzung aus gotischem Palazzo, maurischer
Kathedrale und griechischem Eiscreme, aber ich war
ja nicht hier, um den Geschmack der oberen
Zehntausend zu be-urteilen, Mister Waterson ließ
mich warten, er konnte sich das leisten, er hatte
eine Empfangshalle so groß wie das Landedeck eines
Flugzeugträgers, einen fast echten englischen
Butler, den er wahrscheinlich auf einer
Antiquitätenmesse ersteigert hatte, und mehr
Dollars als die übrige Stadt zusammen und ich war
bloß ein kleiner Fisch, mein Auto war drei Jahre
alt, mein Anzug war auch, und mein letzter
Kontoauszug war

John Bomb jagt Dr. Pop (Kriminalparodie auf Ian
Fleming) (SWF/RIAS 1971)
(Action à la 007. Aber es ist anstrengend
geworden, Null-Null zu sein. Nicht die Parties,
nicht die Mädchen - die schafft man an einem
Vormittag. Aber die Jagd. Früher hatte man es
leichter: da hat man die eine Hälfte mit dem
Sportwagen gemacht und die andere Hälfte unter
Wasser, mit dem Flugzeug, das ging auch noch. Aber
dann haben die Schurken Raketen eingesetzt, und
jetzt ist unter Raumschiffen nichts mehr zu
machen. Natürlich fängt John Bomb am Ende Dr. Pop,
fragt sich bloß, wo und unter welchen Umständen)

Was hilft gegen Vampire? (RIAS 1972)

Zwei Messer stecken, ach, in einer Brust (RIAS
1972) (Ein Werwolf-Hörspiel)
(Der Originaldatensatz von Deutschlandradio/RIAS
betitelt das Hörspiel mit „Zwei Messer stecken,
ach in einer Brust“. Es kann natürlich sein, daß
bei der Dokumentation ein Schreibfehler
unterlaufen ist oder die Bandschachtel falsch
beschriftet war. Da Michael Koser gerne mit
Wortspielen hantiert – die Originalvorlage ist
hier wohl Goethes Faust („Zwei Seelen wohnen, ach,
in meiner Brust“) – kann es natürlich gut sein,
daß das Zitat von Koser hier entsprechend
umgewandelt wurde. Dabei machen wohl beide
Versionen („einer“ bzw. „meiner“) Sinn. Ich konnte
in den Beitrag hineinhören, leider wurde der Titel
hier nicht genannt. Inhaltlich geht es um die
Ermordung einer Prostituierten durch Jack the
Ripper. Da die Geschichte nicht aus der Ich-
Perspektive der Frau erzählt wird, macht „Zwei
Messer stecken, ach, in einer Brust“ mehr Sinn.
Das ist aber nur meine Interpretation) (Auskunft
ARD Hörspielarchiv)

Der geheimnisvolle Fall der Weihnachtsgans (RIAS
1972) (nach Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes,
Der blaue Karfunkel)
(Am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages kam
ich zu Sherlock Holmes, um ihm meine Glückwünsche
zu überbringen, er lag auf dem Sofa in einem
purpurnen Morgenrock, neben sich den
Pfeifenständer und einen Stoß Zeitungen, vor der
Couch stand ein hölzerner Stuhl, über der Lehne
hing ein nicht sehr respektabel aussehender
Filzhut, er war schon ziemlich ramponiert und
hatte viele Beulen)

Ach und Krach (RIAS 1973)
(Lärm wird von der Staatsführung als notwendiges
Zugeständnis an den Fortschritt propagandistisch
kompensiert. Die Welt ertrinkt im Lärm. Die
Schwelle des Erträglichen ist schon lange
überschritten. Lärmschleusen und elektronisch
gesteuerte Schallisolierungen sind nur für die
Spitzen der Gesellschaft erschwinglich.
UntergrundKommandos bekämpfen Lärm mit Gegenlärm.
Die Mehrzahl der Bevölkerung hat resigniert. Um zu
akzeptablen neuen Ideen für den Lärmschutz zu
kommen, beschließt das Führungsgremium der
obersten staatlichen Instanz, zwei Probanden unter
dem Vorwand eines freiwilligen Berufs- und
Eignungstests auf das Problem anzusetzen. Sie,
027-41-316 W, erhält von den Testmaschinen den
Auftrag, das Thema in einem Rundfunkhörspiel zu
erörtern, er, 142-20-444 M, soll eine Maschine
oder Vorrichtung erfinden, die Lärm erträglicher
macht. Vier Wochen später kann der Versuch
erfolgreich abgeschlossen werden, daß dabei die
Rollen vertauscht wurden und er das Hörspiel, sie
die technische Verbesserung realisiert hat,
scheint unerheblich. Ihre Idee war es, die
allgemein gebräuchlichen, jedoch ineffektiven und
sozial isolierenden Ohrenschützer mit kleinen
Empfängern auszustatten, aus denen sanfte Musik
oder eine freundliche Stimme kommt. Im Gremium ist
man sich schnell einig, daß die Möglichkeiten
dieser Lärmschutz-Kopfhörer weit über die
Absichten der Erfinderin hinausreichen. Mit ihrer
Hilfe wird es gelingen, die Menschen, die sich dem
technischen Fortschritt so wenig anzupassen bereit
sind und die zwangsläufigen Begleitumstände über
Gebühr betonen, im staatlichen Sinne progressiv zu
konditionieren. Entsprechende Slogans sind bereits
ausgearbeitet. Per Gesetz könnte das Tragen der
Kopfhörer zur Pflicht gemacht werden. Dann könnte
auch das vorgelegte Anti-Lärm-Hörspiel nach
angemessener Bearbeitung über die Kopfhörer laufen
- trotz seiner radikalen Tendenzen. Denn wann
hatte verbaler Radikalismus, zumal in
künstlerischer Form, je über heilsame Abreaktion
hinausgehende, radikale Wirkung?)

Müllschlucker (SWF 1973)
(Es gibt keine Kriege mehr, die Welt ist heil, und
die unliebsamen Alten werden in den Weltraum
hinausgeschossen, wo sie die "gute alte Zeit"
verherrlichen. "Ehre das Alter, aber nicht zu
sehr, wenn du selbst alt werden willst", ist einer
der Leitsätze des weisen Boseko, Cheftheoretiker
der Neuen Ära, die einige Jahre nach dem Schock
des 3. Weltkriegs begonnen hat. Aber der
allgemeine Vorsatz, in Zukunft besser aufzupassen,
wird immer wieder gefährdet durch Leute wie Opa
17, deren Wünsche rückwärts orientiert sind und
die militaristisches und kapitalistisches
Gedankengut verbreiten. So beschließt die
Großfamilie V-97-663, es den anderen gleichzutun,
die ihre kriegslüsternen Alten auf MS 1
abgeschoben haben, den Müllsatelliten, den man zu
Beginn der Neuen Ära gebaut und in eine
Erdumlaufbahn geschossen hat. Opa 17, der sich
jetzt wieder Cäsar nennt, kommt in gute
Gesellschaft. Aber er hat ganz und gar keine Lust,
hier als einfacher Arbeiter bei einem der
Monopolisten für Altpapier, Glas oder Schrott ganz
unten anzufangen. Jeder, der einen Abfallstoff
findet, auf den noch niemand ein Monopol hat, darf
sich selbst zum Monopolisten ernennen. Wenn er
alle Herausforderer im offenen Kampf besiegt, kann
er sich in die Monopolrolle eintragen lassen,
erhält Sitz und Stimme im höchsten Gremium des
Müllplaneten und bestimmt fortan mit über die
Verteilung der lebenswichtigen Güter, die von der
Erde geschickt werden. In einem märchenhaften
Aufstieg bringt es Opa Cäsar vom Monopolisten für
Altmedikamente zum uneingeschränkten Herrscher
über den Müllplaneten. Unter dem Motto "Durch Müll
zum Sieg" fordert er von der Erde ultimativ die
Abschaffung aller Errungenschaften der Neuen Ära,
so daß man sich gezwungen sieht, den Satelliten
mit seiner zeternden Besatzung auf eine neue, für
die Erde ungefährliche Umlaufbahn abzudrängen. Die
Welt ist wieder in Ordnung. Michael Kosers Satire
zielt auf die ewig Gestrigen, nimmt aber auch die
allzu simplen utopischen Entwürfen einer
befriedeten Welt von morgen nicht aus)

Verfahren (Ein Denk-Spiel über Autos) (RIAS 1973)
(Die Zunahme der Verkehrsdichte gipfelt in einem
nicht mehr endenden Stau, der lückenlos alle
Straßen des Landes ausfüllt. Aufgrund verstärkter
Neuzulassungen ist nun auch auf einer der letzten
Bundesstraßen der Verkehr endgültig zum Erliegen
gekommen. Das Verkehrsministerium bittet
durchzuhalten, seit Eintritt der derzeitigen
statischen Situation vor zwei Jahren ist die
Regierung unermüdlich damit beschäftigt, Maßnahmen
zur Schaffung wirksamer Abhilfe zu überprüfen. Der
Automobilclub unterstreicht seine Forderung nach
neuen Straßen und empfiehlt, gelegentlich den
Motor laufen zu lassen, damit er fahrbereit
bleibt. Unter dem Wahlspruch "Mein Auto ist meine
Burg" haben sich kleine, straff organisierte
Gruppen gebildet, Autokameraden, die treu zu ihrem
geliebten vierrädigen Freund stehen. Wer träumt
nicht davon, auf menschenleeren Autobahnen frei
aufs Gaspedal zu treten, in die Sitze gedrückt zu
werden, die Bäume nur als undeutliche Schatten zu
sehen! Pünktlich um zwölf kommt der
Polizeihubschrauber zur Essen- und Postausgabe.
Wehe dem, der sein Wasser zum Trinken mißbraucht!
Es gilt, den Ruf der saubersten Autos auf der
ganzen Autobahn zu verteidigen! Das Autoradio
wirbt für Klapp-WCs und Häkelschoner fürs Lenkrad.
Im beliebten Wunschkonzert schickt die Familie
liebe Grüße an den Papa bei Kilometer 52. Im Raum
Neuwied kommt es zu Zusammenstößen zwischen
Autokameraden und einer Gruppe linker
Naturfreunde, die am Begrenzungsstreifen gegen den
Individualverkehr demonstrieren. Das
Innenministerium empfiehlt, sich durch eine
lautstarke radikale Minderheit nicht provozieren
zu lassen, Regierung und Institutionen und die
gutgesinnte Mehrheit der Bevölkerung stehen hinter
den Autokameraden. Trotz - temporärer! -
Verstopfung der Autobahnen und Bundestraßen sind,
wie der Bundesverband der Autoindustrie
versichert, doch noch eine ganze Reihe von Straßen
zweiter Ordnung und Feldwegen unbesetzt, was
bedeutet, daß die Straßenkapazität im großen und
ganzen gesehen bei weitem noch nicht erschöpft
ist, und das heißt: weitermachen und noch mehr
leisten zum Wohl des Ganzen)

Yeti in Dichtung und Wahrheit (RIAS 1973)

Dies Blutbild ist bezaubernd schön (Ein Vampir-
Hörspiel) (RIAS 1973)
Amsterdam, 17. Mai, 6 Uhr 15, in einer halben
Stunde wird Prof. Vandenburg bei mir erscheinen,
der international angesehene Experte auf dem
Gebiet der okkulten Wissenschaften, er hat
versprochen, mir meinen ersten Vampir vorzuführen,
ich bin gespannt. Wir sind da, Vorsicht, das ist
der Sarkophag, fassen Sie mit an, der Deckel ist
schwer, sie haben doch das Kruzifix bei sich und
den Knoblauch. Natürlich, im Sarg liegt ein
älterer Mann, er wirkt entspannt, ruhig, als ob er
schläft, ich habe das Gefühl, daß er mich durch
die Wimpern hindurch beobachtet, seine
Gesichtsfarbe ist ich würde sagen ausgesprochen
gesund, die Lippen nein das ist geronnenes Blut in
den Mundwinkeln, und dann zwei dunkle Linien bis
zum Kinn

Von rechts nach links: Super Tarzan Special Agent
Love Story Space Captain Lonesome Gun (Ein
utopisches Hörspiel) (RIAS 1974)
(Totalidentifikation als Unterhaltungsangebot
eines elektronischen Massenmediums, das selbst
systemkritische Ansätze zum konsumierbaren
Programbestandteil macht. Im Rahmen des
allmonatlichen Inside-Programms für Outsider
gewährt die Kult AG Einblicke in Produktionsweisen
und demonstriert, wie mit Hilfe des
Programmcomputers aus vorgegebenen Versatzstücken
eine Vielzahl von Unterhaltungsprogrammen montiert
werden, die nach Passieren der elektronischen
Zensur mit Werbespots angereichert und im Stimu-
Sender gespeichert werden, von wo aus sie zu Hause
am Identi-Stimulationsset mit Hilfe des
Programmwählers jederzeit abgerufen und durch
Stimulierung entsprechender Gehirnzentren als
induktive Halluzination erlebt werden können. Die
Programminhalte freilich sind die gleichen wie in
der Vor-Kult-Zeit: starke Männer, die für Recht
und Gesetz kämpfen, Abenteuerfrische, der Duft der
großen weiten Welt, Geschichten, die das Leben
schrieb, unermeßliche Gefahren in Raum und Zeit.
Doch in den Reihen der Programmierer wird
Unzufriedenheit laut. Sie wollen andere Sendungen
machen, das übersättigte Publikum aktivieren, ihn
die dauernde Fremdbestimmung bewußt machen. Mitten
ins laufende Program hinein fordern sie dazu auf,
den Gehorsam zu verweigern, Widerstand zu leisten,
eigene Entscheidungen zu treffen. Aber Kult AG
weiß auch die Äußerungen der Rebellion für ihre
Zwecke nutzbar zu machen. Die Teilnehmer können
identifiziert bleiben. Alles ist unter Kontrolle.
Denn was da live miterlebt wurde, ist nicht der
Versuch eines kulturrevolutionären Umsturzes,
sondern ein gut arrangiertes Spezialprogramm für
progressive Minderheiten aus der kombinierten
Serie: The Great Red Hope - Kulturrevolution.
Michael Koser demonstriert, inwieweit Kritik, als
Spiel konsumierbar gemacht, nicht mehr geäußert zu
werden braucht, Protest und Widerstand aus zweiter
Hand den Einzelnen von seiner Verpflichtung zum
Engagement entbinden, statt sie ihm bewußt zu
machen, wobei der Autor seine eigene Arbeit
selbstkritisch in die gleiche Perspektive rückt.)
(Der Autor entwirft keine unverbindlichen
utopischen Zukunftswelten, sondern bezieht sich
konkret auf gegenwärtige Mißstände unserer Welt.
Hier nimmt er satirisch den Zustand heutiger
Massenkommunikationsmittel und ihr Angebot an
Unterhaltungssendungen aufs Korn. "Kult AG",
computergesteuert, Massenmedium der Zukunft,
beliefert ein gelangweilt-williges Publikum noch
immer mit den bekannten Geschichten: Tarzan,
Special- Agent, Lonesome Gun, Weltraum-Krimis etc.
Ein paar Mitarbeiter der "Kult AG" tun sich jedoch
zusammen, um wider den Stachel zu löcken, wollen
ihr Publikum zum Widerstand aktivieren. Doch die
Äußerungen der Rebellion weiß "Kult AG" für ihre,
für unsere Zwecke nutzbar zu machen)

Heil im Siegerkranz - Satire auf den Geist der
Gründer (RIAS 1975)

Jahrmarkt der Vergangenheit. Heute war's - Satire
auf das Gestern von morgen (RIAS 1975)
(Das Hörspiel „Heute war’s – Satire auf das
Gestern von morgen“ aus dem Jahr 1975 erschafft
eine Welt im Jahr 2020: Es gibt nur noch einen
Staat auf der Welt, die Menschen leben in großen
Superstädten unter Plexiglas. Und sonst? Alles ist
möglich, auch, daß Gegenwart und Zukunft so
aussehen wie in diesem Hörspiel – so zumindest das
Resümee des Autors Michael Koser)

Ping-Pong zur Ming-Zeit (Erotische Erzählung aus
dem alten China) (RIAS 1977)
Kennen Sie Kung Fu, kennen Sie Mao Tse Tung, aber
kennen Sie auch Ming Ping Pong? Ming Ping Pong ist
kurz gesagt nichts anderes als eine Abkürzung bzw.
Kurzfassung des Titels dieser unserer Sendung,
welcher in voller Länge lautet wie folgt: Ping-
Pong zur Ming-Zeit, erotische Erzählungen aus dem
alten China. Das Manuskript schrieb Michael Koser.
Aber was, werden Sie nun fragen ist Ping Pong zur
Mingzeit, eigentlich um ganz ehrlich zu sein, nur
der etwas reißerische Titel für eine Sendung über
einen wichtigen Abschnitt der chinesischen
Literaturgeschichte, mit Körperkultur oder gar
Leistungssport hat unser Thema höchstens im
übertragenen Sinne zu tun... Steht und fällt mit
dem Text, dem Wort. Fönis war

Loch Ness (RIAS 1977)
(Yeti, Loch Ness und UFOs sind Hörfolgen aus dem
sagenhaft-phantastischen Sujets um Professor
Kolimowski, der unbekannten Phänomenen nachspürt
und wiederholt ungewöhnliche Begegnungen hat)

Ufos (RIAS 1978)
(Ein Kontakt mit Außerirdischen enthüllt das
Mysterium des Ursprungs der menschlichen Rasse.
Professor Kolimowski, prominenter Anthropologe,
Zoologe und Physiker, Entdecker des sagenhaften
Yeti und Konstrukteur einer leider noch nicht voll
funktionsfähigen Zeitmaschine, wird seit einem
Jahr vermißt. Alles deutet darauf hin, daß er bei
einem Tauchversuch auf der Suche nach dem
Ungeheuer von Loch Ness Opfer seines
Forschungsdrangs geworden ist. Doch dann gibt es
ein überraschendes Lebenszeichen in Form dreier
von ihm persönlich besprochener Tonbandkassetten,
die nach Aussage eines ostfriesischen Bauern von
einer fliegenden Untertasse über seiner Wiese
abgeworfen worden sein sollen. Die allem Anschein
nach authentischen Tondokumente enthalten die
unglaublichen Schilderungen des Wissenschaftlers,
der von einem unbekannten Flugobjekt entführt
wird. Mit einem ad hoc aus Teilen seines
Fotoapparats konstruierten Universal-Translators
gelingt es ihm, mit den Außerirdischen in
Kommunikation zu treten. Sie kommen von der Vega
und bringen ihn geradewegs in das geheime
galaktische Hauptquartier am Grund des Bermuda-
Dreiecks. Hier, in der Tiefe des Ozeans, steht er
einem der weisen UFO-Lenker aus galaktischen
Fernen gegenüber und erhält Aufschlüsse über
Vergangenheit und Zukunft der Menschheit. Vor zwei
Millionen Jahren hatten böse Reptilien vom
Aldebaran auf der Erde den Keim für die
menschliche Rasse gelegt, um dereinst über willige
Söldner in ihrem Geiste zu verfügen. Das Imperium
von Aldebaran existiert nicht mehr, aber seither
behalten die Veganer den von jenen geschaffenen
Vorposten im Auge. Werden die Menschen
hoffnungslos dem Bösen verfallen oder sind sie
noch für das Gute zu retten? Sollen sie eine
letzte Chance erhalten oder exterminiert werden?
Eines ist sicher: in einer zweiten Sintflut wird
es keinen Noah mehr geben)

Das Geheimnis von Craven-Hall (RIAS 1978) (nach
Catherine Louisa Pirkis: The Murder at Troyte's
Hill)
Versetzen Sie sich nun im Geiste zurück, um ein
gutes dreiviertel Jahrhundert, in die Zeit der
Gas-beleuchtung und der Pferdedroschken und folgen
sie mir in das Gerichtsgebäude einer kleinen
englischen Stadt, wo gerade eine Totenschau
abgehalten wird, ein Mord hat stattgefunden. Und
dann sahen Sie die Leiche. Jawohl euer Ehren, ich
erblickte den dahingeschiedenen in seinem Blute
liegen, inmitten dieser chaotischen Umgebung, es
war abscheulich, wenn ich mir diesen starken
Ausdruck gestatten darf. So, und was taten Sie
dann? Ich sagte oh! Oh? Jawohl euer Ehren, oh, ich
erinnere mich genau. Und dann? Äh, dann dachte ich
nach. In der Tat, und? Ich äh ich dachte also
nach, etwa 2 Minuten, würde ich sagen, dann

Die Iden des März (RIAS 1981) (Carl Martell:
Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute
von heute)

Die Wikinger in Vinland (RIAS 1981) (Carl Martell:
Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute
von heute)

Schmetterling mit Hakenkreuzen (BR 1981) (nach
Philip K. Dick: The man in the high castle)
Tschuang Tse träumt, er sei ein Schmetterling, er
fliegt dahin, flattert mit den Flügeln und freut
sich, plötzlich wacht er auf und erkennt, er sei
Tschuang Tse, ist er nun Tschuang Tse, der
träumte, er sei ein Schmetterling, oder ist er ein
Schmetterling, der träumt er sei Tschuang Tse,
ahaha, wer kann das sagen, ich bin Melville
Abendsen, geboren 1918, als der erste Weltkrieg zu
Ende ging, im zweiten Soldat, Guadalcanal, Medan,
Guam, bei Iwojima verwundet, Besatzer auf Okinawa
bis 1946, ich bin Schriftsteller, ich schreibe
Science Fiction, ich, äh habe eine Idee im Kopf,
eine Geschichte, die nicht in der Zukunft spielt,
die gegenwärtig ist, zeitgenössisch und doch nicht
von dieser unserer Zeit, ich will gewissermaßen

Zwei Leichen im Orient-Express (nicht gesendet,
profvandusen.com)
Guten Morgen, Professor, wachet auf, wachet auf,
es krähte der Hahn, Morgenstunde hat bekanntlich
Gold im Munde. Wie spät? Sieben Uhr durch,
Professor, und die Sonne scheint. So, geben Sie
mir mein Notiz-buch. Sagten Sie Notizbuch? Ja
doch, gestern abend, kurz vor dem Einschlafen,
hatte ich einen höchst interessanten Gedanken im
Zusammenhang mit meiner atomaren Strukturtheorie,
von der Sie ohnehin nichts verstehen, da, auf der
Ablage, etwas schneller, wenn ich bitten darf.
Bitte sehr, Professor. Fällt Ihnen nichts auf,
Professor? Nein. Und heute nacht haben Sie auch
nichts gemerkt? Wie Sie wissen, mein lieber Hatch,
erfreue ich mich eines gesegneten Schlafes, auch
auf Reisen, was ist geschehen? Sehen Sie

Das schaudererregende Abenteuer im Orient-Express
(WDR 1982)
Guten Morgen Homes, früh im Bett und früh heraus
glaube mir das zahlt sich aus. Was ist die Uhr.
Präzise 7 mein lieber Homes und die Sonne scheint.
So geben sie mir mein Spritzbesteck. Aber Homes
sie haben doch versprochen. Verschonen sie mich
mit ihren spießbürgerlichen Moralpredigten was
wissen sie schon da von wie sehr ich meine
7%Lösung brauche, da auf der Ablage nun geben sie
schon her. Wenn sie darauf bestehen. Ja. Fällt
ihnen nichts auf Homes. Nein. Und heute nicht
haben sie auch nichts gemerkt. Wissen Sie mein
lieber Watts ich erfreue mich selbst auf Reisen
eines passablen Schlafes, was ist geschehen. Werf
en Sie einen Blick aus dem Fenster. Ah wir stehen.
Sehr scharfsinnig, 7 Uhr, sollten wir nicht schon
seit Stun

Im Wald, da sind die Räuber (RIAS 1982) (Carl
Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern
für Leute von heute)

Festgemauert in der Erden (RIAS 1982) (Carl
Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern
für Leute von heute)
(Meine Damen und Herren. Heute meldet sich wieder
"Report vor Ort" - mit Sensationen von gestern für
Leute von heute. Carl Martell will mit der Sendung
"Festgemauert in der Erden" einen historischen
Ablauf von den Feierlichkeiten des Turmbaus zu
Babel geben. Wir wünschen gute Unterhaltung!)
(Anmoderation)

Die lange Nacht des jungen Werthers (RIAS 1982)
(Michael Koser: Report vor Ort - Sensationen von
gestern für Leute von heute)

Der Weltuntergang findet nicht statt (RIAS 1982)
(Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von
gestern für Leute von heute)

Als die Römer frech geworden (RIAS 1983) (Carl
Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern
für Leute von heute)

Film Noir (DLR 2000)
Keine Fotos, keine Fotos, bitte, keine Kameras,
lassen Sie den Mann doch in Ruhe, und keine Fotos,
hören Sie bitte auf zu fotografieren, machen Sie
Platz... Als ich Malibu Beach erreichte, war der
Regen noch stärker geworden, Blitze zuckten über
den Nachthimmel wie der Widerschein fernen
Artilleriefeuers, ich hielt, fünf Minuten vor elf,
ich war pünktlich, die Straße war leer, bis auf
einen einsamen Buick weiter vorn an der Biegung,
unter einer windgeschüttelten Palme, und bis auf
Arnolds Cadillac natürlich, er hockte vor dem
Strandhaus wie eine riesige Kröte, ich hätte in
guter Stimmung sein sollen, aber mein Gemüt war
fast so dunkel wie der Himmel, Schatten der
Vergangenheit oder eine Vorahnung an diesem
verregneten Abend

Die Alzheimergang (DLR 2002)
Ich soll die Story erzählen, das haben Garbo und
Harald und Hildchen so beschlossen, ich weiß nicht
wie ich das finde, klar ich gehör auch zur
Alzheimergang, bloß irgendwie doch nicht so ganz
richtig, weil ich bin erst 19 und Alzheimer ist
noch weit hoffe ich mal, aber wenn die anderen
unbedingt wollen, okay. Hören Sie sich das mal an:
gerade im Bereich der Seniorenpolitik, sagte Dr.
Waldhorn, muß sich sehr viel ändern, unseren
älteren Mitbürgern, sagen wir es doch ganz
deutlich, geht es zu gut. Was zu gut? Ja. Der
spinnt, der Waldhorn. Och, vielleicht hat seine
Mutter ja recht. Der Sie immer die Karten legen,
Hildchen, ja, und was sagt die alte Isolde
Waldhorn. Sie sagt, ihr Sohn sei ein,
entschuldigen Sie den Ausdruck, ein

Die Schule der Glücksritter (DLR 2004)
Pittsburgh, hier Pittsburgh. Der Pennsylvania
Special rollte gerade ein, als ich den Bahnsteig
betrat, ich fror ohne Hut und Mantel, der
Schneeregen der Dezembernacht hatte mich
durchnäßt, die Tasche war so schwer und ich wurde
verfolgt, während ich am Zug entlang hastete, sah
ich mich um, da kamen sie, zwei große Männer in
dunklen Mänteln und klobigen Schuhen, in Panik
stieg ich in den nächsten Wagen, ein Pullmansalon
mit Privatabteilen und lief den Gang entlang,
fängt ja gut an das neue Leben, dachte ich,
plötzlich öffnete sich die Tür neben mir, eine
Hand packte mich, zog mich ins Abteil. Legen Sie
sich ins Bett schnell. Meine Tasche. Die
verstecken wir unterm Bett, cava unter die Decke
Mademoiselle wickeln sie sich

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Internet: https://hoerspiele.dra.de/

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